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Mostfest mit Kunsthandwerk und Livemusik am 23. September

Die Saftpresse steht kaum still

OCKENSEN. In diesem Jahr gibt es Äpfel, Birnen und weitere Obstsorten in Hülle und Fülle. Für die Mosterei Ockensen ist die „gigantische Ernte“ eine echte Herausforderung – von frühmorgens bis spätabends wird Obst zu Most verarbeitet. Trotz der vielen Arbeit wird aber wieder ein Mostfest veranstaltet, am 23. September.

veröffentlicht am 19.09.2018 um 17:05 Uhr

Die Saftpresse steht derzeit kaum still, denn: „Die Obsternte war gigantisch“, bilanziert Olfaf Seifert. Foto: sto
Stolte Christiane

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Christiane Stolte Reporterin
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Jeder weiß: Äpfel sind gesund. Regelmäßig gegessen, sollen sie das Wohlbefinden steigern. Im Apfel schlummern 300 gesunde Inhaltsstoffe – unter anderem Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und leicht verdauliche Kohlenhydrate. Am gesündesten sind alte Apfelsorte wie beispielsweise „Berlepsch“, „Boskoop“, „Ingrid Marie“, „Jakob Lebel“, „Kaiser Wilhelm“, „Gravensteiner“ oder „Renette“.

Die Liste könnte beliebig fortgesetzt werden, denn alte Apfelsorten gibt es in Hülle und Fülle. Einer Studie nach sind sie deswegen gesünder als neue Apfelsorten, weil sie noch Polyphenole enthalten. Aus den neuen Sorten ist dieser sekundäre Pflanzenstoff fast vollständig herausgezüchtet, weil er Äpfel sauer macht und schneller braun werden lässt. Gerade die Polyphenole sollen aber das Apfelallergen unschädlich machen, das immer mehr Menschen zu schaffen macht, so die Studie. Am gesündesten sind Äpfel roh und ungeschält, denn 70 Prozent der gesunden Stoffe stecken in der Schale und unmittelbar darunter. Auch als Durstlöscher ist die zur Pflanzengattung der Kernobstgewächse aus der Familie der Rosengewächse gehörende Frucht bestens geeignet.

„Saft aus alten Apfelsorten liegt voll im Trend und wird zusehends beliebter“, weiß Olaf Seifert, Betreiber der Mosterei Ockensen. Seine Kunden bringen ihm Äpfel und andere Obstsorten aus ihren eigenen Gärten und lassen die Früchte an Ort und Stelle pressen. Da sie bei dem Vorgang zuschauen dürfen, können sie verfolgen, dass auch tatsächlich ihr eigenes Obst in die Tüte kommt. „Das ist mir sehr wichtig, deshalb nehme ich die etwas längere Anfahrt in Kauf“, so Kundin Nicole Jarosch aus Bad Münder.

Zu den vielen Stammkunden, die in der Mosterei Äpfel aus dem eigenen Garten zu Most pressen lassen, zählt Nicole Jarosch. Foto: sto

In diesem Jahr gibt es Äpfel, Birnen und weitere Obstsorten in Hülle und Fülle. „Die Ernte ist gigantisch“, betont Seifert. Kein Vergleich zum vergangenen Jahr, in dem die Saftpresse öfter stillstehen musste, weil Obst Mangelware gewesen sei. Die Natur habe alles wieder gutgemacht und den Verbrauchern Obst im Übermaß geschenkt.

Für Olaf Seifert und sein Team ist die „gigantische Ernte“ eine echte Herausforderung – von frühmorgens bis spätabends wird Obst zu Most verarbeitet. Ein langer Arbeitstag. Press-Stress pur. Aber alles halb so schlimm, denn: „Was zählt, ist am Ende das gesunde Produkt“, betont der Mosterei-Betreiber.

Trotz der vielen Arbeit wird aber auch in diesem Jahr wieder ein Mostfest veranstaltet. Am kommenden Sonntag, 23. September, ist es so weit. Von 11 bis 18 Uhr laden Olaf Seifert und Constanze Wittig zum „14. Mostfest“ ein. Schaupressen, Stände mit Kunsthandwerk, Livemusik und eine Fotoausstellung unter dem Motto „Die Mosterei und das Café im Wandel der Zeit“, stehen ebenso auf dem Programm wie diverse Aktionen mit dem Nabu und ein buntes Programm für Kinder. Eine Strohburg allerdings wird es diesmal nicht geben, da Stroh durch den lang anhaltenden Sommer zur Mangelware geworden ist. Die Musik wird gestaltet von den Jagdhornbläsern Salzhemmendorf, der Band „Crazy Skifflemen“ und dem Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Wallensen.



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