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Vermessungen für die geplante Ortsumgehung Coppenbrügge-Marienau / 240 Eigentümer betroffen

Das Katasteramt nimmt Maß

Coppenbrügge. Seit Juli 2013 arbeiten Vermessungstrupps des Katasteramtes Hameln auf den Feldern nördlich und östlich von Coppenbrügge und Marienau. Ihr Einsatzbereich ist die sogenannte Umringsgrenze des Flurbereinigungsgebietes. Wie Katasteramtsleiter Manfred Feldmann erklärt, dienen diese vorbereitenden Vermessungsarbeiten dazu, den Umring für die genaue Flächenermittlung und spätere Flächenverteilung exakt zu vermessen. Über die Ergebnisse der einzelnen Abschnitte der Grenzfeststellung werden laut Katasteramt laufend Grenztermine mit den jeweiligen Grundstückseigentümern und Grenznachbarn vor Ort abgehalten.

veröffentlicht am 12.03.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 17:21 Uhr

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Vorhandene Grenzsteine werden mit alten Maßzahlen aufgesucht, fehlende Steine werden durch neue Abmarkungen ersetzt und abschnittsweise im sogenannten Grenzfeststellungsverfahren bestimmt. Ein Teil der Grenzsteine wurde zuletzt im Jahre 1872 während der Grundsteuerveranlagung für eine gerechte und zuverlässige Festsetzung der Grundsteuern vermessen. Im Gegensatz zu den bei Grundsteuervermessungen eingesetzten alten Messwerkzeugen, Messketten und Fluchtstäben kommt heute modernste Technologie zum Einsatz. Festpunkte werden zentimetergenau mit dem Satellitenpositionierungsdienst bestimmt. Mithilfe dieser Punkte können Tachymeter im Gelände frei stationiert werden, welche die Richtungen und Strecken zu Grenzpunkten sekundenschnell ermitteln. „Mittlerweile können wir diese Messroboter per Funk aus einigen Hundert Metern Entfernung vom Feldrechner aus steuern. Die Instrumente finden automatisch den am Zielpunkt aufgestellten Reflektor“, betont Feldmann.

Dennoch ist das Aufsuchen der alten Grenzpunkte mit körperlich anstrengenden Arbeiten verbunden, da zum Graben der Spaten und die Brechstange seit Jahrzehnten die Standardwerkzeuge sind. „Zum Teil heben wir manchmal Löcher bis zu einem Meter tief aus, um die durch Erdboden verdeckten Grenzsteine zu finden“, sagt Vermessungsingenieur Thomas Lossau, der zusammen mit seinen Kollegen Christian Wode, Heinz Arnke, Andrej Buj und Christian Heine die Arbeiten für die Feststellung der etwa 36 Kilometer langen Umringsgrenze durchführt. Nicht immer ist die Grabearbeit von Erfolg gekrönt, denn beim Ackern sind im Laufe der Jahrzehnte zahlreiche Grenzsteine dem Pflug zum Opfer gefallen. Dann ist großer Sachverstand erforderlich, um mit den Grenzlängen und grafischen Darstellungen aus den Grundsteuervermessungen die Grenzpunkte zu bestimmen, denn unterirdische Sicherungsmarken sind nicht üblich gewesen.

Auftraggeber der Vermessungsarbeiten und zuständig für das Flurbereinigungsverfahren Coppenbrügge-Marienau ist das Amt für Landentwicklung der Regionaldirektion Hannover im Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen (LGLN). Ziel dieser Flurbereinigung ist die Flächenbereitstellung für die Ortsumgehung und die Neueinteilung des Grundbesitzes zur Schaffung günstigerer Bewirtschaftungseinheiten. Das Flurbereinigungsverfahren hat eine Fläche von rund elf Quadratkilometern und liegt in den Gemarkungen Coppenbrügge, Marienau, Hemmendorf und Lauenstein. Eingebunden in dieses Verfahren sind 240 Eigentümer.red

Die Suche nach alten Grenzsteinen ist für Vermessungsingenieur Christian Wode (re.) und seinen Kollegen Andrej Buj mit anstrengender körperlicher Arbeit verbunden.


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