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Osterwaldbühne verkauft Teil der Peter-Pan-Kulisse nach Otternhagen

Ein Schiff geht auf Reisen

Osterwald (sto). Dass die Mannschaft ihr Schiff verlässt, ist eigentlich nichts Besonderes. Wohl aber, wenn ein Schiff seine Mannschaft verlässt. So geschehen am Samstagmorgen auf dem Gelände der Freilicht- und Waldbühne Osterwald. In einer eher stillen Aktion, nur von wenigen Bewohnern bemerkt, wurde Captain Hooks spektakuläres Piratenschiff abtransportiert nach Neustadt am Rübenberge zur Waldbühne Otternhagen. Dort wird es in diesem Sommer für die Aufführungen von „Peter Pan“ benötigt, dem Kinderstück, das von der Osterwaldbühne in der vergangenen Saison gespielt worden war. „Otternhagen hat es unserer Bühne abgekauft“, so Claudia Höflich vom Bühnenverein Osterwald. Darüber seien alle sehr froh, denn das neun Meter lange Holzschiff hätte aus Platzgründen sonst in seine Einzelteile zerlegt werden müssen, die dann anderweitig verarbeitet worden wären. Viel zu schade, denn etliche Arbeitsstunden und viel Herz hängen an der „Jülett“, wie Thomas Wettmarshausen das von ihm unter Anleitung von Herbert Meier gebaute Schiff genannt hat. Der 23-jährige Akteur der Osterwaldbühne ist heilfroh, dass „sein“ Schiff nicht zerdeppert werden musste, sondern weiterhin eingesetzt werden kann. Beim Abtransport war ihm hin und wieder etwas mulmig, denn das lange Schiff ließ sich nicht so einfach vom Bühnengelände entfernen. Ein Gabelstapler und sieben Männer waren nötig, um es zu bewegen. Trotz aller Vorsicht knirschte es hin und wieder im „Gebälk“, und es entstanden kleine Blessuren. Da der große Lkw der Spedition Wurzel aus Elze nicht bis an das Bühnengelände heranfahren konnte, musste Jülett durch das Dorf bis runter zum Friedhof geschoben werden. Eine im unteren Bereich des Schiffes angebrachte Achse eines VW-Golfes erleichterte die Arbeit, doch enge Kurven wie „Am Kummerhucken“ brachten ein nervenaufreibendes Rangiermanöver mit sich.

veröffentlicht am 09.01.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 20:21 Uhr

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Endlich am Friedhof angelangt, wurde das Schiff in den Lkw verfrachtet – eine Maßarbeit, denn es hätte keinen Zentimeter länger sein dürfen. Um die beim Transport entstandenen Blessuren kümmert sich Wettmarshausen vor Ort.



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