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Rund um Luther – weitere Lesung am Samstag

Ein Denkanstoß

COPPENBRÜGGE. 500 Jahre Reformation – ein Jubiläum, das derzeit vielerorts gefeiert wird. Auch der Museumsverein Coppenbrügge widmet dem historischen Ereignis einige Veranstaltungen. Zum Auftakt wird mit einer Ausstellung auf Luthers Spuren gewandelt und aufgezeigt, wie die Reformation in unsere Heimat kam. Mit der Ausstellung soll ein Denkanstoß gegeben werden. „Für alle, auch für die große Zahl derer, die dem Christentum heute gleichgültig gegenüberstehen“, betonte Klaus Stettner, der Vereinsvorsitzende, in der überaus gut besuchten Vernissage am Wochenende im Museum in der Burg.

veröffentlicht am 12.06.2017 um 16:03 Uhr

Edelgard Schlagmann ordnet einen Schal, auf dem Katharina von Bora und Martin Luther zu sehen sind. Foto: sto
Stolte Christiane

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Christiane Stolte Reporterin
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Das Leben und Wirken Luthers wird dargestellt in kurzen Texten, durch Bilder und Plakate sowie mit einigen Exponaten. Auch die 95 Thesen sind „angeschlagen“. Erwähnt werden außerdem die Reformatoren Melanchthon, Calvin und Zwingli sowie Lucas Cranach, Maler und ein Freund der Familie Luther. Darüber hinaus informieren Urkunden über den Ablasshandel.

Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung sind Informationen darüber, wie die Reformation durch die „Reformationsfürstin“, der Herzogin Elisabeth von Calenberg, noch zu Luthers Zeiten gemeinsam mit Antonius Corvinus den Grundstein für die Reformation in Südniedersachsen legte, und zwar mit der „Calenberger Kirchenordnung“ von 1542. In einem Vortrag im Museum in der Burg am Freitag, 22. September, 20 Uhr, gibt Volker Schlagmann weitere umfangreiche Einblicke in das Leben und Wirken der Elisabeth von Calenberg (1510 bis 1558).

Im Mittelpunkt der Ausstellungseröffnung stand eine szenische Lesung. Edelgard Schlagmann, Autorin der Lesung, war in die Rolle einer Wittenberger Bürgerin namens Berta geschlüpft, die ihre Ablassurkunde voller Stolz dem Dr. Luther (dargestellt von Pastor Thomas Koch) präsentierte. Für ihre Naivität wurde sie gescholten von dem Reformator. Die Eröffnung wurde musikalisch gestaltet von Holger Pohl.

Weitere szenische Lesungen über den Ablasshandel und die besten Wege, in den Himmel zu kommen, stehen im Museum in der Burg am kommenden Samstag, 17. Juni, von 19 bis 22 Uhr in der „Langen Nacht der Museen“ auf dem Programm.

Die vom Landschaftsverband Hameln-Pyrmont finanziell unterstützte Ausstellung „Auf Luthers Spuren“ ist zu sehen bis zum 5. November. Im August soll sie um einige Exponate erweitert werden. Darüber hinaus ist eine Veranstaltung mit dem Druckerei-Museum Hameln geplant, in der die Kunst des Buchdruckens vorgeführt wird. Die Termine werden noch bekanntgegeben.

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