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Biowärme vom Rittergut: Arbeiten am Hof Spiegelberg weit fortgeschritten / Besichtigung im Frühjahr

Betreiber der Anlage wollen Partner sein

Lauenstein (gök). Die Arbeiten an der neuen Biogasanlage am Rittergut Hof Spiegelberg sind schon weit fortgeschritten. Derzeit finden die letzten Tiefbauarbeiten statt; beispielsweise wird ein Lagerplatz noch asphaltiert. Die Betreiber Moritz Ehle und Cort Brinkmann sind zuversichtlich, dass die Anlage im Frühjahr fertiggestellt ist. Bereits jetzt hatten einige Bewohner von Lauenstein Ehle darauf angesprochen, das Gelände einmal in Augenschein nehmen zu wollen. „Wir wollen dies aber erst ermöglichen, wenn die Arbeiten fertiggestellt sind. Im Frühjahr oder Sommer werden wir einen Tag der offenen Tür veranstalten, an dem sich die Bürger die Anlage genau ansehen können“, so Ehle.

veröffentlicht am 30.01.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 18:21 Uhr

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Die Betreiber hoffen darauf, dass dies zu mehr Verständnis der Einwohner führen wird. Die erste Ernte ist eingefahren, und derzeit läuft noch der Probebetrieb, ehe die Anlage bald auf Hochtouren kommen soll. Im laufenden Bauleitplanungsverfahren wird die Bürgeranhörung am 9. Februar um 19 Uhr im Restaurant „Bei Felix“ in Lauenstein stattfinden.

In dem noch zu schließenden Durchführungsvertrag mit dem Flecken Salzhemmendorf könnte dann als Idee festgehalten werden, dass eine Ausnutzung des Baugebietes für eine Leistung der Biogasanlage bis 4,5 Millionen Kubikmeter nur dann passieren soll, wenn die Allgemeinheit davon profitiert, etwa durch einen Anschluss weiterer Wohngebiete. Bis dahin könnte durch die Betreiber nur eine maximale Auslastung von 3,5 Millionen Kubikmetern Rohbiogasproduktion vorgesehen werden. Eine Erweiterung ist in den nächsten Jahren aber nicht vorgesehen.

Drei Häuser in unmittelbarer Nähe des Rittergutes werden derzeit schon mit Wärme aus der Biogasanlage versorgt. „Die Anwohner sind hochzufrieden und freuen sich über die günstige Wärme aus unserer Anlage“, so Ehle. Beschwerden über zu viel Verkehr hat Ehle nicht wahrgenommen. „Dies kann aber zugegeben auch daran liegen, dass die Anwohner sich über die Ersparnis bei den Heizkosten freuen, was etwa 40 Prozent unter dem Heizölpreis ausmacht.“ Für die Zukunft hoffen die Betreiber auch auf weitere Nutzung im Ort.

So könnte nach den Vorstellungen von Ehle und Brinkmann etwa in der Nähe des Parkcafés ein Blockheizkraftwerk entstehen, an das angrenzende bereits bestehende Gebäude oder neue in der jetzigen Musterhaussiedlung angeschlossen werden können. Das ist aber noch Zukunftsmusik. Die Betreiber werden in den nächsten Jahren ihren Betrieb zunächst finanziell konsolidieren. „Wir haben jetzt erst einmal genug Geld in die Hand genommen“, so Ehle.

Vorstellbar wäre aber auch eine Genossenschaft durch Lauensteiner. Zur Frage eines Anschlusses an die Biogasanlage wäre er sofort gesprächsbereit. Die Bürger könnten sich zum Beispiel zusammenschließen und selbst eine Leitung bauen, an die ein Blockheizkraftwerk angeschlossen werden könnte. Dies würde auch einen praktischen Nutzen für die Bürger haben, da sie kostengünstige Wärme beziehen könnten, ähnlich wie jetzt schon die Anwohner am Rittergut.

Um die Biogasanlage geht es auch im Bauausschuss am Donnerstag, 2. Februar, ab 18.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses.



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