weather-image
19°

Ein 1000-Einwohner-Ort und seine Geschichte

Das wohl kleinste Stadtfest überhaupt

veröffentlicht am 29.08.2016 um 13:51 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:17 Uhr

270_0900_11475_lkcs101_3008.jpg

Autor:

Christian Göke
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Die Wallenser sind stolz auf ihre Stadtgeschichte. 1068 wurde der Ort das erste Mal urkundlich erwähnt, auch wenn der Ort vermutlich um 900 entstand. Damals umgab die Burg „Walaburgun“ Mauer, Wall und Graben, von denen heute aber nichts mehr zu sehen ist. 1368 erhielt Wallensen durch Siegfried von Homburg die Stadtrechte erteilt, woran in Wallensen nicht nur das Stadtfest, sondern auch der Gedenkstein an der Kirche erinnert.

Mittlerweile hat das Stadtfest am letzten Wochenende schon seine 16. Auflage gefeiert, welche wie immer von dem Arbeitskreis Stadtfest organisiert wurde. Die Stände betreiben dabei immer die örtlichen Vereine, die auch die ganzen Helfer stellen. Schon ins Auge gefasst wurde von den Organisatoren um Ortsbürgermeister Karl-Heinz Grießner die Jahre 2018 und 2022 für eine Wiederholung. In der Vergangenheit tauchte eine gefälschte Urkunde auf, die Wallensen bereits 1022 erwähnte, wodurch 2022 eine „falsche“ 1000-Jahr-Feier beim Stadtfest gefeiert werden könnte. 2018 könnte der Ort dann mit einem Stadtfest die „richtige“ 950-Jahr-Feier begehen. Passend dazu hat 2022 dann auch die Feuerwehr ihren 100. Geburtstag, wodurch die nächsten Termine für die 17. und 18. Auflage wohl schon feststehen. Ob dazwischen auch noch ein Stadtfest stattfindet, wird die Dorfgemeinschaft dann in den nächsten Jahren entscheiden.

Doch vor den Überlegungen wurde nun zunächst einmal richtig gefeiert – obwohl der Termin in Konkurrenz zu anderen Feiern stand. In den vergangenen Jahren waren oft tausende Besucher zum stadtfest gekommen. Auch in diesem Jahr war das Fest ähnlich gut besucht, wenn auch aus den Hildesheimer Nachbarorten etwas weniger Zuspruch kam, da dort eben auch drei Feste in der Umgebung stattfanden.

Stimmungshöhepunkt war, wie bei jedem Fest in der Vergangenheit, auch dieses Mal der Samstagabend, als das Duo Evergreen auf der Bühne spielte und danach Lichterloh mit ihrer Feuershow für Staunen unter den Besuchern sorgten. Danach war aber noch lange nicht Schluss. DJ Clemens brachte mit moderneren Klängen Stimmung in die tanzende und feiernde Menge, die bis tief in die Nacht auf dem Gelände rund um die Kirche feierten.

Dazu genossen die Festbesucher die Leckereien an den Ständen oder etwa die Cocktails der Hütte. Schon vorher hatte am Nachmittag der Musikzug Gronau für zünftige Musik gesorgt, als die Besucher an bei der Kaffeetafel des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) den Kuchen genossen, an den Ständen klönten oder beim Kinderflohmarkt stöberten.

Den Abschluss fand das Wallenser Stadtfest wie immer am Sonntagmorgen mit einem Gottesdienst und Katervesper, wo der heimische Musikzug Wallensen aufspielte. Nicht geklappt hat es dieses Mal mit einem Besuch der befreundeten Partnergemeinde aus Holland.

Aber zum nächsten „richtigen“ oder „falschen“ Jubiläum werden bestimmt auch wieder die Holländer für Stimmung sorgen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt