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Rotkreuzler in Oldendorf und Ahrenfeld suchen händeringend neue Vorstandsmitglieder

DRK-Ortsverein droht das Ende

OLDENDORF. „Warum wird es immer schwieriger, Leute zu gewinnen, die Verantwortung übernehmen möchten?“ fragt Ilona Homann. Seit 18 Jahren ist sie Schatzmeisterin im DRK-Ortsverein Oldendorf/ Ahrenfeld. Ihr Amt würde sie auch weiterhin ausüben, aber wer weiß, wie lange es den Verein noch geben wird.

veröffentlicht am 26.01.2018 um 16:38 Uhr

Das DRK in Oldendorf hat Nachwuchssorgen. Foto: pixabay
Stolte Christiane

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Christiane Stolte Reporterin
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In der Jahreshauptversammlung im April stehen Vorstandswahlen an; ob sie allerdings durchgeführt werden können, ist derzeit alles andere als sicher. Ilona Homann befürchtet sogar, der 113 Jahre alte Verein könnte aufgelöst werden müssen. Die anderen noch amtierenden Vorstandsmitglieder werden vermutlich für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung stehen. „Trotz intensiver Gespräche ist es uns bislang nicht gelungen, Mitglieder zu finden, die bereit sind, sich in den Vorstand wählen zu lassen.“ Auch Bürger, die dem Verein nicht angehören, seien gefragt worden, ob sie einen Posten übernehmen möchten – natürlich nach Eintritt in den Verein. Sollte sich bis zur Versammlung tatsächlich niemand finden, könnte es das Aus für Verein bedeuten. „Das wäre so schade, denn den Verein hat nicht nur Tradition in Oldendorf und Ahrenfeld“, sagt die Schatzmeisterin. Das Rote Kreuz fördere die Gemeinschaft und trage wesentlich zur Geselligkeit bei.

Die Auflösung wäre ein weiterer schwerer Schlag für die Rotkreuzler in der Region. Der erste schwere Schlag sei der Tod von Cornelia Hessing im Juni vergangenen Jahres gewesen. Sie hatte den Verein 33 Jahre als Vorsitzende geprägt. Ihr Tod habe eine große Lücke hinterlassen, auch im Vereinsleben. Ihr Amt ist seitdem vakant. Da inzwischen die stellvertretende Vorsitzende und die Schriftführerin signalisiert haben, ihre Posten niederzulegen, müssten in der Versammlung auch diese Ämter neu besetzt werden.

„Wir können nur hoffen, dass sich jemand findet und der aus derzeit 180 Mitgliedern bestehende Verein nicht den Bach runtergeht“, betont Ilona Homann. Als Beispiel für eine „Rettung in letzter Sekunde“ nennt sie die Situation des DRK-Ortsvereins Benstorf vor zwei Jahren. Dieser stand kurz vor der Auflösung, die dann aber noch abgewendet werden konnte. Ähnlich ging es dem DRK-Ortsverein Osterwald vor drei Jahren. Nachdem die Vorsitzende ihren Posten niederlegt hatte, war ihr Amt vakant, ebenso das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden. Vor der Auflösung wurde der Verein schließlich von drei Frauen gerettet, die sich bereit erklärten, den Vorsitz als Trio zu führen.

„So könnte es bei uns auch laufen“, überlegt Ilona Homann. Die Verantwortung und die Arbeit würde dann auf drei Vorsitzende verteilt werden. Wer möchte zu dem Trio dazugehören? Wer stellt sich zur Verfügung als Schriftführerin? Oder als Schriftführer, denn männliche Mitglieder sind natürlich auch willkommen. Ein Beispiel ist der DRK-Ortsverein Coppenbrügge, der seit einigen Jahren von Klaus Münchhausen geleitet wird.

Die Jahreshauptversammlung des DRK-Ortsvereins Oldendorf/Ahrenfeld findet am 19. April, ab 18 Uhr im Pfarrhaus Oldendorf statt.

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