weather-image
21°

„Ritter Rost“ ist mit dabei – erstmals vier Stücke auf der Freilichtbühne in Osterwald

Die neue Saison bietet auch Schrott

OSTERWALD. Sie haben lange ein Geheimnis daraus gemacht. Jetzt steht das Programm der Freilichtbühne in Osterwald fest. Erstmals wird es vier Stücke in der Saison geben, darunter auch „Ritter Rost“.

veröffentlicht am 12.01.2017 um 17:03 Uhr

Das ist das Spielleiterteam des Jugendensembles. Von links: Valerie Kutscher, Marie Maschke, Falk Appold, Lisa Biskup und Luc Appold haben sich mit allen Utensilien ausgestattet, die zur Detektivarbeit gehören - einschließlich einer Tafel Schokolade.

Autor:

Chrsitane Stolte
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Bereits während der Saison 2016 hatte das Team der Osterwaldbühne die Stücke für die Saison 2017 ausgewählt. Verraten wurde aber noch nichts. Auch bei hartnäckigem „Bohren“ gespannter Zuschauer war Schweigen im Walde angesagt. „Das Geheimnis wird erst am 11. Januar gelüftet. Bis dahin müsst ihr euch noch gedulden“, wurden klein und groß vertröstet. Der 11. Januar war im vergangenen Jahr zum „Enthüllungstag“ auserkoren worden – egal, auf welchen Wochentag er fällt. Nun war es endlich so weit. Um es gleich vorwegzunehmen: Die kommende Saison der Freilicht- und Waldbühne verspricht Spannung, Heiterkeit, Musik, aber auch ganz viel Schrott. Warum, wird nachfolgend erklärt.

Auf dem Programm stehen zum ersten Mal vier verschiedene Stücke – ein Nachmittagsstück für Kinder, ein Abendstück für Erwachsene, ein Stück von Jugendlichen für Jugendliche und ein Stück für die ganze Familie – nämlich die Revue „Schlager lügen nicht“, die wegen des großen Erfolgs im vergangenen Jahr erneut auf den Spielplan gesetzt wurde. „Weil es so schön war“, betont Pressesprecherin Claudia Höflich. Der Nachschlag mit sechs Vorstellungen lässt die Sommersaison 2017 im September ausklingen. Gemeinsam mit dem Publikum möchte das Bühnenteam es dann noch einmal „richtig krachen lassen“.

Gestartet in die Saison wird am Pfingstsamstag, 3. Juni, 15.30 Uhr. Für 17 Aufführungen, die letzte ist am Sonntag, 27. August, verwandelt sich die Bühne in ein „Schrottland“, in dem „Ritter Rost und der Schrottkönig“ wohnen. Zum Inhalt des bezaubernden Ritter-Rost-Krimis mit Big-Band-Songs: Auf der „Eisernen Burg“ des Ritters und im gesamten Schrottland fehlen plötzlich auf unerklärliche Weise jene Schrauben und Nieten, die das Blech eigentlich zusammenhalten sollen. Als Dieb wird der obskure Schrotthändler Schredder entlarvt. Während Ritter Rost dem vermeintlichen Übeltäter hinterherjagt, sehen Burgfräulein Bö und Drache Koks genauer hin. Was sie entdecken, wird noch nicht verraten. „Das Musical von Jörg Hilbert und Felix Janosa auf die Bühne zu bringen, stellt uns vor einige Herausforderungen“, betont Claudia Höflich, die gemeinsam mit Marc Telgheder für die Spielleitung zuständig ist. Seit November tüfteln die Bühnenbauer an dem Bau der Eisernen Burg und suchen Schrott für die Kulissen. Aber auch die Bühnenschneiderinnen haben es nicht leicht. Wie beispielsweise wird ein Kostüm genäht für einen Ritter, der den Körper einer Registrierkasse hat? Dass beim Tüfteln und Umsetzen der Ideen viel gelacht wird, versteht sich von selbst.

Die Premiere des Abendstücks findet statt am Freitag, 30. Juni, 20 Uhr. Unter der Regie von Frauke Höflich und Anja Simon wird der Comedy-Thriller von Norman Robbins „Schau nicht unters Rosenbeet!“ auf die Bühne gebracht – bis zum 29. Juli insgesamt zwölfmal. Zum Inhalt des schwarzhumorigen Spektakels: Die Familie Henks besteht aus merkwürdigen Leuten. Dora ist eine Giftmischerin, Lucien ein Choleriker, Marcus hält sich für Cäsar, Monika ist ein mannstolles Weibsbild und Oliver lebt im Keller und hält sich für einen Werwolf. So unterschiedlich die Geschwister sind, eine Leidenschaft verbindet sie – das Morden. Als das schwerreiche Familienoberhaupt stirbt, die Kinder im Testament aber nicht bedacht sind, beginnt eine mörderische Familienfehde, ein Verwirrspiel, bei dem es für alle um Leben und Tod geht.

Viel Spannung verspricht auch die Produktion des aus Falk und Luc Appold, Lisa Biskup, Valerie Kutscher und Marie Maschke bestehenden Jugendensembles. In gemeinsamer Regie werden die jungen Leute den Krimi „Ein Fall für TKKG – Im Schloss der schlafenden Vampire“ auf die Bühne bringen. Premiere ist am Freitag, 4. August, 17 Uhr. Bis zum 13. August sind sechs Vorstellungen zu sehen. Zum Inhalt: Gaby will auf Schloss Prinzenruh ihrer Freundin Julia bei einer Studie über Fledermäuse behilflich sein. Kaum haben sich die Mädchen im Schloss einquartiert, bemerken sie verdächtige und unheimliche Vorgänge. Zum Glück sind Tim, Karl und Klößchen nicht weit. Und gemeinsam schaffen es die Freunde, einem grimmigen Schlossherrn zu trotzen, sich mutig einem Vampir entgegenzustellen und dabei einen kniffligen Kriminalfall zu lösen.

Die Geschichte von Stefan Wolf wird in einer Bühnenbearbeitung von Kai Schwind gezeigt. Die fünf jungen Spielleiter sind auch wie im vergangenen Jahr selbst verantwortlich für den Bühnenbau, die Kulissen, die Kostüme und für alles, was Theater noch so ausmacht. „2016 haben sie zum ersten Mal ein Stück auf die Bühne gebracht und ihr Können bestens unter Beweis gestellt“, blickt Solveig Everding, die Vorsitzende des Bühnenvereins, auf die damalige Inszenierung der Jugendlichen „Die wilden Hühner geben Fuchsalarm“ zurück.

Wie immer wird es auf der Osterwaldbühne auch wieder Sonderveranstaltungen geben. Eine, nämlich das Kleinkunstspektakel, ist geplant für Freitag, 11. August, 20 Uhr. Eine weitere Veranstaltung wird später bekanntgegeben. Im Winter wird im Studiotheater wieder die Erfolgskomödie „Der Vorname“ gezeigt. „Wegen der großen Nachfrage haben wir das Stück erneut auf den Spielplan gesetzt“, betont Solveig Everding.

Karten können vorbestellt werden unter 05153/96069. Nähere Informationen gibt es im Internet unter der Adresse www.osterwaldbuehne.de.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?