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Ein ungewöhnliches Projekt bei Jugend forscht – und viele weitere an der KGS Salzhemmendorf

„Beim Essen spielt Schwein nicht“

Salzhemmendorf. Mit 12 298 Jungforschern verzeichnet der größte europäische Nachwuchswettbewerb „Jugend forscht“ (Jufo) im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (Mint) 2014 die höchsten Anmeldezahlen in seiner 49-jährigen Geschichte. Einen Teilnehmerrekord registriert auch die KGS Salzhemmendorf.

veröffentlicht am 12.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 19:21 Uhr

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Autor:

Ingrid StenZel
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Warum ist der Käsekuchen auf der Kaffeetafel entweder immer der erste, der weg ist, oder der letzte, der übrig bleibt? Lohnt sich der Bau eines Kleinwindkraftwerkes auf dem Wohnhausdach im Weserbergland? Wassersparen beim Händewaschen – geht das? „Beim Essen spielt Schwein nicht“ – oder doch, um schneller gesund zu werden? Was steckt wirklich in dem nie geöffneten Zauberkasten des Naturforschers Garlstorf im Barockhaus in Görlitz? Die Jungforscher der KGS zeigen es. Über Monate wurde gebacken, verkostet, gelötet, gebaut, gesägt, konstruiert, Beobachtungen von Wind, Fischen und Mäusen registriert und ausgewertet.

Mit 22 Projekten von 44 Schülern aller Schulzweige, Haupt-, Realschule und Gymnasium, nimmt die KGS zum vierten Mal am Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ teil. Heute präsentieren die unter 15-jährigen Jungforscher ihre Projekte der Jury in der Aula der Hochschule Hildesheim. Morgen, am Donnerstag, 13. Februar, stellen die älteren Schüler ihre Arbeiten vor; für Freitag, 14. Februar, wird zu Festakt und Siegerehrung eingeladen. Besonders erfreulich aus Sicht des betreuenden Lehrers Gunther Zahn ist der im Vergleich zu den Vorjahren hohe Anteil der Realschüler: „Der ergibt sich aus der Tatsache, dass ‚Jugend forscht‘ erstmals in den KGS-Wahlpflichtbereich (WPB) des Realschulzweiges aufgenommen wurde.“ Den Grund für das große Schülerinteresse sieht Zahn vor allem in der Möglichkeit zu Kooperation und Kontaktaufnahme mit außerschulischen Institutionen bei der selbstständigen Projektarbeit wie mit dem Katasteramt Hameln, der Unteren Naturschutzbehörde Hildesheim, dem Leibniz-Institut Gatersleben, Barockhaus Görlitz, Museum Schloss Wilhelmstein oder dem Schweinemastbetrieb Bühmann in Esperde. Antworten auf eigene Fragen finden, praktische Lösungen und entsprechende Experimentalapparaturen entwickeln, mit Biss dabei bleiben und auch bei Schwierigkeiten nicht aufgeben – all das sei wichtiger Gewinn und Erfahrung für die Selbstwahrnehmung und Persönlichkeitsentwicklung. Und dass nicht zuletzt die Teilnahme am Wettbewerb bei Betrieben und Institutionen hoch im Kurs stehe und bei Bewerbungsgesprächen ein großes Pfund in der Waagschale sei, bestätigen ehemalige erfolgreiche KGS-Jufo-Preisträger. Henrike und Kim jedenfalls wissen nach monatelangem Backen und Registrieren der Genussnoten ihrer Mitschüler, dass das Geheimnis des Zuspruchs zum Käsekuchen im Dickeverhältnis Boden zu Belag liegt. Nico und Robert kommen nach dem Unterricht auf schwammgefederten Hockern beschwerdefrei nach Hause; man ist sparsamer, wenn man beim Händeeinseifen den Wasserhahn zudreht, und es ist billiger als der Sparhahn, beweisen die Tests von Ann Kathrin, Lennart und Lucas: Ein „Erlebnisfutterautomat“ ist Wellness fürs kranke Schwein, hat Jonas „erforscht“, der auf einem Mastbetrieb mit 1600 Schweinen aufwächst.

Das Hausdach als Standort für ein Windkraftwerk? Dominik Reese (12) hat ein Anemometer gebaut und die Windgeschwindigkeiten gemessen. Jonas Mai (11) hat beobachtet: Erlebnisfuttertröge sind gut für kranke Schweine.pr



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