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Es gibt Kritik an Bund und Land

Breitband, Brandschutz und Bahn: Themen der Bürgermeister

Welche Ereignisse haben die drei Ortsbürgermeister des Fleckens Coppenbrügge im abgelaufenen Jahr bewegt? Worüber haben sie sich gefreut? Was hat sie geärgert? Wie sehen ihre kommunalpolitischen Wünsche für 2018 aus? Die Dewezet hat nachgefragt.

veröffentlicht am 06.01.2019 um 15:33 Uhr
aktualisiert am 09.01.2019 um 13:50 Uhr

Stolte Christiane

Autor

Reporterin

„Bewegt hat mich im vergangenen Jahr, dass sich die Betreiber des Krankenhauses Lindenbrunn für einen Erweiterungsbau entschlossen haben, da er den Standort sichert und neue Arbeitsplätze schafft“, bilanziert Cord Bormann (SPD), Ortsbürgermeister von Coppenbrügge, Dörpe und Marienau. Ein ebenfalls bewegendes Thema sei der Breitbandausbau. Zwar habe er sich gefreut, dass der Ausbau voranschreite, aber leider an der Ortschaft Marienau vorbeigehe, da es bereits einen anderen Anbieter gebe. „Dieser hat jedoch nicht alles gehalten, was er versprochen hatte“, bedauert Bormann. Erfreulich hingegen sei das Voranschreiten der Umgehungsstraße Coppenbrügge/Marienau (B1). Dank der guten Wetterlage im vergangenen Jahr liegen die Arbeiten voll in der Planung“, betont der Bürgermeister. Ein Augenmerk sollte seiner Meinung auch auf den Ausbau der Bahnstrecke Löhne-Elze gelegt werden – allerdings nur im Hinblick auf den Personenverkehr, Güterverkehr lehne er ab, denn er bringe keine Vorteile für das Weserbergland. So „richtig geärgert“ hat sich Bormann, dass die „große Politik in Berlin“ den Kommunen zwar vorschreibe, wie die Kindergärten auszustatten seien, die Kosten aber an den Kommunen hängen blieben. Er wünsche sich deshalb mehr finanzielle Unterstützung von der großen Politik. Auch hinsichtlich der von Bund und Land beschlossenen Beitragsfreiheit für Kindertagesstätten. „Wer die Musik bestellt, muss sie auch bezahlen“, appelliert der Bürgermeister.


Dieser Meinung ist auch Lars Wiemann (CDU). „Ich habe mich über die unverschämte Art und Weise geärgert, wie von der Bundes- beziehungsweise der Landespolitik beispielsweise die Beitragsfreiheit für die Kindergärten beschlossen wurde“, betont der Ortsbürgermeister von Brünnighausen, Bäntorf, Herkensen und Hohnsen. Zwar sei die Einführung der Beitragsfreiheit lobenswert, doch den Kommunen einen großen Teil der Kosten aufzudrücken, sei nicht nachzuvollziehen. Ebenso ärgerlich sei, welche immensen Finanzmittel für den immer mehr ausufernden Brandschutz in Anspruch genommen werden. Als erfreulich hingegen hebt Wiemann die kommunalpolitische Zusammenarbeit hervor. „Es freut mich, dass wir derzeit im Gemeinderat parteiübergreifend nach vernünftigen Lösungen suchen und meist auch finden“, betont der Bürgermeister. Die Sacharbeit sollte stets Vorrang vor der Parteipolitik haben. Für 2019 wünscht sich Wiemann den Ausbau Breitbandnetzes. „Ich gehe fest davon aus, dass die Bürger in den einzelnen Ortschaften die Chance erkennen und einer Versorgung ihres Grundstückes mit schnellem Internet zustimmen“, mutmaßt der Bürgermeister. Als weiteren wichtigen Baustein für das Zusammenleben nennt Wiemann die Stärkung der Dorfgemeinschaften, beziehungsweise der entsprechenden Liegenschaften. Es sei wichtig, die geplanten Leaderprojekte in den einzelnen Ortsteilen erfolgreich durchzuführen. Ebenso wichtig sei auch die Umsetzung diverser Bauvorhaben im Bereich der Kinderbetreuung. „Außerdem hoffe ich, dass wir beim Thema Windkraft in 2019 sowohl für die Flächennutzungsplanung als auch für die Schallmessungen zu einem für unsere Bürger vertretbaren Ergebnis kommen“, so der Kommunalpolitiker.


Auf zügige Umsetzung neuer Projekte setzt auch Andreas Voß (CDU). „Ich wünsche mir, dass viele Projekte verwirklicht werden und somit die Infrastruktur unserer Dörfer erheblich verbessert wird, damit der Zuzug neuer Mitbürger attraktiver wird“, betont der Ortsbürgermeister von Bisperode, Behrensen, Bessingen, Diedersen und Harderode. Es dürfe nicht zu einer Verschlechterung der Infrastruktur kommen. In Planung befindliche Projekte seien beispielsweise der Anbau an den Peter-und-Paul-Kindergarten in Bisperode, denn ein Neubau eines aus mehreren Gruppen bestehenden Kindergartens sei in Planung. In Planung sei außerdem der Bau eines neuen Feuerwehrhauses in Bisperode. Auf der Wunschliste des Bürgermeisters steht auch eine zügige Durchführung umfangreicher Brandschutzmaßnahmen in der Grundschule von Bisperode. „Und natürlich ein zügiger Breitbandausbau“, appelliert Voß. Sein weiterer Wunsch sei, Hans-Ulrich Peschka möge als Gemeindebürgermeister wieder gewählt werden. Wie in den Vorjahren hat sich der Bürgermeister 2018 über die Aktivitäten der Jugendlichen in den Vereinen gefreut. „Hervorzuheben sind die Jugendfeuerwehr Bisperode und der Sportverein“, betont Voß. Erwähnenswert sei außerdem die gute Zusammenarbeit der Fraktionen im Rat und in den Ortsräten.

3 Bilder
L. Wiemann Foto: Dana


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