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Salzhemmendorf und Duingen planen gemeinsame Route auf stillgelegter Bahntrasse

Ein Radweg im Gleisbett

Thüste. „Lasst uns die Grenzen vergessen“, warb der Bürgermeister der Samtgemeinde Duingen im Landkreis Hildesheim, Wolfgang Schulz, bei einem Treffen mit Vertretern der Flecken Coppenbrügge und Salzhemmendorf Anfang September für eine kommunen- und landkreisübergreifende Zusammenarbeit beim Thema Tourismus (wir berichteten). Dass er zumindest auf der Salzhemmendorfer Seite bei diesem Thema nicht auf taube Ohren stoßen würde, dürfte Schulz bereits im Vorfeld klar gewesen sein: Schon vor Monaten kauften die beiden Kommunen gemeinsam einen stillgelegten Abschnitt der Bahnstrecke Voldagsen-Delligsen.

veröffentlicht am 22.10.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 12:43 Uhr

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Wiebke Kanz

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Wiebke  Kanz Reporterin (in Elternzeit) zur Autorenseite
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„Es besteht die Idee, auf der Bahntrasse einen Radweg einzurichten“, berichtet Salzhemmendorfs stellvertretender Bürgermeister Clemens Pommerening.

Die Bahnstrecke, die einst von Voldagsen quer durch das Saaletal über Lauenstein, Salzhemmendorf, Eggersen, Levedagsen, Thüste, Weenzen und Duingen bis nach Delligsen im Landkreis Holzminden führte, ist heute nur noch teilweise in Betrieb. Zwischen Voldagsen und Salzhemmendorf verkehrt unregelmäßig ein Museumszug, werktags wird dieser Abschnitt zudem von Güterzügen befahren. Zwischen Duingen und Delligsen wurden die Gleise bereits Ende der 1960er Jahre zurückgebaut, die übrige Strecke liegt brach – und befindet sich in einem schlechten Zustand.

Die stillgelegten Gleise zwischen Thüste und Weenzen sollen nun einem Radweg weichen, denn zurzeit klaffe hier eine Lücke im Wegenetz, sagt Pommerening. „Im Moment müssen Radler auf der Landesstraße 462 fahren, um von einem Ort zum anderen zu kommen.“

Bevor die ersten Zweiräder über das ehemalige Gleisbett fahren können, müssen jedoch zunächst die Schienen abgebaut werden. „Das sollte nach Möglichkeit in einem Rutsch geschehen und nicht stückchenweise“, sagt Pommerening.

Sein Amtskollege aus Duingen, Schulz, hat in dem Gemeinschaftsprojekt die Regie übernommen und sucht derzeit nach einem geeigneten Unternehmen, um die 220 Tonnen verschraubten Stahlschrott zu entsorgen. „Das ist ein Riesen-Aufwand, das entsprechende Werkzeug und einen Kran hat auch nicht jeder“, sagt Schulz. Zuversichtlich ist er dennoch: „Mein festes Ziel ist es, dass der Radwanderweg spätestens Ende des nächsten Jahres fertig ist.“

Finanziert werden sollen Kauf und Ausbau der Bahntrasse durch den Verkauf der Gleise. „Das sind etwa 3,4 Kilometer Alteisen, die zu jeweils 50 Prozent auf dem Gebiet des Fleckens Salzhemmendorf und der Samtgemeinde Duingen liegen“, berichtet Schulz. Durch den Handel mit dem wertvollen Metallschrott lande man am Ende des Radweg-Projektes „hoffentlich bei Null“, sagt Pommerening.

Noch wuchert hier das Unkraut – spätestens Ende des nächsten Jahres sollen hier die ersten Zweiräder über das ehemalige Gleisbett fahren. Zuvor müssen jedoch auch die Schienen abgebaut werden.gök



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