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Interesse an Praxis in Bisperode

Bürgerinitiative macht sich für Landarzt stark

Coppenbrügge/Bisperode. In die bereits Jahre dauernde Suche nach einem Arzt für die Landgemeinde kommt Bewegung. Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka bestätigt, dass es konkretes Interesse für eine Praxis in Bisperode gibt; auch geeignete Räumlichkeiten seien vorhanden. Um die „Verbesserung der medizinischen Versorgung der ländlichen Region in Coppenbrügge-Bisperode und Umgebung“ zu erreichen, soll eine Bürgerinitiative (BI) Pro Bürgerarzt Bisperode gegründet werden.

veröffentlicht am 10.02.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:16 Uhr

Kerstin Hasewinkel

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Kerstin Hasewinkel Stv. Redaktionsleiterin zur Autorenseite
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Bürgermeister spricht von „Schizophrenie“

Noch gilt es, einige Hindernisse aus dem Weg zu räumen: Bisher argumentiert die Kassenärztliche Vereinigung damit, dass der Landkreis Hameln-Pyrmont mit Allgemeinmedizinern „überversorgt“ ist. Heißt: Es gibt – auf die Einwohnerzahl bezogen – genug Ärzte für die Bürger, weitere Zulassungen für Praxen sind daher zurzeit nicht möglich. Das Problem: In Hannover spielt dabei keine Rolle, dass sich die Mediziner vorwiegend in Hameln angesiedelt haben, auf dem Land dagegen herrscht Ärztemangel.

„Was für eine Schizophrenie“, findet Peschka. „Auf der einen Seite beklagt auch die Kassenärztliche Vereinigung, dass offenbar immer weniger junge Ärzte bereit sind, aufs Land zu ziehen. Und dann wird das konkrete Vorhaben vor Ort blockiert.“ Der Bürgermeister, der auch Kreisgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes ist, fordert, bei den Ärzten sollte wie bei den Zahnärzten die Zulassungsbeschränkung für Praxen endlich aufgehoben werden.

Wo sich ein Arzt niederlassen kann und will, sollte sich an der Wirtschaftlichkeit orientieren, meint Peschka. Er steht in konkreten Gesprächen mit einer Ärztin, die sich in Bisperode niederlassen möchte – vorausgesetzt, man lässt sie. Wie berichtet, weiß selbst die Kassenärztliche Vereinigung um die unverhältnismäßige Verteilung von Praxen in Ballungszentrum gegenüber dem Land. Deshalb hatte es bereits eine Neuordnung gegeben – Hameln-Pyrmont war dabei allerdings durchs Raster gefallen. Die Bürgerinitiative fordert: „Die Kassenärztliche Vereinigung soll endlich Initiative zeigen und nicht immer nur Lippenbekenntnisse zur Unterstützung erklären, ansonsten aber nicht aktiv werden.“ Sogar ein „Antrag“ an Peschka zur Unterstützung einer Vollarztstelle in Bisperode wurde gestellt. Die Verwaltung der Gemeinde wurde aufgerufen, Fördermittel für das Projekt zu beantragen.

„Allgemein ist die BI positiv gestimmt und rechnet fest auch mit der Unterstützung der Verwaltung und des Bürgerbusvereins der Gemeinde und aus den Ortsteilen Coppenbrügge und Umgebung, deren Anliegen die Verbesserung der Daseinsversorgung in der ländlichen Region mit dem öffentlichen Personalverkehr und der medizinischen Versorgung ist“, so Burkhard Kirchhoff als einer der Initiatoren.



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