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Biogasanlage versorgt bald die Grundschule mit Wärme

Oldendorf/Salzhemmendorf (gök). Das Telefon von Hans-Jürgen Hochmann im Bauamt Salzhemmendorf stand in den vergangenen Tagen nicht mehr still. Zahlreiche Bürger kritisierten, dass für die Grundschule Oldendorf eine neue Ölheizung angeschafft wurde. Was die meisten nicht wissen können: „Bei der Heizung handelt es sich um eine reine Not- und Ergänzungsheizung, die nicht mehr als 70 bis 80 Stunden im Jahr läuft“, so Hochmann.

veröffentlicht am 09.10.2009 um 16:20 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 21:21 Uhr

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 Die Biogasanlage soll 95 Prozent des Energiebedarfs der Grundschule decken. Für Wartungszeiten oder Notfälle stehe dann die Ölheizung bereit. „Eine alternative Heizung wäre im Vergleich zu der Ölheizung für den Notfall einfach nicht wirtschaftlich gewesen. Zudem würde der Wartungsaufwand bei einer Pellet-Heizung oder ähnlichem einfach zu hoch sein. Dadurch müsste der Hausmeister dann wohl fünf statt wie bisher drei Tage in der Grundschule arbeiten. Eine Heizung mit alternativer Energieversorgung wäre laut unseren Prüfungen etwa zwei- bis dreimal so teuer gewesen“, so Bürgermeister Martin Kempe: „Dass das bei allen Parteien, gerade bei den Grünen, nicht auf Gegenliebe trifft, ist klar. Aber man sollte immer einen Weg zwischen ökologischer und finanzieller Vernunft finden.“
 Künftig wird die Biogasanlage zwischen Ahrenfeld und Oldendorf die Grundschule und die angrenzenden Gebäude mit Wärme versorgen. Das bereits bestehende Blockkraftheizwerk an der Schule wird die Grundschule bereits nach den Herbstferien versorgen. Genutzt wird dabei die Abwärme der Anlage, die bei der Stromherstellung entsteht.
 Die Anlage ist so konzipiert, dass bei Bedarf noch ein zweiter Motor zur Energiegewinnung eingebaut werden kann. Die Zuleitungen zum Blockheizkraftwerk sind bereits verlegt. Es fehlt lediglich noch der Anschluss an der Schule. Dieser soll laut Hochmann noch in den Herbstferien gelegt werden, so dass rechtzeitig zum Winter die Versorgung der ökologische Wärmeversorgung der Schule sichergestellt ist.
 Der Geschäftsführer der Biogasanlage, Horst-Friedrich Hölling, ist überzeugt, dass auch bald die Sporthalle und der Kindergarten mit Wärme versorgt werden können.

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