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Wissenschaftler der Uni Hannover befragten Coppenbrügger und Salzhemmendorfer nach Lebensqualität

Damit die Orte nicht weiter schrumpfen

COPPENBRÜGGE / SALZHEMMENDORF. Die Resonanz der Coppenbrügger und Salzhemmendorfer auf das Angebot des Forschungsteams der Leibnitz Universität Hannover war rege. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger der beiden Flecken ließen sich am Montagnachmittag am Edeka-Markt in Coppenbrügge und dem Rewe-Markt in Salzhemmendorf danach befragen, was ihnen im Leben persönlich wichtig ist, und was ihrer Meinung nach in ihrem Ort zum guten Leben fehlt.

veröffentlicht am 19.02.2018 um 16:22 Uhr
aktualisiert am 19.02.2018 um 17:30 Uhr

Vor ihrem Einkauf konnten die Bürgerinnen und Bürger gestern auf einem Fragebogen ankreuzen, was ihnen an ihren Wohnorten gefällt und was fehlt. Foto: joa
Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Bodenwerder zur Autorenseite
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Nach Auskunft von Projektkoordinatorin Ingrid Heineking sind Coppenbrügge und Salzhemmendorf bereits 2014 als Kooperationspartner für das Forschungsprojekt der Universität ausgewählt worden. Grund hierfür sei gewesen, dass für die Orte bereits eine Machbarkeitsstudie für ein integriertes Entwicklungskonzept zur Daseinsvorsorge vorgelegen habe, so Ingrid Heineking: „Man hatte sich über das Förderprogramm Kleinere Städte und Gemeinden also schon mit dem Thema beschäftigt.“ Es folgten erste Klärungsgespräche mit dem Verwaltungen der Flecken in Hannover.

Bereits zur Halbzeit der Forschungsarbeit wurde bis jetzt deutlich: Infrastruktureinrichtungen und Versorgungsleistungen sind in ländlichen Räumen nur noch mit tatkräftiger Unterstützung der Menschen vor Ort und abgestimmt auf deren Bedürfnisse zukunftsfähig. Daher trat das Wissenschaftler-Team mit seinem bis zum Ende dieses Jahres terminierten Projekt jetzt erstmals in den beiden Hameln-Pyrmonter Gemeinden an die Öffentlichkeit heran. Die Ergebnisse aus den Befragungen sollen helfen, die Bedarfe und Angebote vor Ort zu bewerten, aber auch ganz neue Lösungsansätze zu entwickeln. Denn Kooperation mit Gemeinden heiße in diesem Forschungsprojekt nicht nur Fallbeispiel zu sein, sondern auch Akteurinnen und Akteure vor Ort einzubeziehen und konstruktives und kooperatives Engagement für neue Lösungen einzubringen, erklärt die Projektleiterin. Daneben, so Heineking, würden für Coppenbrügge und Salzhemmendorf derzeit studentische Masterarbeiten angefertigt, die sich mit dem Leerstand und dem Leerstandsmananagement beziehungsweise mit dem Umgang mit sogenannten „Schrott-Immobilien“ beschäftigen.

Die Ergebnisse des universitären Forschungsprojekts sollen zum einen allen fünf beteiligten Kommunen gegenseitig zur Verfügung gestellt werden. Ingrid Heineking: „So können sicher auch gegenseitig Anregungen zur Verbesserung von Infrastruktureinrichtungen und Versorgungsleistungen ausgetauscht werden, die in den Orten ja schon vorhanden sind.“ Zum anderen könnten die Ende des Jahres vorliegenden Forschungsergebnisse als unterstützende Argumente für Anträge für die Förderprogramme LEADER oder „Kleinere Städte und Gemeinden“ dienen, so die Wissenschaftler der Leibnitz Universität Hannover.

Mit einem Poster lockte das Wissenschaftler-Team Coppenbrügger und Salzhemmendorfer zu ihrer Daten-Erhebung. Foto: joa
  • Mit einem Poster lockte das Wissenschaftler-Team Coppenbrügger und Salzhemmendorfer zu ihrer Daten-Erhebung. Foto: joa

Die Ergebnisse der Befragung sollen am 16. April vorgestellt werden. Zu Coppenbrügge konnte Ingrid Heineking am Montag bereits sagen, dass die wenigsten angegeben haben „dass ihnen was fehlt“.

Mein Standpunkt
Joachim Zieseniß
Von Joachim Zieseniß

Demografischer Wandel und Bevölkerungsrückgang beschäftigt die Politik seit Langem. Die Bürgerinnen und Bürger haben das Wort: Im Rahmen eines universitären Forschungsprojektes wollte man von ihnen wissen, was sie von ihrem Lebens- und Wohnumfeld erwarten. Damit Coppenbrügge und Salzhemmendorf nicht weiter schrumpfen. Man darf gespannt sein, was nun Wissenschaftler für Lösungsvorschläge anbieten können.



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