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Seit einem Jahr hat der Campingplatz einen neuen Betreiber

Campingplatz am Humboldtsee: Schrittweise Veränderungen

WALLENSEN. Trotz der Sommerferien ist es ruhig auf dem Campingplatz am Humboldtsee bei Wallensen. Ein Kind spielt Ball mit seinem Vater, ein anderes Vater-Sohn-Duo grillt Würstchen, ein Paar sitzt vorm Zelt und liest. Der große Ansturm an Campern sei schon zu Pfingsten da gewesen. So viele, dass sogar die Plätze mit Stromanschluss rar geworden seien, erzählt Peter Patt. Seit über einem Jahr leitet der Sachse und CDU-Landtagspolitiker den Campingplatz am Humboldtsee. Sein Partner Hans-Peter Fritsch, mit dem er im Mai 2016 startete, hat sich mittlerweile zurückgezogen.

veröffentlicht am 30.06.2017 um 13:27 Uhr
aktualisiert am 30.06.2017 um 18:16 Uhr

Der Rasen ist gepflegt, das Gesicht des Platzes hat sich aber in einem Jahr nicht tief greifend verändert. Veränderungen möchte der neue Betreiber auf dem Campingplatz am Humboldtsee „Schritt für Schritt“ herbeiführen. Foto: ms
Maike Lina Schaper

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Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
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Schaut man sich auf dem Platz um, fällt die Ordnung auf. Auf Schildern ist die geregelte Ruhezeit nachzulesen, der Rasen ist gemäht, die Wege gepflegt, der Blick auf den See zum größten Teil frei. Auf einer Wiese nahe dem Eingang stehen seit Herbst Schlaffässer, in denen Campingplatzfreunde übernachten können, die kein eigenes Zelt oder einen Wohnwagen mitbringen möchten. Die hölzernen Fässer sind urgemütlich, wenn man nicht mehr als eine Schlafmöglichkeit und einen Esstisch braucht.

Die Veränderungen möchte Peter Patt „Schritt für Schritt“ umsetzen. Sein neues Leitbild für den Platz lautet „märchenhafte Natur“. Es ist eine Mischung aus der Nähe zu Wald und Feld sowie zur Märchenstraße, die den Platz und die gesamte Gegend drum herum auszeichnet. Natur und Ruhe, das sind Pfunde, mit denen der Platz wuchern kann. Manch einer freut sich laut Patt sogar, dass er dort keinen Handyempfang hat und eben mal nicht erreichbar ist. Für alle, die es dann aber doch nicht abwarten können, ihre Urlaubsbilder von der schönen Landschaft gleich auf Facebook zu posten, gibt es jetzt immerhin WLAN im Empfangsbereich.

Patt lobt, dass der Campingplatz am Humboldtsee problemlos größere Gruppen aufnehmen kann. Trainingslager von DLRG, Feuerwehr oder kirchlichen Jugendgruppen mit bis zu 300 Leuten könnten zusätzlich untergebracht werden. Dass solche Gruppen oder Schulklassen an den Humboldtsee kommen, soll ausgebaut werden. Weitere Pläne betreffen die in die Jahre gekommenen Waschhäuser, hier soll modernisiert werden. Zudem will Patt die Trennung zwischen Dauer- und Saisoncampern ausbauen. Erklärtes Ziel des Betreibers ist es, mit weiteren Verbesserungen vier statt drei Sterne des ADAC zu erhalten.

In diesen Schlaffässern können sich Gäste auf dem Campingplatz seit Herbst einquartieren. Foto: ms
  • In diesen Schlaffässern können sich Gäste auf dem Campingplatz seit Herbst einquartieren. Foto: ms
Campingplatz-Betreiber Peter Patt (li.) mit Platzmeister Andreas Silz und Rezeptionschefin Birgit Firley. Foto: ms
  • Campingplatz-Betreiber Peter Patt (li.) mit Platzmeister Andreas Silz und Rezeptionschefin Birgit Firley. Foto: ms
Seit dem Betreiberwechsel gibt es wieder eine Gastronomie am Humboldtsee. Foto: ms
  • Seit dem Betreiberwechsel gibt es wieder eine Gastronomie am Humboldtsee. Foto: ms

Märchenhafte Natur.

– so lautet das Leitbild für den Campingplatz am Humboldtsee

Ganz einfach hat es Patt dabei allerdings nicht, denn auf dem Platz liegt eine Erbpacht. Das heißt, dass er nach 99 Jahren an die vorherigen Betreiber, die Familie Wittwer zurückfällt. Aufgrund dessen haben die Wittwers bei einigen Veränderungen auch noch Mitspracherecht.

Der Betreiberwechsel hin zu Patt findet auf dem Platz Zuspruch. Patt „macht das ordentlich“, urteilt ein Paar, dass bereits seit 41 Jahren auf dem Campingplatz verwurzelt ist. Der Platz sei jetzt gepflegter. Wohl am meisten freut es die beiden aber, dass Patt wieder einen Gastronomiebetrieb auf dem Gelände zugelassen hat. Die Zeit, als die Kneipe als beliebter Treffpunkt weggefallen war, sei „schrecklich“ gewesen.



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