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Bäderkonzept vorgestellt: Ideen für Wallensen und die anderen Anlagen

Bringt die Sole-Quelle die Rettung?

Wallensen. Das 50-Meter-Becken ist tot. Das Freibad Wallensen hat keine Zukunft. Jedenfalls nicht in der jetzigen Form. Dies war allen 130 Anwesenden im Saal des Ratskellers in Wallensen nach der vom Freibadverein einberufenen Versammlung klar. Der Schlüssel zur Zukunft des Bades liegt nach Einschätzung der Mehrheitsgruppe im Gemeinderat in der Reaktivierung der Sole-Quelle und einem völlig neuen Konzept.

veröffentlicht am 18.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 00:41 Uhr

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Autor:

Christian Göke
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Einen möglichen Weg zeigte Ortsbürgermeister Karl-Heinz Grießner (SPD) zusammen mit Karsten Appold (Grüne) auf. Grießner ging dabei zunächst auf die Finanzlage des Fleckens Salzhemmendorf ein, in dem er vor allem die Zwänge hinsichtlich der freiwilligen Leistungen verdeutlichte. Die Kommunalaufsicht fordert, dass diese maximal drei Prozent vom Haushaltsvolumen ausmachen. Derzeit kommt die Gemeinde aber auf etwa sechs Prozent. Darin enthalten sind Zuschüsse für Sportplätze, Sporthallen, Freibäder und Dorfgemeinschaftshäuser. Daher wird es aus Sicht der Politik und des Vereins keine Möglichkeit geben, eine Sanierung des Freibades in der ursprünglichen Form umzusetzen. Doch die Kommunalaufsicht hatte eine Sanierung nicht grundsätzlich abgelehnt. Eine Finanzierung von rund 20 000 Euro pro Jahr der Gesamtkosten von rund 350 000 Euro hätte zur Hälfte vom Verein getragen werden müssen. Doch dies ist aus Sicht des Vereins nicht möglich. Und auch die Gemeinde hätte ihren Anteil an anderen Stellen einsparen müssen.

Die Ablehnung des Vorschlages vom Verein selbst kam der Politik daher also entgegen. Die Kommunalaufsicht hatte der Gemeinde allerdings ohnehin die Aufgabe ins Heft geschrieben, ein Bäderkonzept zu erstellen, das die Mehrheitsgruppe aus SPD, Grünen und FWS nun erstmals vorstellte. Appold erklärte, dass man grundsätzlich alle Bäder erhalten möchte, aber die Alleinstellungsmerkmale noch mehr herausarbeiten möchte. Für Wallensen würde das bedeuten, dass das Thema Solequelle in Verbindung mit einer Freizeitanlage den Kern bilden soll. Von dem großen 50-Meter-Becken müsste dann Abstand genommen werden. Wie das Bad aussehen könnte, soll sich aber erst entscheiden, wenn klar ist, dass die Sole-Quelle noch reaktiviert werden kann.

Die Wasserförderung über die Quelle war für das Freibad in den letzten Jahren immer schwieriger geworden und zum Schluss fast komplett zum Erliegen gekommen. Mit dem privaten Grundbesitzer der Quelle wurde bereits vereinbart, dass die Reaktivierung der Quelle geprüft werden kann. Die politischen Gremien wie Ausschüsse und Rat müssen jetzt zudem auch noch über das Konzept entscheiden. Darin ist weiterhin vorgesehen, dass das Naturerlebnisbad in Lauenstein noch mehr auf Natur ausgerichtet wird, zudem auch Motorrad- und Fahrradfahrer angesprochen werden sowie Camping ins Angebot aufgenommen wird. In Osterwald soll das Konzept des Sportbades mit dem engagierten Partner DLRG gestärkt werden.

Der erklärten Absicht von Appold, dass die Mehrheitsgruppe sich auch eine Arbeitsgemeinschaft Bäder wünscht, erweiterte der anwesende stellvertretende Vorsitzende vom Naturerlebnisbad Günter Wendlandt sogar noch um die Forderung nach einer Teilnahme von weiteren touristisch geprägten Einrichtungen wie dem Hüttenstollen, dem Rasti-Land oder dem Naturfreundehaus. Vorweg gegangen war der lautstarke Zuspruch der Anwesenden auf die Frage von Christoph Andreas (CDU), warum für ein knapp 15 Jahre altes Bad nun schon wieder 100 000 Euro in Lauenstein investiert werden sollen. Während Grießner äußerte, dass man die Augen vor Problemen nicht verschließen kann, ärgerte sich Wendlandt über die Frage: „Diese Eifersüchteleien bringen uns nicht weiter!“

Helfen kann in Wallensen bei der Erstellung eines Konzeptes für das Bad die Universität Hannover. Der anwesende Salzhemmendorfer Professor Dr. Michael Rode bot an, dass sich im kommenden Sommersemester Studenten mit einem Konzept beschäftigen und es anschließend der Gemeindeverwaltung und dem Verein zur Verfügung stellen könnten. Eine finanzielle Umsetzung eines solchen Konzeptes wäre dann nur möglich, wenn Fördergelder genutzt werden könnten. Grießner erklärte, dass für den Erhalt eines normalen Schwimmbades keine Zuschüsse erwartet werden könnten. Für eine noch zu gestaltende Freizeitanlage könnte man möglicherweise Gelder aus dem erwarteten Südniedersachsenprogramm des Landes oder aus Programmen wie Leader gewinnen.



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