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Coppenbrügger Kita in Berlin als Landessieger ausgezeichnet – für „Forschergeist“-Bundessieg reicht es nicht

Deutschlands beste Projekte

BERLIN/COPPENBRÜGGE. Es ging um Kugeln, den Bergbau, einen platten Fahrradreifen, das Summen der Bienen, Grasflecken auf der Hose oder die Frage, woher der helle Punkt an der Wand kommt: Die Telekom-Stiftung und die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ haben in Deutschland herausragende Kita-Projekte aus den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik gesucht und 16 Landessieger gefunden. In der Auswahl auch der Wladkindergarten am Ith.

veröffentlicht am 01.06.2016 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:58 Uhr

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Autor:

Felix David
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Aus diesen wurden die besten fünf Projekte als Bundessieger ausgewählt und Mittwochabend auf der „Forschergeist“-Bundespreisverleihung in Berlin verkündet. Der Waldkindergarten am Ith aus Coppenbrügge mit seinem Projekt „Lebenswelt Hummeln, Wildbienen und Honigbienen: Was brummt da in der Weide?“ gehört nicht zu den Bundessiegern.

Zur feierlichen Preisverleihung im Umspannwerk in Berlin-Kreuzberg waren rund 70 Erzieherinnen und Erzieher aus ganz Deutschland angereist, um als Vertreter der 16 Landessieger-Kitas um die zusätzliche Auszeichnung als Bundessieger zu fiebern. Zahlreiche Gäste aus Politik und Gesellschaft drückten ihnen die Daumen. Nach der Ehrung der 16 Landessieger auf der Bühne wurden die fünf Bundessieger verkündet: „Die Kugel ins Rollen bringen: Auf die Kugel, fertig, los“, Kita „Rheinau Nord“ aus Rastatt in Baden-Württemberg. „Fahrradbau“, Kita „Girotondo“ aus Bremen-Schwachhausen. „Malen mit Naturfarben“, Kindergarten „Am Campus“ aus Michelstadt in Hessen. „Mein Opa war ein Maulwurf – der Bergbau im Revier, die Arbeit und das Leben eines Bergmannes“, Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt e.V.“ aus Dortmund in Nordrhein-Westfalen. „Wo kommt der helle Punkt an der Wand her?“ Kindergarten „Wibbelstätz“ aus Hönningen/Ahr in Rheinland-Pfalz.

Zudem vergab die Jury drei Sonderpreise für außergewöhnliche Ansätze: Sonderpreis „Beobachten und Dokumentieren“: „Vom Leben eines Schmetterlings“, evangelischer Kindergarten „Hühnerfeld“ in Biberach in Baden-Württemberg. Sonderpreis „Kreativität“: „Bau eines Krachlichtmobils“, Kita „Gleimstrolche“ in Berlin. Sonderpreis „Medienkompetenz“: „Medienpädagogik mit Schwerpunkt Fotografie“, AWO-Kindertageseinrichtung „Mäuseburg“ aus Düren in Nordrhein-Westfalen.

„Naturwissenschaften, Mathematik und Technik sind ein wichtiger Teil der frühkindlichen Bildung“, sagte Forschungsstaatssekretär Rachel. „Die Projekte des ‚Forschergeist‘-Wettbewerbs zeigen, dass diese Themen überall im Alltag anzutreffen sind und das Interesse der Kinder auf sich ziehen: Es ging um den Bergbau, darum, wie man den Reifen seines Fahrrads flicken kann oder auch um den hellen Fleck an der Wand, der die Kinder faszinierte. Ich bin sehr froh zu sehen, dass so gute frühkindliche Bildungsarbeit geleistet wird.“

„Wir konnten anhand der zahlreichen Bewerbungen sehen, dass der Geist des Forschens in Kitas im ganzen Land zu Hause ist“, sagte Professor Dr. Wolfgang Schuster, Vorsitzender der Telekom-Stiftung: „Es wird viel diskutiert, wie gute pädagogische Arbeit in Kitas aussehen kann und sollte – für den Bereich Naturwissenschaften, Mathematik und Technik haben wir durch den Wettbewerb ermutigende Beispiele gefunden, die für gelebte Qualität und Kreativität in der frühen Bildung stehen.“

„Erzieherinnen und Erzieher in ganz Deutschland leisten jeden Tag wertvolle Bildungsarbeit in der Kita, die wir mit dem ‚Forschergeist‘ würdigen“, sagte Prof. Jürgen Mlynek, Vorsitzender des Stiftungsrats der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“: „Ich bin beeindruckt von den vielen großartigen Bewerbungen, durch die zum Ausdruck kommt, wie wichtig die Arbeit der pädagogischen Fachkräfte ist und wie erfolgreich sie die Fragen der Kinder in den Kita-Alltag integrieren.“

Der „Forschergeist“ ist ein bundesweiter Kita-Wettbewerb. Gesucht und prämiert werden herausragende Projekte, die Mädchen und Jungen für die Welt der Naturwissenschaften, Mathematik oder Technik begeistert haben. Am 15. Oktober 2015 startete der Wettbewerb nach 2012 und 2014 bereits zum dritten Mal. Bis zum 31. Januar 2016 konnte sich jede Kita des Landes online bewerben. Insgesamt haben sich 605 Kitas aus ganz Deutschland mit ihren Projekten beim „Forschergeist 2016“ beworben. Aus jedem Bundesland wurde ein Landessieger gekürt und auf einer großen Deutschland-Tour vor Ort in der Kita ausgezeichnet. Die Landessieger erhielten jeweils 2000 Euro, jeder Bundessieger zusätzlich 3000 Euro zur Förderung der Qualität der naturwissenschaftlichen, mathematischen oder technischen Bildungsarbeit in der Kita. Auch die Sonderpreise sind mit je 2000 Euro dotiert.



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