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Wie ein Termin bei einem freien Mitarbeiter Erinnerungen weckte

CCR-Revival-Band in Osterwald

OSTERWALD. „Haben Sie heute Abend Zeit?“, begrüßt mich die Redakteurin am Telefon. „In der Freilichtbühne Osterwald spielt die CCR-Revival-Band – angemeldet sind Sie schon.“ Der Autor, Baujahr 1963, kommt ins Grübeln.

veröffentlicht am 19.06.2017 um 13:52 Uhr

Auf der Freilichtbühne Osterwald: Die CCR-Revival-Band sorgt für Stimmung. Foto: cd

Autor:

Conrad Dauer
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CCR – da war doch was. Und dann fällt der Groschen: Creedence Clearwater Revival! Und noch vor dem obligatorischen Googlen brummen die ersten Songs im Kopf. „Rolling on the River“, „Have You ever seen the rain“, „I put a spell on You“; plötzlich ist das alles wieder da, obgleich ich damals eigentlich noch ein paar Minuten zu jung „für diese Ami-Musik“ war. CCR war in den Spätsechzigern und Frühsiebzigern des letzten Jahrhunderts so etwas wie Kult.

1967 gebildet, hatte Creedence Clearwater Revival in kürzester Zeit Riesenerfolge und lag zeitweise in den USA verkaufsmäßig vor den Beatles. 1972, auf ihrem Höhepunkt, trennte sich die Gruppe, frei nach dem Motto: Wenn es am schönsten ist …

Und hier schließt sich die nächste Frage an: CCR-Revival – also ein Doppel-Revival, ein Revival vom Revival? Wie geht denn sowas? Die klare Antwort darauf geben die vier Jungs auf der Bühne: Peter „Willie“ Wilcec, Rolli „The Rooster“ Reuter, Jens „Poorboy“ Petersen und Bernd „Blinkie“ Reuss zeigen den 350 Fans, wie das geht. Und es braucht nicht lange, bis die Ersten von den Bänken auf die Bänke steigen. Zwischen den Songs kommen Sprüche rüber, mit denen sich die Interpreten selbst ein wenig auf die Schippe nehmen. Eigenhumor ist angesagt und der kommt auch rüber. Alle kommen aus dem Ostwestfälischen, haben sich in der „Szene“ getroffen und zunächst einfach zusammen Mucke gemacht, weil die gemeinsame Wellenlänge stimmte. Bis dann irgendwann einmal ein Veranstalter meinte, sie sollten sich auf eine bestimmte Richtung festlegen. Und das Naheliegendste war CCR. Die Resonanz bestätigt, wie richtig diese Entscheidung war – , und man muss wirklich ganz genau hinhören, will man CCR und CCRR unterscheiden.

Eine abschließende Bemerkung des Schreibers: Die anfängliche Skepsis war schnell weg, und ich ertappte mich noch schneller dabei, im Rhythmus der Band mitzumachen. 50 plus zu sein ist also weniger schlimm als gedacht – und kann auch Spaß machen.

Und das Wetter spielte auch in Osterwald auch noch mit: „We didn’t saw some rain.“

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