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Spektakuläre Kunstflugvorführungen beim Flugtag in Bisperode

Die Angst fliegt nicht mit

veröffentlicht am 04.09.2016 um 17:50 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:10 Uhr

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Autor:

Ernst August Wolf
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In wahnwitzigen Manövern, Schrauben, Überschlägen und Wirbeln kommt er dem Boden immer näher. „Das macht irre viel Spaß“, sagt der 28-Jährige hinterher. „Und die G-Kräfte, die wirken ja auch nur immer ganz kurz auf den Körper ein. Da braucht man kein Bodybuilder zu sein.“

Vor allem auf „fliegerische Präzision“ käme es an, wenn man wie in Bisperode innerhalb eines Quadratkilometers Luft seine akrobatischen Kunststücke zeigen wolle. „Nein, die Angst fliegt nicht mit“, stellt Martin Pohl klar.

Der Gifhorner ist eine der Attraktionen beim diesjährigen Flugtag in Bisperode. Zu dem dem hat der Luftsportverein Hameln eingeladen. Zwei Tage bieten die Segelflieger ein buntes Programm an. „Wir sind derzeit rund 60 Aktive“, so Vereinschef Dr. Klaus Peter Gehrig. Gerade junge Leute seien im vergangenen Jahr verstärkt zu den Luftsportlern dazugestoßen. Angelockt auch durch ein Schnupperangebot, das für 200 Euro Beitrag bis zum ersten Alleinflug führt. „Eigentlich ist Segelflug ja eine Männerdomäne, aber auch junge Frauen haben scheinbar Spaß daran gefunden“, meint Gehrig.

3 Bilder
Feste Größe: Ballonfahrer Friedrich Kopmannn. Foto: eaw

Während die Modellflieger aus Lachem über ihre Flugmodelle fachsimpeln, dröhnt die russische Antonow AN-2 an den Start. Jeweils neun Passagiere können in dem 1000-PS-Monster mitfliegen. 1969 gebaut, erreicht der metallgraue Doppeldecker eine Reisegeschwindigkeit von bis zu 200 Stundenkilometern, angetrieben von einem 30000 ccm-neun Zylinder Sternmotor. Seit Jahren ist das russische Arbeitstier Stargast beim Flugtag in Bisperode.

Die Maschine dröhnt den Hang hinunter und erhebt sich vor dem Ith langsam in die Luft. Oben vor der großen Flughalle macht sich Armin Brennenstuhl aus Springe startklar. Der 58-jährige Elektro-Ingenieur ist stolzer Besitzer einer roten Pitts S2A. Die ist in Blomberg untergestellt. „253 PS und 315 Spitze“, erklärt Brennenstuhl, der seit 1984 Kunstflug betreibt. „Die schluckt so etwa 60 Liter pro Stunde“, sagt er, wobei ein Liter Flugbenzin mit gut 2,50 Euro zu Buche schlägt. Kein billiges Hobby. Die 1981 gebaute Maschine kostet rund 80 000 Euro. „Maschine und Mensch werden aber in regelmäßigen Intervallen äußerst gut durchgecheckt“, versichert Brennenstuhl.

Gemütlicher doch nicht weniger spektakulär ist das Angebot von Friedrich Kopmann aus Halle an der Weser. Der ist nicht Ballonflieger, sondern Ballonfahrer. „Westwind, also geht es heute Abend Richtung Elze“, sagt er. 3400 Kubikmeter heiße Luft gehen in seine Ballonhülle. „Heiße Lift kostet nicht so viel wie Flugbenzin“, lacht der 62-Jährige. Auch er ist wie in jedem Jahr beim Flugfest dabei.

Zahlreiche Fotos und ein kurzes Video vom Flugtag gibt es unter dewezet.de



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