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Nach langer Raumsuche ist das Begegnungscafé eröffnet

„Das Miteinander stärken“

SALZHEMMENDORF. Nun hat auch die Gemeinde Salzhemmendorf ein Begegnungscafé. Am Mittwoch fand die offizielle Eröffnungsfeier statt – seit Dezember ist das Café bereits im „Testbetrieb“. Das Prinzip ist das Gleiche wie in der Nachbargemeinde Coppenbrügge: Ein Mal pro Woche sollen Flüchtlinge und alteingesessene Salzhemmendorfer dort zusammen können, miteinander reden und sich austauschen. Wird es mit der Sprachbarriere schwer, hilft Marwan Kraja als Sprachmittler aus. Der Schüler der KGS stammt selbst aus Syrien und ist mit seiner Familie vor zwei Jahren nach Deutschland gekommen. In der Gemeinde ist die Familie sehr bekannt, weil sich im vergangenen Jahr Mitschüler für ein Bleiberecht der Krajas eingesetzt haben. Mittlerweile sind sie nach Hameln gezogen. Die ältesten Söhne gehen aber weiterhin in Salzhemmendorf zur Schule.

veröffentlicht am 02.06.2016 um 11:19 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:58 Uhr

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Autor:

von Maike Schaper
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Das Beispiel der Familie Kraja zeigt, dass die Gemeinde, die in der Vergangenheit traurige Berühmtheit durch einen Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft erlangt hat, auch anders kann. Im Begegnungscafé will man diesen positiven Trend fortsetzen. Jeden Mittwoch zwischen 15 und 17 Uhr steht das evangelische Gemeindehaus in Salzhemmendorf, Kirchplatz 7, dafür auf.

Für Pastor Thomas Müller war es eine Selbstverständlichkeit das Begegnungscafé in den Räumen seiner Gemeinde unterzubringen und damit den Flüchtlingen ein Stück weit zu helfen. Über die positive Resonanz der Einrichtung in der Testphase, die seit Anfang Dezember vergangenen Jahres läuft, war Müller besonders positiv überrascht. Im Schnitt kommen nach Beobachtung von Sozialarbeiter Nico Lattermann etwa 20 bis 25 Menschen, von denen etwa 18 bis 20 Flüchtlinge sind. Lattermann leitet das Café in Salzhemmendorf und kümmert sich um Angebote, von denen sich aber viele noch finden müssen. In jedem Fall aber gibt es immer eine heiße Tasse Kaffee, etwas zu Knabbern und für eine Kinderbetreuung ist auch gesorgt. Demnächst soll es Vorträge der Flüchtlinge über ihre Heimatländer geben. Lattermann ermutigt ausdrücklich alle Salzhemmendorfer, vorbeizukommen und mit den Flüchtlingen zu sprechen, denn „es gibt keinen Grund, nebeneinander zu Leben – wir sollten das Miteinander stärken“.

Die Gemeinde Salzhemmendorf ist froh, nach langer Suche Räume für das Begegnungscafé gefunden zu haben. Bei anderen leer stehenden Wohnungen oder ehemaligen Geschäften, die die Gemeinde zuvor ins Auge gefasst hat, haben vor allem die Auflagen des Brandschutzes einen Strich durch die Rechnung gemacht.



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