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Generationswechsel im Vorstand des CDU-Gemeindeverbandes Salzhemmendorf

Doris Severith löst Eckhard Füllberg ab

Salzhemmendorf. Nach jahrzehntelanger Vorstandsarbeit im Salzhemmendorfer CDU-Gemeindeverband wollte die Führung um Eckhard Füllberg nun die Verantwortung für die knapp 80 Mitglieder in jüngere Hände legen – mit Erfolg. Doris Severith übernimmt den Vorsitz, ihr zur Seite stehen mit Eric Möhle ein junger und mit Friedrich Lücke ein älterer Stellvertreter. Das ergaben die Vorstandswahlen. Komplettiert wird der Vorstand durch Schriftführer Andreas Krause sowie Kassenwartin Susanne Meyer. Beisitzer sind Lutz Hesse, Friedrich-Wilhelm Knust, Horst Wichmann, Marita Schütte, Christina Lönnecke, Eckhard Füllberg und Axel-Michael Wahner.

veröffentlicht am 31.03.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 18:21 Uhr

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Autor:

Christian Göke
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Mit der politischen Arbeit zeigte sich Füllberg sehr zufrieden. So habe man die Bürgermeisterwahl mit dem parteilosen Clemens Pommerening eindeutig gewonnen und dabei mit fast 70 Prozent ein Traumergebnis erzielt. Diesen Schwung will der Gemeindeverband laut Füllberg in das nächste Jahr mitnehmen und dort bei der Kommunalwahl gute Ergebnisse einfahren. Dazu wolle man auch junge Menschen an die Politik heranführen und nach Möglichkeit als Kandidaten aufstellen. Füllberg appellierte an die Mitglieder, junge Menschen für die Arbeit in der Politik zu begeistern.

Der scheidende Vorsitzende erinnerte in seinem Rechenschaftsbericht an eine umfangreiche Basisarbeit mit vielen Aktivitäten. „Bundesweit läuft es derzeit so gut wie nie. Wir haben 70 Jahre Frieden, niedrige Arbeitslosigkeit, sprudelnde Steuereinnahmen und daraus resultierend eine schwarze Null im Bundeshaushalt“, so Füllberg. Trotzdem gebe es in der Gemeinde Probleme, die zu bearbeiten seien. Die geplante Stromtrasse Suedlink, Schulstandorte und eine Gütertransitstrecke stünden intensiv in der Diskussion, zugleich werde nach Lösungen gesucht.

Friedrich-Wilhelm Knust, Fraktionschef der CDU im Gemeinderat, zeigte in seinem Abriss der politischen Arbeit auf, welche Felder die Fraktion besonders beschäftigt hat oder noch beschäftigen wird. Allen voran stehe die nach wie vor schlechte finanzielle Situation der Gemeinde. Auch im 13. Jahr hintereinander sei der Haushalt nicht ausgeglichen, seien mittlerweile 24 Millionen Euro an Schulden angehäuft worden. „Jedes Privatunternehmen wäre bei solchen Zahlen schon dreimal pleite“, so Knust. Hinzu komme noch ein Investitionsstau bei Straßen und Brücken in Höhe von mehreren Millionen Euro. Im Bauausschuss sei zum Beispiel erwähnt worden, dass alleine die dringend anstehende Sanierung einer Brücke in Thüste Kosten in Höhe von rund 400 000 Euro verursachen würde. „Da kommt richtig was auf uns zu“, mahnt Knust. Kritik äußerte er vor allem am Landkreis, der nach seiner Meinung die Gemeinden gerade bei der Kinderbetreuung nicht genug unterstützt. Hier liefen pro Jahr 1,2 Millionen Euro Kosten für die Gemeinde auf, die den Haushalt massiv belasten würden. Das „kleine Pflänzchen Tourismus“ ist aus seiner Sicht durch Vorhaben wie Suedlink oder die Gütertransitstrecke auch stark bedroht.

Stellung bezog er zum Feuerwehrstützpunktbau in Oldendorf und zum Freizeitgelände in Wallensen. In Oldendorf favorisiert die Fraktion laut Knust nach wie vor ein neues Gebäude und keinen Anbau an die Grundschule. Die Fraktion gehe davon aus, dass die Kosten bei einem Anbau höher wären, als bei einem Neubau. Im Zusammenhang mit dem Freizeitgelände in Wallensen kritisierte Knust das Vorgehen der Mehrheitsgruppe aus SPD, Grünen und FWS, die 12 000 Euro für eine Bohrung in den Haushalt eingestellt habe, obwohl die Kommunalaufsicht sehr deutlich auf das fehlende Finanzierungskonzept hingewiesen habe. „Hier war absehbar, dass das nicht genehmigt wird“, betonte Knust.

Planungssicherheit haben aus seiner Sicht jetzt die Eltern von Schulkindern im Flecken. Mit der im Zweijahresrhythmus beabsichtigten Begutachtung der Kinderentwicklungszahlen könnten die Eltern sicher sein, dass ihre Kinder ihre Schulzeit immer in der Grundschule zu Ende bringen können. Eine alleinige Grundschule im Flecken in Salzhemmendorf schließt er aus, da diese die notwendigen Kapazitäten für die derzeitigen Schülerzahlen nicht habe und sonst eine hohe Investition notwendig wäre.



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