weather-image
15°

An der Bundesstraße 1 entsteht der neue Firmenstandort

Container-Figna expandiert und zieht um

Coppenbrügge. Dass Coppenbrügge mittlerweile zum Eldorado für Windenergieinvestoren und zu einem gigantischen Ballungszentrum von Riesenwindrädern mutiert, ist von jedem Standort im Flecken unübersehbar. Gleichwohl, so zeigt sich aktuell am Rand der Bundesstraße 1 zwischen den Ortsteilen Coppenbrügge und Marienau, ist der Flecken auch für bodennahe und bodenständige, windunabhängige Gewerbe selbst in Zeiten des demografischen Wandels längst nicht verloren.

veröffentlicht am 18.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 17:21 Uhr

270_008_7706553_lkcs103_1804.jpg

Autor:

Ingrid Stenzel
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

„Ich freue mich“, so Gemeindebürgermeister Hans-Ulrich Peschka in der letzten Ratssitzung, „dass wir in der Kommune die Umsiedelung und Vergrößerung eines florierenden, ansässigen Gewerbebetriebes aus Voldagsen in das ausgewiesene Gewerbegebiet an der Bundesstraße 1 verkünden können.“ Die Kommune habe mit der Betriebsverlagerung des Unternehmens Container-Figna zwar keinen neuen Gewerbebetrieb an Bord der Gemeinde. Wenn sich jedoch ein bestehender Betrieb erweitere, dann spreche das für erfolgreiches regionales Wirtschaften in der Vergangenheit, für betriebswirtschaftliche Zuversicht in die Zukunft und möglicherweise für die Schaffung weiterer Arbeitsplätze. Im Übrigen sei die Umsiedlung seit Jahresbeginn in bestem Einvernehmen zwischen Verwaltung und Unternehmer gewissermaßen im Hau-Ruck-Verfahren in die Wege geleitet worden.

Seit März wird auf der weit über zehn Jahre ungenutzten Gewerbefläche in einem Bereich in der Größenordnung von 3900 Quadratmetern das Gelände ausgekoffert, werden Zäune gezogen und aktuell mindestens elf Materialboxen gemauert. In den Materialboxen sollen ab Ende Mai rund 200 bis 300 Kubikmeter Materialstoffe gelagert werden. „Diverse Kiessorten, Sand, Rindenmulch, Splitt und Mutterboden“, erklärt Firmenchef Horst Wilhelm Figna auf der Baustelle. Das Unternehmen soll für den Kunden schneller und besser erreichbar werden, werbewirksamer an der vielbefahrenen Bundesstraße sichtbar sein. Bislang liegt der Betrieb versteckt auf weniger als der Hälfte der Fläche hinter Voldagser Gutsmauern. „Wo es bei uns gerade zu dieser Jahreszeit sonnabends aussieht wie in einem übervölkerten Supermarkt – wenn beispielsweise Kunden eine Schippe Kies fehlt und alle Kieswerke dicht sind“, verweist der Unternehmer auf die räumliche Enge in Voldagsen.

Figna plant zunächst die Verlagerung seines Materiallagers von dem gepachteten Gelände hinter dem Rittergut Voldagsen auf den nun eigenen Grund und Boden. Der wird nach Einebnung mit Mineralgemisch eingeschottert. Planung und Verkauf wird er dort zunächst von einem Containerbüro führen. Die Buchhaltung bleibt vorerst in Voldagsen.

Im Gewerbegebiet an der B 1 haben die Bauarbeiten begonnen.

Projektphase eins soll im Mai abgeschlossen sein, anschließend sind vorerst bis zum Jahresende ein Büro und eine Halle für den Fuhr-, Maschinen- und Gerätepark geplant. Und dessen Entwicklung in gut 20 Jahren Firmengeschichte spricht für sich: „Mit einer kleinen Kiste, einem Minicontainer 1,5 m³, habe ich damals hier angefangen und jeder Coppenbrügger hat über mich und das Spielzeug gelacht.“ Die „kleine Kiste“ sollte wachsen und als durchschlagendes Erfolgsmodell in den Bereichen Entsorgung und Baustoffe eine Marktlücke schließen, die später durch Spezialbaggerarbeiten erweitert wurde.

Heute hat der 63-Jährige 400 Container in elf Größen und Ausführungen, vier Lkw und Radlader, die auch über die Landkreisgrenzen hinaus unterwegs sind. Horst Wilhelm Figna betont: „Und wir haben sieben Angestellte in Lohn und Brot bei einem Betriebsklima, wie es sich bestens funktionierende Familienbetriebe wünschen.“



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt