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Motorradgottesdienst der Hemmendorfer „Löwen“ wird vorbereitet / Hunderte Teilnehmer erwartet

Biker kommen sich rund um die Kirche näher

Hemmendorf (gök). Es wurde geklebt, lackiert und aufgestellt: Schon seit einigen Wochen bereitet der Motorradclub „Löwen“ Hemmendorf wieder den Motorradgottesdienst vor, der am Sonntag, 18. September, wieder Hunderte Biker nach Hemmendorf locken wird. Unter anderem wurden 16 große Doppelplakate aufgestellt, unzählige Kärtchen bei Motorradtreffen verteilt oder auch große Werbetafeln an der Bundesstraße 1 aufgestellt.

veröffentlicht am 26.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 04:41 Uhr

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Auch beim größten Motorradgottesdienst in der Region in Braunschweig mit bis zu 5000 Fahrern hat der Club wieder seine kleinen Werbekärtchen verteilt. Druckte der Verein die Karten am Anfang noch selber, schenkte nun ein befreundeter Motorradclub den Löwen einfach so mal 2000 Karten. „Die haben wir bekommen, weil wir trotz Regenwetters zu einem Treffen von ihnen gefahren waren. Das haben die uns nicht vergessen“, so Vorsitzender Heinz Barnkothe.

Beim sechsten Motorradgottesdienst, der gemeinsam mit der Kirche und der Verkehrswacht veranstaltet wird, helfen 18 Clubmitglieder und noch fünf weitere Damen aus dem Ort. Die Einwohner von Hemmendorf unterstützen den Gottesdienst, weil sie sehen, dass das für den Ort nur Vorteile hat. So wird der Bekanntheitsgrad gesteigert, und die Löwen stiften den Überschuss immer für einen guten Zweck im Ort. Im letzten Jahr bekamen die kirchliche Stiftung Saaletal und die Kulturgemeinschaft jeweils eine Spende überreicht. Die Einnahmen erwirtschaftet der Club bei den zwei Kaffeestuben, dem Bratwurst- und dem Bierstand, „bei dem natürlich nur Einheimische und keine Motorradfahrer trinken“, sagt Barnkothe.

Seit 2002 gibt es den Motorradclub, nachdem sich in dem Hemmendorfer Freundeskreis immer mehr ein Motorrad gekauft und so noch mehr Freizeit miteinander verbracht hatten. Heinz Barnkothe war damals Wiedereinsteiger: „Die Kinder waren aus dem Haus, und ich kaufte schließlich einem Freund sein Motorrad ab und gewann richtigen Spaß am Motorradfahren. Meine Frau fing schließlich mit 52 Jahren auch das Motorradfahren an, da es ihr hinten drauf schlicht zu langweilig war.“

Zusammen mit dem damaligen Pastor Vigo Mau entstand die Idee für den Motorradgottesdienst in Hemmendorf. Mau erlebte damals einen der großen Motorradgottesdienste in Braunschweig und war begeistert. Schnell war der Entschluss gefasst, rund um die Kirche in Hemmendorf auch eine Veranstaltung ins Leben zu rufen. So kamen schließlich zum ersten „MoGo“ 180 Motorräder, obwohl es in Strömen regnete und kaum Werbung gemacht worden war. Die Besucher waren von der gemütlichen Atmosphäre begeistert und versprachen, wiederzukommen. Im nächsten Jahr wurde die Werbung intensiviert – und es kamen dann doppelt so viele Motorradfahrer. „Bei uns sind die Preise gering und die Atmosphäre stimmt. Bei den engen Örtlichkeiten entsteht in Hemmendorf rund um die Kirche ein richtiges Zusammengehörigkeitsgefühl, was die Fahrer jedes Mal freut“, so Barnkothe. „In großen Städten kommt einfach kein Flair auf, da haben wir schon einen Vorteil.“

Jedes Mal findet neben dem Gottesdienst dazu eine Demo-Fahrt statt, wobei an verunglückte Motorradfahrer gedacht und für mehr Miteinander im Straßenverkehr geworben wird. So geht dann auch die Hälfte des Überschusses immer an den Hilfsfonds für verunglückte Motorradfahrer, der etwa bei Problemen mit Versicherungen auch mal in die Bresche springt.

Der Aufwand ist mittlerweile relativ hoch für solche Veranstaltungen im öffentlichen Straßenverkehr. So gibt der Verein auch etwa 400 Euro jedes Jahr alleine für Genehmigungen und Versicherungen aus. „Ohne unsere Plakatsponsoren wäre so eine Veranstaltung gar nicht mehr möglich“, sagt Barnkothe. Dieses Jahr wird der Gottesdienst von Diakonin Andrea Gärtner und Pastor Thomas Koch aus Coppenbrügge durchgeführt, der sich aufgrund seiner Erfahrung mit derartigen Gottesdiensten bei den Löwen angeboten hat.

Mit 750 Motorrädern war der Club 2009 schließlich an die logistische Grenze gekommen. „Mehr ist alleine durch uns und unsere Unterstützer nicht mehr zu leisten. Deswegen werden wir unsere Werbebemühungen auch nicht erhöhen“, erklärt Barnkothe. Die Ausfahrt über etwa 40 Kilometer geht jedes Jahr rund um den Thüster Berg, wobei die Frauen auch oft an der Kaffeetafel bleiben und dort einen kleinen Plausch halten. Dieses Jahr findet der sechste Motorradgottesdienst in Hemmendorf am 18. September ab 11 Uhr statt. Die Demo-Fahrt ist für 12.30 Uhr und der Gottesdienst für 14 Uhr angesetzt.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Heinz Barnkothe, Vorsitzender der „Löwen“, vor der Vitus-Kirche, in der sich die Biker zum Gedenkgottesdienst treffen.Fotos: gök



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