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Einweihung nach Umbau vom 11. bis 13. Juni 2010 geplant / Neue Inhalte zum Thema „Energie“

Bergwerksmuseum soll CO2-neutral werden

Osterwald (hen). Wenn das Bergwerksmuseum Osterwald am 11., 12. und 13. Juni 2010 im Rahmen des Jubiläums 425 Jahre Osterwald feierlich wieder eröffnet wird, präsentieren sich nicht nur vollkommen neugestaltete Gebäude – auch die Inhalte werden bis dahin überarbeitet und sich im neuen Museum mit neuem Konzept präsentieren. „Unser Thema heißt Energie“, erläutert Hans-Dieter Kreft, Vorsitzender des Vereins zur Förderung des Bergmannswesens. Speziell für Schulklassen soll das Motto aufbereitet werden, „wir wollen den Status außerschulischer Lernort erreichen“, so Kreft. Das neue Gebäude soll mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet werden. „Geplant ist, dass e.on die Anlage baut und wir dem Unternehmen die Fläche vermieten“, erklärt der Vereinsvorsitzende.

veröffentlicht am 19.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 20:21 Uhr

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Anzeige soll über Verbrauch informieren

Im alten Museumsgebäude soll eine Elektroheizung installiert werden, die nur nach Bedarf eingeschaltet wird. „In das Multifunktionsgebäude kommt ein Ofen, der mit Holz beheizt wird. Das Verbrennen des Holzes erzeugt soviel CO2 wie der Baum während des Wachstums in Sauerstoff umgewandelt hat. Mit der Photovoltaikanlage wird rein rechnerisch so viel Strom produziert, wie Heizung und Licht im Museum und im Stollen verbrauchen“, berichtet Kreft weiter. „Das Museum ist dann CO2-neutral.“ Geplant ist auch, im Gebäude eine Anzeige zu installieren, mit der Besuchergruppen veranschaulicht werden kann, wie viel Strom die Anlage produziert und möglicherweise auch, wie viel CO2 dadurch eingespart wird.

Das Projekt „Umbau des Bergwerksmuseums“ ist in vollem Gang. Seit Mai ist das Museum Baustelle. Das Gebäude wurde komplett entkernt, Ende Juli wurde bereits Richtfest gefeiert. Bauherr ist der Flecken Salzhemmendorf. Das Museumsprojekt mit einem Gesamtvolumen von rund 267 000 Euro ist zum Teil mit Entwicklungsgeldern der Leader-Region „Östliches Weserbergland“ finanziert worden. Den Rest der Bausumme teilten sich der Flecken Salzhemmendorf und der Landkreis Hameln-Pyrmont.

Das Konzept hat der Historiker Dr. Olaf Grohmann erarbeitet. Er hatte sich auf mehr als 400 Seiten intensiv mit dem historischen Umfeld und den räumlichen Bedingungen des Museums und Besucherbergwerks befasst. „Künftig werden wir sehr viel mehr Spezialwissen vermitteln“, berichtet Kreft. Geplant ist beispielsweise, Schüler bei Führungen für das Thema Kinderarbeit zu sensibilisieren. Das Team hinter den Kulissen trägt dafür zurzeit verschiedene historische Quellen wie Zeitungsartikel zusammen.

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Nächsten Sonntag letzte Führung der Saison

Währenddessen nimmt das neue Museum immer mehr Gestalt an: Inzwischen sind die Zimmerarbeiten erledigt, das Dach wurde erneuert, die Trockenbauarbeiten sind abgeschlossen. „Der Tischler wird sicher in dieser Woche fertig“, hofft Kreft. Das Museum wird auch weiterhin unter Regie des Vereins geführt, der ein hohes Maß an ehrenamtlicher Arbeit einbringt. Die Fördermittel der EU, des Landkreises Hameln-Pyrmont und des Fleckens Salzhemmendorf für den ersten Teilabschnitt, der bis Ende Oktober abgeschlossen sein soll, betragen 185 000 Euro. In der zweiten Phase, in der das Museum eingerichtet und die Ausstellung gestaltet werden soll, gibt es 52 000 Euro Fördermittel. Die fehlenden Mittel müssen noch über Sponsoren beschafft werden, weil nicht alles förderfähig ist. Die Exponate, die zurzeit in der alten Schule in Benstorf einlagern, können voraussichtlich im Frühjahr zurückkehren. Und schon jetzt scheint klar: „Es wird wohl nicht alles wieder Platz finden, was vorher ausgestellt war“, sagt Kreft. Umso wichtiger, dass auch das Archiv ausgebaut wird.

Während des Umbaus liefen die Führungen im Hüttenstollen weiter. In diesem Jahr seien die Besucherzahlen – bedingt durch die Schließung des Museums, zurückgegangen. Letzte Möglichkeit vor der Winterpause für eine Führung durch den Stollen ist am Sonntag, 25. Oktober, um 13.15 und 14.30 Uhr.

Während die Tischler Katrin McWilliam und Knut Brokate (li.) letzte Arbeiten erledigen, tagt die Baubesprechung: Hans-Dieter Kreft und Axel Kosanke (beide vom Verein), Clemens Pommerening (Gemeindeverwaltung), Matthias Stolte (e.on), Architekt Rainer Meßmann und der Historiker Dr. Olaf Grohmann (v. li.).

Fliesenleger Sergej Neugebauer hat die Arbeit erledigt.

Für den Umbau wurde das Museum in Osterwald komplett entkernt, die Zimmerarbeiten und der Trockenbau sind inzwischen erledigt.

Fotos: nls



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