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Auf Djembé trommeln verbessert Konzentration und Motorik

Ein Hauch von Afrika in Ockensen

Ockensen. „Dum-taka-dum, bam-digi-bam-digi-dum, laaa-la-a, laa-la-la-la.“ Schon jede Einzelstimme für sich gibt einen beeindruckenden Sound ab. Erst recht im dreistimmigen Zusammenspiel. Was für ein kraftvoller Klang, wenn 30 Hände gleichzeitig, mal mit der Handfläche, mal mit den Fingern zig Mal hintereinander, auf die 15 Djembés trommeln. Töne und Rhythmen „Made in Afrika“ und in Ockensen gespielt!

veröffentlicht am 04.02.2016 um 13:45 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:51 Uhr

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Autor:

von alda Maria Grüter
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Denn hier, in dem Dorfgemeinschaftshaus des 185-Seelen-Dorfes am Ith, haben sich zehn Frauen und fünf Männer zum Djembé-Workshop getroffen. Einige der Teilnehmer spielen schon seit längerem die bauchige, mit einem Ziegenfell bespannte Trommel, deren Korpus aus einem ausgehöhlten Baumstamm besteht und die ursprünglich von der Volksgruppe der Malinke in Westafrika kommt. Angehörige der Malinke sind hauptsächlich in den Ländern Mali, Burkina Faso, Guinea und der Elfenbeinküste vertreten.

Die meisten Teilnehmer in dem Trommel-Workshop sind Anfänger. Lange werden sie es jedoch nicht bleiben, denn die Grundstrukturen sind, zumindest anfangs, schnell zu erlernen. „Die Djembe ermöglicht einen einfachen Einstieg in die Welt der Rhythmen und überrascht zugleich jeden, der es mal probiert, durch ein breites Klangspektrum und eine nicht enden wollende Vielschichtigkeit und Komplexität von Trommelrhythmen“, sagt Birthe Preisler, deren Leidenschaft für Rhythmus und Perkussion vor 15 Jahren mit einem Trommelwochenende begann. Die gelernte Diplom-Sozialpädagogin und Mediatorin aus Kaierde ist auch ausgebildete Djembé-Lehrerin und leitet seit sieben Jahren verschiedene Kurse in der Region. So auch den Einsteiger-Workshop in Ockensen. Hier geht es nach dem Motto „Trommeln kann jeder“.

„Bereits nach kurzer Zeit kann man mit wenig Aufwand schöne mehrstimmige Rhythmen zum Erklingen bringen“, sagt Preisler. Stimmt. Nach gerade einmal einer halben Stunde „learning by doing“ hört sich das gemeinsame Spiel schon richtig gut an. Richtig Spaß macht es allemal. „Mich fasziniert schon der Klang an sich. Dann die verschiedenen Handtechniken. Das ist einfach klasse“, sagt Susanne Reinhardt. Im Übrigen, weiß die 51-Jährige aus Ockensen, auf deren Initiative der Workshop organisiert wurde, habe das Trommeln eine Reihe positiver Nebenwirkungen. Es trainiere beispielsweise die Konzentration, verbessere die Rechts-Links-Motorik. Mehr noch: „Trommeln ist Lebensfreude. Es bewegt und energetisiert. Es heilt Körper, Geist und Seele, lässt Alltagsstress vergessen, lockt tief sitzende Verspannungen und Verhaltensmuster“, zählt Birthe Preisler auf.

Die Djembé packt einen so sehr, dass man die Zeit vergisst, sagt Maria Hennig. Eigentlich wäre der eineinhalbstündige Schnupperkurs ja längst zu Ende, doch die Teilnehmer trommeln, trommeln und trommeln – „dum-taka-dum, bam-digi-bam-digi-dum, laaa-la-a, laa-la-la-la“…. „Es wäre toll, wenn ein regelmäßiger Djembé-Kurs im Dorfgemeinschaftshaus zustande kommen würde“, wünscht sich am Ende nicht nur Maria Hennig. Dass das mühsam in Eigenleistung renovierte Dorfgemeinschaftshaus mit Leben gefüllt werde, das sei ja das angestrebte Ziel gewesen, lautet die einhellige Meinung der Teilnehmer. „Wir haben es erreicht, wollen es weiterführen und eben auch besondere Veranstaltungen, wie eben diesen Djembé-Kurs, ins Haus holen“, sagt Hennig.

Termin: Dienstags von 19.30 bis 21 Uhr wird im Ockenser Dorfgemeinschaftshaus in der Bergstraße 7 ein Trommelkurs unter der Leitung von Birthe Preisler angeboten. Weitere Infos unter 05187/3614, im Internet unter www.birthepreisler.de

Afrikanische Klänge im Dorfgemeinschaftshaus Ockensen gibt es von nun an immer dienstags zu hören.amg



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