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Senioren aus dem Ostkreis verfassen offenen Brief an die Politik

Bessere Bahnverbindung gefordert

COPPENBRÜGGE / SALZHEMMENDORF. Wenn es um die Bahnverbindung nach Hannover geht, fühlt sich der Ostkreis abgehängt. In einem offenen Brief an die Politik, fordern die Seniorenräte der Gemeinden Coppenbrügge und Salzhemmendorf nun eine bessere Bahnanbindung.

veröffentlicht am 05.12.2017 um 15:39 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 16:50 Uhr

Zusätzlich zur Nordwestbahn sollte die S-Bahn 5 von Hannover über Hameln auch Coppenbrügge einbinden, so eine Forderung der Seniorenräte im Ostkreis. Foto: Dana
Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Bodenwerder zur Autorenseite
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„Wir wünschen uns, dass unsere neuen Entscheidungsträger auf den Rat der Alten hören – das hat noch keinem geschadet.“ Mit dieser Empfehlung endet ein Schreiben, mit dem sich der Senioren- und Behindertenbeirat im Flecken Coppenbrügge und der Seniorenrat im Flecken Salzhemmendorf an die lokalen politischen Vertreter in Land- und Bundestag sowie die Fraktionsvorsitzenden des Kreistages wenden. In ihrem offenen Brief an die verantwortlichen Mandatsträger der Politik, den die Absender unter das Motto „Volle Städte – leere Dörfer“ gestellt haben, geht es um die Verkehrsanbindung und die demografische Entwicklung der östlichen Kommunen im Landkreis Hameln-Pyrmont.

„Nachdem die Landtagswahl in Niedersachsen stattgefunden hat, wenden wir uns an die wieder- und neugewählten Politiker mit einer alten, beziehungsweise neuen Forderung nach einer guten und pünktlichen Bahnverbindung in unsere Landeshauptstadt Hannover“, beginnt das Schreiben. Diese Forderung, so die Verfasser, ziele zum einen auf eine Verbesserung des Klimas ab. Dieses Umdenken mit Zuschüssen für den Kauf von klimafreundlichen Fahrzeugen anzuschieben, sei ein Weg. Es müsse aber auch in den Nahverkehr und in den Ausbau der Bahn investiert werden, um die Zahl der Fahrzeuge auf der Straße generell zu reduzieren. Der Vorschlag der beiden Seniorenverbände, dem sich übrigens auch die beiden Bürgermeister der Gemeinden, Hans-Ulrich Peschka (Coppenbrügge) und Clemens Pommerening (Salzhemmendorf), angeschlossen haben, lautet: Würde die S 5 im Ringverkehr von Hannover-Hameln-Coppenbrügge-Elze-Hannover zusätzlich zur Nordwestbahn fahren oder die Nordwestbahn pünktlicher und zuverlässiger verkehren, hätte auch der Ostkreis des Landkreises Hameln-Pyrmont eine sichere, zukunftsweisende und umweltfreundlichere Anbindung zur Landeshauptstadt. Natürlich sollte dies einhergehen mit der Einführung eines entsprechend einheitlichen und bezahlbaren Tarifs für den Nahverkehr, so die Seniorenräte weiter. Auch dies würde „die Akzeptanz in der Bevölkerung für die von der Politik gewünschten Ziele einer vermehrten Inanspruchnahme öffentlicher Verkehrsmittel und einer Verminderung der Umweltbelastungen deutlich erhöhen“, sind sich der Senioren- und Behindertenbeirat im Flecken Coppenbrügge und der Seniorenrat im Flecken Salzhemmendorf gewiss.

Als ganz praktisches Beispiel führen die Senioren an, dass mit der Bahn anreisende Besucher des Krankenhauses Lindenbrunn in Coppenbrügge und der Therme in Salzhemmendorf sowie der anderen touristischen Ziele so eine komfortable Gleis-Verbindung hätten. Über die Bürgerbusse und die behindertengerecht ausgebauten Haltepunkte in den Gemeindegebieten würde sich dann ein Weitertransport der Fahrgäste anbieten.

Zum anderen hätte eine verbesserte Verkehrsanbindung auch für die demografische Entwicklung des Ostkreises Vorteile, argumentieren die Senioren-Beiräte mit ihren Vorsitzenden Horst Wollenberg (Coppenbrügge) und Reinhold Breyer (Salzhemmendorf): Die attraktiven Wohn- und Lebenshaltungskosten auf dem Land würden jungen Familien bei verbesserter Verkehrsanbindung ein zusätzliches Argument bieten, „sich in unseren Dörfern nieder zu lassen“, prognostizieren die Schreiber des offenen Briefes.

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