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Besitzer trennen sich nach anderthalb Jahren vom Gelände am Humboldtsee

Campingplatz zu verkaufen

Wallensen. Im September 2014 hat die Familie Wittwer den Campingplatz am Humboldtsee übernommen – nun geben sie ihn wieder her. Im Internet wird die Immobilie bereits beworben, Mitte März ist Versteigerungstermin.

veröffentlicht am 24.02.2016 um 15:22 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:49 Uhr

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Autor:

von Maike Lina Schaper
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Was ist da los am Humboldtsee? Ende Dezember berichtete unsere Zeitung über die Asbest-Vorwürfe eines ehemaligen Dauercampers. Auch das Umweltamt hatte dieser eingeschaltet. Und wer sucht, der findet auch: Tatsächlich ist Asbest in der Dachabdeckung der Waschräume aus den 70er Jahren enthalten. Doch der Landkreis gibt Entwarnung. Offiziell heißt es, dass „kein ordnungsbehördliches Verfahren eingeleitet werden musste“, weil der Grundstücksbetreiber die asbesthaltigen Faserzementplatten ordnungsgemäß entsorgen würde. Ein darauf spezialisiertes Unternehmen habe diese bereits abtransportiert, sagt Immo Wittwer. Er ist der Besitzer des Campingplatzes. Seit anderthalb Jahren bewirtschaftet er diesen gemeinsam mit seiner Familie – mit Ehefrau Andrea, den vier Töchtern Lara, Nike, Nele und Kira sowie mit den Großeltern, Wilfried und Ute Wittwer. Der gemeinsame Moment ist ihnen das Wichtigste. Im Dezember erzählte Familienvater Immo lächelnd darüber, wie schön es sei, hier zu arbeiten, während seine Töchter voller Elan mit anpacken. Auch Familienältester Wilfried Wittwer ist stolz darauf, was seine Familie aus dem Platz gemacht hat. Mit leuchtenden Augen zählte er auf, was sie bereits gemeinsam verändert hatten – viel Gestrüpp musste weg, für den See gibt es jetzt Boote, die Versorgungsleitungen hat die Familie erneuert und vieles weitere. Auch die Sanitärhäuser sanierten sie selbst. Alles in Eigenleistung – Alles mit der Familie. Doch nun müssen sie ihren Platz wieder hergeben. Grund dafür: „Mein Schwiegervater Wilfried hat gesundheitliche Probleme“, sagt Andrea Witwer. „Allein schaffen wir es nicht, deswegen haben wir uns für diesen Schritt entschieden – schweren Herzens.“ Der Familie fällt es nicht leicht, aufzugeben, was sie aufgebaut haben. Aber sie setzen Prioritäten – Das ist für die Wittwers ganz klar die Familie.

Dem neuen Besitzer hinterlassen sie ein gepflegtes Grundstück mit einer dazugehörigen Betreibervilla, die sich sehen lassen kann: Imposante Eingangshalle, Marmorböden, selbst angebauter Wintergarten mit Blick über den Humboldtsee. Ein friedliches Idyll, wie der gesamte Nacherholungsbereich des Weenzer Bruchs.

Im Internet wird der Campingplatz bereits auf der Seite eines Immobilienportals beworben. Via Auktion soll das Areal am Samstag, 19. März, in einem Hotel in Berlin versteigert werden. Mindestgebot: 250 000 Euro. Dabei handelt es sich nicht etwa um eine Zwangsversteigerung. Die Wittwers haben den Verkaufsweg über die Auktion gewählt, weil er für sie der schnellere ist. Sie wollten möglichst bald Fakten schaffen und „nicht einen längeren Zeitraum in Unsicherheit leben“, sagt Andrea Witwer. „Auf dem öffentlichen Markt, hätte sich der Verkauf über Jahre hinziehen können. Die Veranstalter der Auktion hingegen können viele Interessenten erreichen, auch im Ausland.“ Was die Familie danach vor hat, das wollen sie noch sehen. Erst mal muss ein Käufer für den Platz mit den „280 Quadratmetern Gastraumfläche“ da sein, wie er im Immobilienportal beschrieben steht.

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