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Zu Hause beim Landratskandidaten der Unabhängigen: Behagliches Eigenheim in Wangelist

Die Schmidtchens sind am liebsten in der Laube

Hameln. „Mir gibt mein Zuhause die Stärke, die ich für meine berufliche Tätigkeit brauche“, sagt Hermann Schmidtchen. „Aber auch bei allen Schwierigkeiten mit den Unabhängigen“, fügt der Landratskandidat dieser Wählergruppierung mit einem verschmitzten Lächeln hinzu und greift zur Kaffeetasse.

veröffentlicht am 09.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 12.01.2017 um 22:06 Uhr

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Der gebürtige Rintelner lebt seit 1994 im Hamelner Ortsteil Wangelist – im Geburtshaus seiner Ehefrau Sigrid. Ein Passat-Kombi und ein Golf parken in der Einfahrt. Rund 150 Quadratmeter Wohnfläche und einen 400 Quadratmeter großen Garten nennen die Schmidtchens in der Straße Am Riepenbach ihr Eigen. „Wir haben das Haus ausgebaut und fühlen uns hier ausgesprochen wohl“, sagt der Hausherr und zeigt mit Stolz auf seine Gartenlaube, die er „unterm Apfelbaum“ getauft hat, weil ein riesiger Baum Bestandteil der Hütte ist. Dort hat Amateurfunker Schmidtchen, Inhaber der großen Lizenz, seine Anlage installiert, um Gespräche mit Funkamateuren rund um die Welt zu führen. „Aber ich mache das kaum noch, führe im Jahr höchstens noch zehn Gespräche. Meine Frau und ich sitzen hier aber oft, um Karten zu spielen. Meist Rommé oder artverwandte Spiele, denn obwohl ich viele Jahre bei der Bundeswehr war, kann ich weder Skat noch Doppelkopf“, bekennt der ehemalige Offizier und Maschinenbau-Ingenieur.

Der Lieblingsplatz der Schmidtchens ist ebenfalls im Garten, genauer: unter dem wilden Wein. „Mit dem Blick aufs Holz“, wie Schmidtchen unterstreicht. Damit beheizt er im Winter den Kaminofen, der das Herzstück des Wohnzimmers ist. Massive Holzmöbel und eine blaugraue Couch-Garnitur sorgen für Behaglichkeit. An den hell tapezierten Wänden Stillleben unbekannter Künstler. Im Wohnzimmer haben die Schmidtchens auch ihren Esstisch platziert, an dem des Öfteren die 41 Jahre alte Tochter nebst Schwiegersohn und ihren beiden Kindern Platz nimmt. An diesem Tisch spielt das Paar auch Karten, wenn es für gemeinsame Abende in der Gartenlaube zu kalt geworden ist.

Wenn sich der Hausherr nicht um die Blumen, Sträucher und Obstbäume in seinem Garten kümmert, in dem auch eine 38 Jahre alte Schildkröte ihren Auslauf hat, verbringt er die meiste Zeit des Tages in seinem großen Arbeitszimmer mit Glasgiebel im ersten Stock. Dort angrenzend befindet sich auch die hauseigene Sauna. „Meine Frau sagt immer, ich sei ein Messie, weil ich nichts wegschmeißen kann. Und ich muss zugeben, tatsächlich jede Dose und Schraube zu horten“, sagt Schmidtchen beim Betreten seines Reichs. Überall liegen Wahlutensilien herum. Am Fenster ein Schreibtisch mit Laptop. „Ohne PC kann ich mir ein Leben gar nicht mehr vorstellen. Ich bin ein Powerpoint-Fan und recherchiere viel im Internet. Mindestens zwei Stunden täglich“, sagt der Pensionär, der jeden Morgen zwischen 8 und 9 Uhr aufsteht und noch an der Technischen Akademie unterrichtet. In seinem Arbeitszimmer widmet sich der Landratskandidat der Unabhängigen auch seiner Briefmarkensammlung aus der Bundesrepublik und der von ihm bevorzugten technischen Literatur.

Auch in der Küche kennt sich Schmidtchen aus. Er hat das Kaffee- und Eierkochen übernommen. Ansonsten wirkt er am Herd unterstützend, „denn ich bin an guten Speisen interessiert. Aber das geht nur mit meiner Frau“, wie er begründet und zugibt: „Ich beschränke mich dann auf einfache Handreichungen wie Zwiebel schälen und so.“ Mit einer Ausnahme: Wenn es um die Zubereitung frischer Pilze geht, bringt auch Schmidtchen sich ein. Er und seine Frau sind begeisterte Sammler von Steinpilzen, Pfifferlingen und Maronen. „Wir sind quasi nach Hameln zurückgekehrt, weil wir hier alle Pilzstellen im Riepen und im Klüt kennen. Die haben wir schon von den Eltern“, verrät Schmidtchen, ohne weiter ins Detail zu gehen. Er ist inzwischen 42 Jahre mit seiner Sigrid verheiratet. 1968 hat sich das Paar kennengelernt. „Im Freibad Bösingfeld“, wie sich Schmidtchen erinnert.

Auch dem Fernsehen widmet sich das Ehepaar, das so viel wie möglich gemeinsam unternimmt, wenn nichts anderes auf dem Terminplan steht. Schmidtchen outet sich als Tatort-Fan, versucht, nach Möglichkeit keine Folge des Sonntags-Krimis zu verpassen. „Aber auch politische Sendungen interessieren mich“, erzählt Schmidtchen, der sich ansonsten gern mit jüngeren Menschen umgibt. „Das hält mich fit“, gesteht er. Und an oberster Stelle stehen dabei seine beiden fünf und zehn Jahre alten Enkelkinder.

Hermann Schmidtchen am Funkgerät in seiner Gartenlaube,die er um einen Apfelbaum gezimmert hat. Es ist der erklärte Lieblingsplatz des Landratskandidaten der Unabhängigen.

Foto: HW



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