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Politischer Aschermittwoch in Salzhemmendorf

Der Witz will nicht wirklich gelingen

Salzhemmendorf. Den häufig angesprochenen „Welpenschutz“ gab es in diesem Jahr nicht mehr. Weder für Gemeindebürgermeister Clemens Pommerening, der selbstbewusst durch seinen zweiten Aschermittwoch als Gastgeber führte, noch für Thomas Hampe, der mit seinen „Aktiven Bürgern“ in diesem Herbst das zweite Mal an der Kommunalwahl teilnehmen wird. Insgesamt bekamen die 210 geladenen Gäste beim Politischen Aschermittwoch Matjes und Pellkartoffeln, stimmungsvolle Hintergrundmusik sowie mal mehr und mal weniger gelungenen politischen Humor serviert.

veröffentlicht am 11.02.2016 um 11:34 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:51 Uhr

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Autor:

von Maike Lina Schaper
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Die bevorstehende Wahl am 11. September, bei der Orts- und Gemeinderäte sowie der Kreistag gewählt werden, war Thema bei der politischen Talkrunde. Doch von scharfem Wahlkampf war nichts zu spüren – im Gegenteil: In großer Harmonie betonten die Vertreter von SPD (Walter Kramer), den Grünen (Dr. Wilhelm Koops) und CDU (Friedrich Lücke) ihre gute Zusammenarbeit im Rat. Politische Reibungspunkte zwischen den drei Parteien? Fehlanzeige.

Politischen Konsens gab es beispielsweise darüber, das die defizitäre Haushaltslage des Fleckens sich auch in nächster Zeit nicht ändern werde und junge Leute in der Politik für jede Partei schwer zu finden seien. Zuversichtlich waren alle Parteien, dass der bisherige Flächennutzungsplan der Gemeinde bestand hat und es keine weiteren Windkraftanlagen auf dem Gebiet des Fleckens geben wird.

Thomas Hampe von den „Aktiven Bürgern“ und Udo Stenger von der „Bürger- und Wählergemeinschaft Salzhemmendorf“ hatten als Vertreter der kleinsten politischen Gruppierungen im Gemeinderat die Außenseiterrolle inne und eckten mit der – in der Gemeinde eher unpopulären Haltung an – dass es durchaus Sinn machen könnte, mit dem Flecken Coppenbrügge über eine Fusion der beiden benachbarten Gemeinden zu sprechen.

Die Aschermittwochsstimmung im gut gefüllten Okal-Café erreichte sowohl ihren Höhepunkt als auch ihren Tiefpunkt, als der aus dem Radio bekannte „Schüssel-Schorse“ seinen kabarettistischen Auftritt aus humorvollen Geschichten über die Gemeinde und Gesangseinlagen hinlegte.

Der Comedy-Klempner aus Hannover-Ricklingen amüsierte die Anwesenden im Saal, indem er unter anderem Themen ansprach, die den Salzhemmendorfern selbst ein Dorn im Auge sind: die schlechte Verkehrsanbindung (an eigentlich alles) und die langsame Internetgeschwindigkeit, sowohl daheim als auch mobil. Womit der, wie er selbst sagt, „Gas-, Wasser-, Scheiße-“ Mann allerdings thematisch in letztere Griff, war sein Kommentar zum Brandanschlag in Salzhemmendorf: „Man sagt immer, drei Dinge müssen für einen Flugzeugabsturz zusammen kommen – in Salzhemmendendorf waren es auch drei Dinge: Pyromanie, die Freiwillige Feuerwehr und Nazis.“



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