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Friedrich-Wilhelm Vespermann will den Bergmannsweg wieder bekannt machen

Ein Stück Geschichte entdecken

DÖRPE. Gibt es etwas Schöneres in freier Natur als eine Wanderung auf dem Bergmannsweg Bad Münder – Osterwald? Für Friedrich-Wilhelm Vespermann ist die Strecke zu einer Herzensangelegenheit geworden. Deshalb will er ihn wieder bekannter machen.

veröffentlicht am 28.08.2017 um 16:19 Uhr

Alle zwei Jahre wandert eine Bremer Gruppe mit ihrem Wanderführer Werner Kastens auf dem Bergmannsweg. Foto: Friedrich-Wilhelm Vesper
Stolte Christiane

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Christiane Stolte Reporterin
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Kein Wunder, denn der mittlerweile 74-Jährige ist so etwas wie der „Vater“ des Bergmannsweges, zumindest, was den Rundweg Dörpe betrifft. Gemeinsam mit seinem inzwischen verstorbenen Bruder Heinrich hatte der Dörper nämlich vor einigen Jahren einen Abschnitt des alten Bergmannsweg aus seinem Dornröschenschlaf befreit und mit ehrenamtlichem Engagement instand gesetzt.

„Uns ging es einerseits darum, einen Rundweg mit Start und Ziel in Dörpe zu erschließen und andererseits, den jüngeren Ortsbewohnern die Geschichte des Dorfes ins Bewusstsein zu rufen“, so Friedrich-Wilhelm Vespermann. Besonders die Bewahrung der Historie des Bergbaus hat den aus der Landwirtschaft stammenden Brüdern am Herzen gelegen, war ihr Großvater doch einst im Osterwalder Steinkohle-Bergwerk tätig. Wie viele andere Bergleute aus Brünnighausen und Dörpe musste der Großvater sommers wie winters und bei jedem Wetter am Waldrand entlang nach Osterwald laufen. „Mein Vater musste ihm nach der Schule immer das Mittagessen nach Osterwald bringen“, erzählt Vespermann. Auch an Samstagen.

Uns ging es darum, einen Rundweg mit Start und Ziel in Dörpe zu erschließen.

Friedrich-Wilhelm Vespermann, Einwohner aus Dörpe

Der sogenannte „Bergmannsweg“ hatte in der Familie Vespermann einen großen Stellenwert, denn er war Dreh- und Angelpunkt in ihrem Leben. Nach der Einstellung der Kohleförderung am Osterwald 1953 wurde es still auf dem Bergmannsweg. Er wuchs immer mehr zu und geriet immer mehr in Vergessenheit. Nicht jedoch bei den beiden Brüdern aus Dörpe. Bereits im Rentenstand, hatten sie die Idee, den Dörper Teil des Bergmannsweges wieder begehbar zu machen. „Wir wurden damals unterstützt von der Forstverwaltung und von anderen Dorfbewohnern“, erinnert sich Friedrich-Wilhelm Vespermann.

Der Bergmannsweg wurde von seinem Dornröschenschlaf befreit. Foto: Friedrich-Wilhelm Vesper

Der Rundweg, der sich anschloss an andere Rundwege aus Brünnighausen am Nesselberg oder Salzburg am Osterwald, wurde im Laufe der Jahre zu einem idealen Ausgangspunkt für kürzere oder längere Wanderungen. Der gesamte Bergmannsweg von Bad Münder nach Osterwald umfasst eine Strecke von etwa 21 Kilometern. „Und genau diese Strecke hat es einer Wandergruppe vom Wanderverein aus Bremen angetan“, betont Vespermann. Alle zwei Jahre wandern die Bremer mit ihrem Wanderführer Werner Kastens auf dem Bergmannsweg. „Zum einen gefällt ihnen die Strecke, zum anderen nutzen sie aber auch die gute Bahnanbindung“, so Vespermann. Soll heißen, die Wandergruppe fährt mit dem Zug von Bremen direkt zum Bahnhof nach Bad Münder. Dort steigt sie aus, begibt sich auf den naheliegenden Bergmannsweg und wandert bis zur Schutzhütte in Dörpe. Vom Bahnhof Osterwald geht es dann wieder mit dem Zug zurück nach Bad Münder und von dort nach Bremen – und das alles an nur einem einzigen Tag. „Die gute Zuganbindung hat die Wanderer aus Bremen angelockt“, freut sich Vespermann. Die Bremer wollen nun in ihrem Heimatort für den Bergmannsweg und die gute Zugverbindung werben. „Eine bessere Werbung für den Fremdenverkehr in unserer Region kann es kaum geben“, betont Vespermann.



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