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Straßenverkehrsamt lehnt Bürgervorschläge zur Verbesserung der Verkehrssituation in Benstorf ab

„Das Ärgerthema bleibt uns erhalten“

Benstorf. „Muss tatsächlich erst ein schwerer Unfall passieren, damit eine brenzlige Verkehrssituation von den Behörden entschärft wird?“, fragt Rudolf Heuer. Benstorfs Ortsbürgermeister ist enttäuscht über eine, wie er sagt, niederschmetternde Mitteilung des Straßenverkehrsamts Hameln: In Höhe der Brücke in Richtung Mehle wird alles beim Alten bleiben – verkehrsberuhigende Maßnahmen, in welcher Form auch immer, werden von der Behörde nicht für erforderlich gehalten. „Somit bleibt uns unser ewiges Ärgerthema leider weiterhin erhalten“, bedauert der Bürgermeister.

veröffentlicht am 13.09.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 05:21 Uhr

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Autor:

Christiane Stolte
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Bereits seit vielen Jahren beklagen die Benstorfer, dass viele Lkw- und Pkw-Fahrer auf der B 1 aus Richtung Mehle kommend das Ortsschild von Benstorf mit oftmals unangemessen hoher Geschwindigkeit passieren und auf der abschüssigen Strecke viel zu schnell unter der Brücke hindurchfahren, so Heuer. Viele übersehen dabei anscheinend, dass sie sich bereits innerhalb des Ortes befinden. Der Bereich werde somit zu einer Gefahrenquelle für alle anderen Verkehrsteilnehmer. „Auch für Radfahrer und Fußgänger, die die kurvenreiche Straße überqueren wollen“, weiß der Bürgermeister aus eigener Erfahrung.

Besonders gefährdet aber seien Anwohner, die mit ihren Autos aus der Garageneinfahrt auf die Straße biegen möchten. Fast täglich komme es hierbei zu brenzligen Situationen. Vollbremsungen seien keine Seltenheit – vor allem dann, wenn 30- oder 40-Tonner mit viel zu hoher Geschwindigkeit in den Ort hineinfahren. Ein schnelles Abbremsen dieser Fahrzeuge sei kaum möglich. Schwere Unfälle habe es bislang zwar nicht gegeben, dies aber sei nur einer Frage der Zeit. „Die Anwohner beschweren sich bei mir immer häufiger“, so Heuer. Einige hatten sich auch direkt an die Verkehrsbehörde gewandt – ohne Erfolg.

Um den Bereich so schnell wie möglich zu entschärfen, hatte sich der Ortsrat Benstorf im vergangenen Jahr einstimmig dafür ausgesprochen, einen entsprechenden Antrag an die Gemeinde Salzhemmendorf sowie an die Straßenverkehrsbehörde zu stellen. Die Vorschläge zur Verbesserung der Verkehrssituation waren: Verlegung der Ortstafel um rund 150 Meter in Richtung Mehle, Geschwindigkeitsbegrenzung etwa 150 Meter vor dem Ortseingang auf 70 Stundenkilometer, Installation eines festen Geschwindigkeitsmessgerätes und gelegentliche Geschwindigkeitsmessung durch den Landkreis oder die Polizei.

Alle Punkte wurden vom Straßenverkehrsamt abgelehnt. In dem betreffenden Bereich sei es in den vergangenen Jahren lediglich zu drei polizeibekannten Unfällen gekommen, jeweils ohne Verletzte. Somit sei die Örtlichkeit als unauffällig zu bezeichnen, argumentiert die Behörde. Aus Mehle kommend sei die Ortstafel frühzeitig und eindeutig erkennbar, zudem enge die Bahnbrücke direkt hinter der Ortstafel den Straßenverlauf optisch ein, und gleich hinter der Brücke folge eine gut erkennbare Rechtskurve, die nicht zum schnellen Fahren verleite. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung erübrige sich deshalb. Auch eine Geschwindigkeitsüberwachung sei derzeit nicht vorgesehen.

„In dieser Angelegenheit haben die Sorge und die Lebensqualität der B 1-Anlieger leider keine Berücksichtigung gefunden“, bedauerte Heuer. Auch die anwesenden Bürger reagierten verständnislos auf den Befund der Behörde.



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