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Ein Dorf will weiter Schwefelwasser trinken

Harderode (ist). Trotz der gesundheitlichen Bedenken an der Qualität des Trinkwassers aus der Schwefelquelle, wollen die Dorfbewohner an „ihrem Wasser“ aus Harderode festhalten. Ihr Standpunkt: Seit Generationen wird das Quellwasser im Ort getrunken, ohne Schäden zu verursachen.

veröffentlicht am 14.03.2012 um 15:18 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 14:41 Uhr

Die Schwefelquelle liefert täglich 7 000 bis 8 000 Liter Wasser für Harderode.
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Der Hintergrund: Die Trinkwasserversorgung für Harderode wird seit Jahrzehnten durch zwei örtliche Quellen ohne Anschluss an ein Verbundsystem sichergestellt. Ganzjährig stammt das Wasser aus der „Quelle am Hochbehälter“. Während der niederschlagsarmen Jahreszeit wird zusätzlich Wasser aus der „Schwefelquelle“ beigemischt.

Im vergangenen Jahr musste die Zumischung der Schwefelquelle durch eine aufwendige und kostenintensive Frischwasserlieferung mit Tanklastzügen ersetzt werden. Das Gesundheitsamt des Landkreises Hameln-Pyrmont hatte gesundheitliche Bedenken an der Wasserqualität der Schwefelquelle angemeldet, weil es nicht den Anforderungen der Trinkwasserversorgung entspräche.

Auf Antrag der Verwaltung wurde eine von Dezember 2011 bis Ende April 2012 befristete Genehmigung zur 20-prozentigen Zumischung der Schwefelquelle erteilt. Zusätzliche Auflage: Das Harderoder Trinkwasser solle einmal wöchentlich an unterschiedlichen Stellen kontrolliert werden.

Im untersuchten Zeitraum hätten sie keine Beanstandungen, teilt Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka mit. Sowohl Verwaltung als auch der beauftragte Gutachter für Wasseranalytik gehen deshalb davon aus, dass die befristete Genehmigung für die 20-prozentige Zumischung von Wasser aus der Schwefelquelle verlängert werden kann.



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