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Schwelbrand frisst sich in einem Fachwerkhaus durchs Mauerwerk

Das hätte böse enden können…

Benstorf (tis). Das hätte auch anders ausgehen können: Ein Schwelbrand in einem Fachwerkhaus in Benstorf am Kirchgraben hatte schon auf einige Holzbalken übergegriffen. Wäre der Brand, zu dem gestern Morgen die Feuerwehren Benstorf, Oldendorf und Kräfte der Feuerwehrtechnischen Zentrale Kirch-ohsen ausrückten, nicht rechtzeitig entdeckt und bekämpft worden, hätte schnell das ganze Wohnhaus in Brand geraten können.

veröffentlicht am 16.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 22:41 Uhr

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Der Hauseigentümer (44) hatte nach Polizeiangaben zunächst gegen 4 Uhr auf der Treppe im Erdgeschoss glimmende Mauer- und Holzteile gefunden und selbst abgelöscht. Zudem ließ der 44-Jährige einen Dauerbrandofen im Wohnzimmer ausgehen, der hinter der Wand an einem Schornstein angeschlossen und in Betrieb war. Der Benstorfer hatte gehofft, die Sache sei damit erledigt. Doch der Schwelbrand in der Wand, ausgelöst vermutlich durch heiße Ofenabgase in einem nicht richtig isolierten Schornstein, die die Fachwerkbalken in Brand setzten, glimmte weiter vor sich hin und breitete sich aus.

Gegen 8.40 Uhr rief der 44-Jährige, selbst aktiver Feuerwehrmann in Benstorf, Ortsbrandmeister Gerrit Schäfer an und wollte sich Löschgerät ausleihen. „Als ich vor Ort eintraf, schlugen aber aus einer Öffnung in der Wand im Treppenraum schon Flammen“, berichtet Gerrit Schäfer. Der Brandmeister ließ um 9 Uhr die Ortswehren Benstorf und Oldendorf alarmieren. Die rund 20 Einsatzkräfte löschten die Flammen und öffneten dann die Lehmwände, um nach Glutnestern zu suchen. Sie fanden einige bereits angebrannte Balken und Lehmklumpen, die entfernt wurden.

Um auch alle Glutnester aufzuspüren, forderte der stellvertretende Gemeindebrandmeister Dirk Habenicht, der zusammen mit Gemeindebrandmeister Walter Wiegmann die Einsatzleitung hatte, die Wärmebildkamera von der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Kirchohsen an. Mit dem Spezialgerät wurden Wände und Decken kontrolliert. Nur so konnte sichergestellt werden, dass auch alle Brandnester gefunden worden waren. Einige Wandbereiche mussten danach zur Kontrolle weiter geöffnet werden. Schließlich wurde ein Bezirksschornsteinfegermeister angefordert, der anordnete, dass der Schornstein vor der weiteren Benutzung neu aufgemauert werden muss. Feuerwehr und Polizei schätzen den entstandenen Sachschaden auf rund 5000 Euro. Verletzte waren nicht zu beklagen.



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