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Ortsrat Osterwald verabschiedet Resolution gegen den geplanten Verlauf der Stromtrasse Suedlink

„Die Attraktivität des Bergorts würde beschädigt“

Osterwald. Ein Trassenverlauf unterhalb der Ortslage zwischen Bahntrasse und Ortsrand sei unzumutbar. Ebenso die vom Stromnetzbetreiber Tennet jüngst favorisierte Planvariante mit einem Trassenverlauf oberhalb der Ortslage auf dem Bergkamm des Osterwalds. Beide Varianten seien kontraproduktiv für den sanften Tourismus, für die Natur- und Landschaftspflege sowie für die Infrastrukturentwicklung im ländlichen Raum. Angesichts des schon bestehenden Windkraftparks, der möglichen Ferntrasse für den Schienengüterverkehr und der geplanten Ortsumgehungen im Zuge der Bundesstraße 1 würde ein Vorzugskorridor der Windstromleitung Suedlink eine massive Beeinträchtigung für Salzhemmendorf und in besonderer Weise für den Bergort bedeuten, wurde in der jüngsten Sitzung des Ortsrats Osterwalds argumentiert.

veröffentlicht am 03.11.2014 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 02:41 Uhr

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Autor:

Christiane Stolte
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Einstimmig schloss sich das Gremium der Resolution des Fleckens Salzhemmendorf an. In dieser Erklärung wird appelliert, das Landschaftsschutzgebiet St. Avold, einen 400-Meter-Sicherheitsabstand zum Ort, einen Sicherheitsabstand zur Sennhütte, Salzburg und Ikenburg, den Bebauungsplan „Photovoltaikanlage Wienerberger“ sowie die Bergbaugesichtspunkte durch vorhandene Stollen und Schächte zu berücksichtigen.

Darüber hinaus sei zu beachten, dass Osterwald mit seinen kulturellen Einrichtungen, insbesondere Freilichtbühne, Besucherbergwerk sowie durch sein gesamtes Erscheinungsbild einen wesentlichen Beitrag zur Tourismusentwicklung leiste. Für die Bürger des Ortes hätte der geplante Trassenverlauf eine massive Wertminderung der privaten Wohnimmobilien zur Folge. „Die Attraktivität des Bergorts, die für den Zuzug neuer Bürger entscheidend ist, würde unwiederbringlich beschädigt“, zitierte Marvin Döbler (SPD) aus der von allen Mitgliedern des Ortsrats Osterwald verfassten Resolution. Das Gremium appelliert an Tennet, zu prüfen, ob es machbar sei, den geplanten Trassenverlauf nördlich hinter den Berghang des Osterwalds zu verlegen. Dieser Korridor verlaufe in einem Geländeeinschnitt, sodass keine enormen Höhenunterschiede überwunden werden müssten. Die vom Rat des Fleckens Salzhemmendorf und vom Ortsrat Osterwald in der Resolution aufgeführten Beeinträchtigungen könnten somit umgangen werden.

Osterwald, 1999 und 2000 zum „schönen Dorf“ ausgezeichnet, soll nicht beeinträchtigt werden in seinem Erscheinungsbild.


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