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Gemeinde investiert fast 10 000 Euro in das Projekt / Nützliche Tipps gibt’s von Naturschutzbehörde

Das Wasser soll wieder zurück ins Bachbett

Coppenbrügge (gök). Bis vor kurzem war nur eine Wiese südlich des Campingplatzes in Coppenbrügge zu sehen. Vor Jahren plätscherte hier noch ein Bach Richtung Coppenbrügge, der im Waldgebiet des Ith-Nordhanges entspringt. Doch mit den Jahren hat sich die Natur so sehr ausgebreitet, dass der Bach komplett zugewachsen ist und das Wasser über die ganze Wiese den Berg heruntergeflossen ist.

veröffentlicht am 04.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 12:21 Uhr

Jürgen Krückeberg zeigt Joachim Gustke die bisher erledigten Arb
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Zusammen mit Joachim Gustke von der Akademie Überlingen entwickelte Jürgen Krückeberg vom Flecken Coppenbrügge nun ein Konzept, in dem der Bach wieder erkennbar hergestellt werden soll. Die Maßnahmen sind in vier Teilbereiche aufgeteilt. Dazu stellt die Akademie Überlingen fünf Langzeitarbeitslose, die unter fachkundiger Anleitung sich dem Projekt annehmen konnten und mittlerweile schon ganze Arbeit geleistet haben. Die Gemeindemitarbeiter zeigen sich begeistert von dem Engagement der vier über 50-Jährigen und des einen 35 Jahre alten Arbeiters. Joachim Gustke bricht in der derzeitigen öffentlichen Diskussion um die Arbeitswilligkeit von Hartz-IV-Empfängern für diese fünf Arbeiter eine Lanze: „Bei Wind und Wetter haben die fünf ihr großes persönliches Engagement bisher gezeigt. Im Bereich Garten- und Landschaftsbau ist die Möglichkeit einer erfolgreichen Arbeitsvermittlung sehr hoch. Und bei dem gezeigten Arbeitswillen bin ich mir sicher, dass auch die Lebensälteren erfolgreich vermittelt werden können.“ Gemeindebürgermeister Hans-Ulrich Peschka stellt für überzeugende Arbeitskräfte sogar ein befristetes Arbeitsverhältnis beim Bauhof in Aussicht, um einen Übergang in den Arbeitsmarkt möglichst einfach zu gestalten. „Die derzeitigen Arbeiten sind auch als Bewerbung zu sehen.“ Rund 8000 bis 10 000 Euro lässt sich die Gemeinde die Arbeiten kosten, da sie für das Projekt das Material zur Verfügung stellt. So werden beispielsweise Wasserbausteine oder Totholz in den Bachverlauf eingearbeitet, um die Fließgeschwindigkeit des Wassers zu verringern und eine Eigendynamik zu entwickeln. Damit werden einige kleine Staustellen geschaffen, in denen sich dann wieder Organismen entwickeln sollen, um das biologische Gleichgewicht in dem Bach wiederherzustellen. Des Weiteren werden auch ein vorhandenes Durchlassbauwerk und ein Rohreinlauf teilweise entfernt und naturnah gestaltet.

Bisher wurden schon Strauch- und Baumschnitt durchgeführt, Totholz und Gestrüpp entfernt. Danach wurde das Bachbett bearbeitet. In einigen Bereichen erfolgte dann schon eine naturnahe Aufweitung des Bettes, um den Selbstverlauf zu unterstützen. In der unteren Ebene soll auch eine Furt entstehen, in der Wanderer den Bach auch hautnah erleben sollen. Eventuell wird der Bach nach der Fertigstellung irgendwann später in einen Naturerlebnispfad eingearbeitet. Hier sind alle Möglichkeiten für eine zukünftige etwaige Nutzung offen. Die unmittelbare Nähe zum vorhandenen Trampel-Wanderpfad ermöglicht dem Betrachter jetzt schon ein intensives Naturerleben. Besonders hervorgehoben hat Jürgen Krückeberg auch die Zusammenarbeit mit Harald Baumgarten von der Unteren Naturschutzbehörde, der bei der Umsetzung des Projektes viele Tipps gegeben hat, ohne die so eine Umsetzung des Projektes nicht möglich gewesen wäre. Peschka hob erfreut hervor, „dass das mit Sicherheit auch nicht die letzte Zusammenarbeit mit der Akademie Überlingen war, welche in den vergangenen Projekten schon einige Menschen des Fleckens wieder in Arbeitsverhältnisse geführt hat“.

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