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… solange das Feuer noch heiß ist

Ein Schmiedetag als Showveranstaltung

veröffentlicht am 26.08.2016 um 15:08 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:19 Uhr

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Autor:

Christiane Stolte
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Einige Anmeldungen von Schmieden aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen liegen bereits vor. „Wir suchen noch weitere Teilnehmer“, appelliert Metallbaumeister Reichenbach. Besonders freuen würde er sich über Schmiede aus der Region.

Die Veranstaltung ist eine Premiere. „Wir sind gespannt, ob das Experiment gelingt“, betont Christel Reichenbach. Einen Schmiedetag, an dem ausschließlich Schmiedevorführungen zu sehen sind, habe es in der Region bislang noch nicht gegeben. Die Veranstaltung sei deshalb kein Kunsthandwerkermarkt mit etlichen Verkaufsständen, sondern ein reines Show-Schmieden, das den Besuchern das Schmiede-Handwerk näherbringen soll. „Wir möchten lediglich interessante Einblicke in diesen schönen Beruf gewähren“, so Reichenbach, Schmied und Kunstschmied mit Leib und Seele. Auch Kinder seien willkommen. Sollte das Experiment gelingen, könnten sich Reichenbachs vorstellen, den Schmiedetag zu einer festen Veranstaltung werden zu lassen.

Seit 25 Jahren schürt Frank Reichenbach im früheren Maschinenraum der ehemaligen Mühle von Bisperode die Glut und hält die Eisen ins Feuer. Er führt nicht nur „derbe“ Schmiedearbeiten, wie beispielsweise Zaun- und Geländerbau oder die Reparatur diverser Landmaschinen aus, sondern widmet sich auch dem Kunstschmieden. „Es macht einfach Spaß, zu sehen, was aus einem Stück Eisen alles entstehen kann“, schwärmt der Handwerker. Ob Kerzenständer, Blumenhalter, Rosen, Schlüsselanhänger, Meisenknödel-Halter, Zeitungsständer, Tierfiguren, Schiffe, den Rattenfänger oder fragile Herzen – nichts ist unmöglich. Aus Eisen lasse sich beinah alles herstellen. Die Ideen liefert ihm seine Frau. „Ich hab die Einfälle und mein Mann die Arbeit“, sagt Christel Reichenbach mit einem Schmunzeln. Die Kunstschmiedearbeiten verkauft sie in ihrem kleinen Laden, dem „Schmiedekästchen“.

Eine der Arbeiten von Frank Reichenbach. Foto: sto

Frank Reichenbach ist gebürtig aus dem rheinischen Boppard. Bereits als Kind sei er „ganz heiß“ auf den Schweißbrenner seines Vaters gewesen. Schon damals seien seine ersten Stücke entstanden, beispielsweise ein Kerzenhalter, den er noch immer in Ehren halte. „Schmied war schon immer mein Berufswunsch“, erinnert sich der mittlerweile 56-Jährige.

Termin:Der eintrittsfreie Schmiedetag findet in der Zeit von 11 bis 17 Uhr statt. Um 14 Uhr wird ein Foto-Shooting“ für die Besucher vor der glühenden Esse veranstaltet. Bei schlechtem Wetter findet das Show-Schmieden in die Werkhalle statt. Schmiede, die mitmachen wollen, können sich anmelden unter der Telefonnummer 05159/1535.



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