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Bestehendes Schulmodell bleibt im nächsten Jahr erhalten / „Kinder Gewinner des Abends“

Bündelung im Flecken vorerst auf Eis gelegt

Salzhemmendorf/Wallensen (tk). Der Widerstand der Eltern gegen die geplante Bündelung (Poolung) der sonderpädagogischen Grundversorgung in Salzhemmendorf und Coppenbrügge zeigt offenbar Erfolg. Auf der Ratssitzung am Donnerstag wurde keine Entscheidung gefällt – vielmehr wurde das Thema auf unbestimmte Zeit vertagt.

veröffentlicht am 20.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 10:41 Uhr

Bürgermeister Martin Kempe beantragte die Absetzung des Tagesord
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„Rat ist nicht genügend vorbereitet“

Bürgermeister Martin Kempe hatte einen entsprechenden Antrag gestellt und darin gefordert, den Tagesordnungspunkt über die Regelung der sonderpädagogischen1 Grundversorgung von der Agenda zu nehmen. Zu seiner Begründung erklärte er, dass im Vorfeld die Schulbehörde signalisiert hätte, dass ein Antrag auf Bündelung keine Aussicht auf Erfolg haben würde. Erstaunlich: Denn die Schulaufsichtsbehörde war im Vorfeld an allen Entscheidungen des Schulausschusses beteiligt gewesen. „Es liegen nun weitere Stellungnahmen und Initiativen vor, die uns vor eine neue Situation stellen“, sagte Kempe. Der Rat sei daher nicht genügend vorbereitet, um in der Sache weiter entscheiden zu können. Auch müssten sich die Genehmigungsbehörde, die Landesschulbehörde und das Kultusministerium noch abstimmen. Insbesondere die Vorstellung, was unter einer ortsnahen Beschulung zu verstehen sei, müsse noch geklärt werden. Aus der Schulaufsichtsbehörde hieß es dazu, dass das Bündelungskonzept im Flecken Salzhemmendorf keine adäquate Umsetzung einer ortsnahen Beschulung realisiere, sagte Kempe. „Die Schulaufsichtsbehörde präferiert eine Beschulung in den Ortsteilen.“

Vor allem aber sei man bei der Entscheidung für die Poolung von einem Einvernehmen aller Schulen ausgegangen, die Absage der Schule Wallensen an das Modell habe diese Grundlage gekippt, bekräftigte Dietmar Müller von den Grünen den Antrag Kempes. Anfang März hatten Elternrat, Gesamtkonferenz der Grundschule Wallensen und der Schulvorstand eine solche Bündelung abgelehnt und damit den Stein ins Rollen gebracht.

Bildungspolitisches Gesamtkonzept gefordert

Walter Kramer, Fraktionsvorsitzender der SPD, die sich bei der Abstimmung ihrer Stimme enthalten hatte, fehlt für eine solche Poolung das Gesamtkonzept. „Erst wenn ein solches für die Grundschulen im Flecken vorliegt, können wir darüber befinden, vorher lehnen wir eine solche Bündelung ab.“

Bei den zahlreich erschienenen Eltern und Elternvertretern der Grundschule Wallensen stieß die Entscheidung des Rates auf positive Resonanz. Für die Eltern förderungsbedürftiger Kinder bedeutet sie, dass das bestehende Schulkonzept auch im Schuljahr 2009/10 unverändert weitergeführt wird – Integration damit weiterhin vor Ort geschieht. Jens Kottlarz vom Schulvorstand sprach von den Kindern „als den wahren Gewinnern des Abends“, da die Schule durch diese Entscheidung ihre Arbeit unverändert weiterführen könne. Für die Zukunft sei damit gesichert, dass die Kinder dort beschult würden, wo die Eltern es sich wünschen. Dem in den Gremien vernachlässigten Elternwillen würde damit endlich Rechnung getragen.



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