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Jugendliche sollen mehr Mitspracherecht erhalten

Die Kirche von morgen

HAMELN-PYRMONT/HILDESHEIM. Der Kirchenkreistag Hildesheimer Land-Alfeld hat einstimmig die Neufassung der Grundstandards im Bildungsbereich verabschiedet. Das zwölfseitige Papier setzt fest, welche Schwerpunkte der Kirchenkreis bis zum Jahr 2022 in der Bildungsarbeit setzen will – von der Kita über die Schule und die Jugendarbeit bis zu Angeboten für Erwachsene.

veröffentlicht am 02.11.2017 um 16:37 Uhr

Einstimmiges Votum für den Wechsel der Trinitatis-Gemeinde Sehlem in die Region Bad Salzdetfurth. Foto: ran
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Ralf Neite Reporter
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Die Kirchenkreisjugendwartin Andrea Gärtner, Alfelds Schulpastor Dr. Matthias Günther, die Kita-Leiterinnen Anke Schnüll aus Bisperode und Anke Zauritz aus Bockenem, Pastorin Evelyn Schneider aus Elze und Sabine Schommartz, die Pädagogische Leitung der evangelischen Kitas, haben das Konzept erarbeitet. Eine der großen Herausforderungen evangelischer Bildungsarbeit liegt darin, dass bei den Kindern kaum noch Kenntnisse über religiöse Inhalte und christliches Leben vorhanden sind. „Traditionsabbruch“ heißt eines der Stichworte im Papier.

Weiteres Topthema war ein Wechsel: Die evangelische Trinitatis-Gemeinde Sehlem bekommt ein neues Zuhause. Sie schließt sich in einer „pfarramtlichen Verbindung“ mit den Gemeinden Bodenburg-Östrum zusammen und wechselt damit von der Gemeinderegion Börde in die Region Bad Salzdetfurth.

„Entscheidend sind die Lebensbezüge der Menschen, sagte der Salzhemmendorfer Pastor Thomas Müller als Vorsitzender des Finanz- und Planungsausschusses.

Breiten Raum in der Sitzung nahm die neue Kirchenverfassung ein, die sich die Landeskirche Hannovers zum 1. Januar 2020 geben will. Superintendent Christian Castel aus Elze ist Mitglied des Gremiums, das die neue Verfassung erarbeitet. „Die alte Verfassung war von 1965 und hatte die Verbindung zur Wirklichkeit unserer heutigen Kirche verloren“, sagte Castel und stellte den ersten Entwurf einer Neufassung vor.

Auf Gemeindeebene wird sich manches ändern. Die Arbeit der Ehrenamtlichen soll einen höheren Stellenwert erhalten. Die Perspektiven Jugendlicher werden stärker berücksichtigt: Sie sollen in Gremien bis hinauf zur Landessynode Mitglied werden können. Die Diskussion über den Entwurf hat begonnen.

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