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Wie geht es weiter im Freibad Wallensen? Kommunalaufsicht fordert Gestaltungskonzept

Dritte Saison ohne Betrieb

Wallensen. Seit zwei Jahren ist das Thermal- und Solefreibad Wallensen geschlossen, seit zwei Jahren wird darüber diskutiert, wie es weitergehen könnte – jetzt geht das Freibad in die dritte Saison ohne Betrieb. Ursprünglich war geplant, in diesem Jahr auf dem Grundstück nach Sole zu bohren und einen Solebrunnen einzurichten. 12 000 Euro waren dafür bereits in den Haushalt der Gemeinde Salzhemmendorf eingestellt, jedoch vom Landkreis Hameln-Pyrmont als Kommunalaufsichtsbehörde postwendend wieder einkassiert worden.

veröffentlicht am 20.04.2015 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:02 Uhr

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Matthias Aschmann

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Matthias Aschmann Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Der Haushalt 2015 wurde mit einem Gesamtbetrag der vorgesehenen Kreditaufnahmen für Investitionen und Investitionsförderungsmaßnahmen bis zu einer Höhe von 232 100 Euro uneingeschränkt genehmigt (wir berichteten). „Die darüber hinausgehende Kreditermächtigung bis zum Gesamtbetrag von 244 100 Euro, das entspricht 12 000 Euro, wird unter der aufschiebenden Bedingung genehmigt, dass diese Kredite erst in Anspruch genommen werden dürfen, wenn für die Investitionsmaßnahme Bau eines Solebrunnens, Freizeitanlage Wallensen, ein abschließendes Umgestaltungskonzept für die Freizeitanlage sowie ein vom Landrat als tragfähig anerkanntes Finanzierungskonzept, das die Belastung für den Haushalt des Fleckens Salzhemmendorf unter Berücksichtigung aller Folgekosten für das laufende sowie die Folgejahre beinhaltet, vorgelegt wird“, entschied die Kommunalaufsicht. Der Trägerverein reagierte zunächst verunsichert – ehe bei einem gemeinsamen Treffen mit Kreiskämmerer Carsten Vetter und Gemeindebürgermeister Clemens Pommerening jetzt die Zielrichtung vorgegeben wurde. Eine Sanierung des maroden 50-Meter-Beckens ist angesichts der Kosten in Höhe von rund 350 000 Euro nicht realisierbar und daher vom Tisch. Ebenso wird es einen Freibadbetrieb wie in der Vergangenheit nicht mehr geben. Erklärtes Ziel ist es, das Bad zu einer Freizeitanlage mit kleinem Solebad umzugestalten und entsprechend zu nutzen. Das wäre eine Besonderheit und ein Alleinstellungsmerkmal, das man gut vermarkten könnte, erklärt Pommerening. Den Kostenrahmen gibt der Landkreis vor: 150 000 Euro – wenn denn 50 000 Euro davon über Sponsoren, Spenden, private Investoren und über den Trägerverein finanziert würden. 100 000 Euro sind laut Pommerening offenbar die Schmerzgrenze, die der Landkreis „mit Bauchschmerzen“ mittragen könnte.

Der Ball liegt nun beim Trägerverein Freibad Wallensen, der ein neues Konzept mit kleinem Solebad erarbeiten soll. Nach Angaben des Vorsitzenden Andreas Dörries wird ein Planer mit ins Boot geholt, um in den nächsten maximal 16 Wochen ein Ergebnis vorzulegen. Die Gemeinde Salzhemmendorf sei in die Planung mit eingebunden. Geprüft werden soll auch, was von den Vorstellungen und Ideen der Studentengruppe um Professor Dr. Michael Rode von der Leibniz Universität Hannover in das Konzept einfließen kann. Wie berichtet, hatten die Studenten bereits Vorschläge zur Umgestaltung des Freibades ausgearbeitet. Der Kostenrahmen setzt hier aber klare Grenzen. Pommerening drängt zur Eile: Bereits zu den Haushaltsberatungen im Herbst sollte das Konzept stehen.

2 Bilder
Derzeit wenig einladend: Der Aufenthaltsraum im Bad.


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