weather-image
Familie Schaeffer putzt Anwesen in Voldagsen heraus / Hofcafé soll Mitte September öffnen

Das Gut erwacht aus dem Dornröschenschlaf

Voldagsen (sto). 100 Jahre hat er nicht gedauert, der „Dornröschenschlaf“ auf dem Rittergut. Dennoch war das Anwesen längere Zeit unbewirtschaftet und sich selbst überlassen. In dem großen waldähnlichen Park konnten sich die Bäume, Hecken und Sträucher, der Rasen, die Blumen und natürlich auch das Unkraut ungestört ausbreiten. Das Areal wuchs mehr und mehr zu. „An vielen Stellen war nur schwer durchzukommen“, erinnert sich Ursel Schäffer. Mittlerweile ist ein Teil des Parks wieder in Ordnung gebracht und sein ursprünglicher Charakter zu erkennen. Wegen der lange andauernden Aufräumarbeiten musste die Familie Schäffer ihr 2009 gesetztes Ziel, so bald wie möglich ein Hofcafé auf dem von Jessica und Patrick Schäffer ersteigerten Rittergut zu eröffnen, mehrmals zurückschrauben. Nun aber ist Licht am Ende des Tunnels zu erkennen.

veröffentlicht am 05.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 02:41 Uhr

270_008_5795759_lkcs104_0509.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Der Plan nimmt sichtbare Formen an. Eine ehemalige Scheune des aus dem 14. Jahrhundert stammenden Guts wurde entrümpelt und aufwendig umgebaut zu einem Hofcafé. Das Inventar ist bereits eingeräumt. „Wir haben zwei Stilrichtungen miteinander verbunden“, erklärt Ursel Schäffer. Schwere Stühle mit Brokatsitzkissen im vorderen Bereich, leichte Korbsessel im hinteren Teil – Barock trifft auf Modern. Mitte September möchte Familie Schäffer das Café eröffnen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Während innen Lampen montiert und die Wände geschmückt werden, wird draußen im Eingangsbereich des Cafés der Boden gepflastert und im Park weiter aufgeräumt. Der Besuch des Cafés kann nämlich mit einem Spaziergang durch die zum Gartendenkmal erklärte Grünanlage verbunden werden. Zu besichtigen gibt es viel. Unter anderem eine Sonnenuhr, die Wappen der Familien von Münchhausen und von der Wense, Spruchtafeln sowie ein mit Efeu bewachsener Eiskeller aus dem Jahr 1842. Im hinteren Bereich verwandelt sich der Park in einen urigen Wald. Mittendrin „ruht“ idyllisch von Bäumen umgeben ein großer See. „Hier können unsere Gäste Tretboot fahren und angeln“, betont Ursel Schäffer. Die Tretboote sind bereits angeschafft. Die Familie hat viele Ideen. Auch das 1885 im Neorenaissance-Stil umgebaute Herrenhaus, das derzeit zum „Schäfferschen Wohnhaus“ umfunktioniert wird, soll in absehbarer Zeit touristisch genutzt werden können. „Geplant ist die Vermietung von Fremdenzimmern“, betont Robert Schäffer. Bis dahin wird es jedoch noch eine Zeit lang dauern. Oberste Priorität hat das Café – das Reich von Tochter Jessica. „Torten und Kuchen werden hausgemacht nach überlieferten Familienrezepten“, betont die 25-Jährige. Aber auch eigene Kreationen wird es geben in dem Familienbetrieb. Beispielsweise eine „Voldagser Torte“ und einen „Voldagser Käsekuchen“. In die Speisekarte aufgenommen werden darüber hinaus „Erdbeercappuccino“, selbst gebackenes Brot, selbst hergestellte Marmeladen sowie ein Frühstück, das den ganzen Tag über erhältlich ist. „Die Marmelade werden wir aus dem Obst kochen, das hier im Garten wächst“, so Ursel Schäffer. Das Hofcafé wird freitags, samstags und sonntags von 11 bis 19 Uhr geöffnet sein. Auch Familienfeiern sind möglich.

270_008_5795753_lkcs101_0509_1_.jpg
  • Letzte Arbeiten im Hofcafé: Martin Marcin hängt Lampen auf. Ursel Schäffer, Jessica Schäffer und ihre fünf Monate alte Tochter Hannah schauen zu.


Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt