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12 000 Euro in Integrationsprojekt investiert / Fördermittel vom Landessportbund und Eigenleistung des TSV Benstorf/Oldendorf

Beim Bau der Gorodki-Bahn gab es einige Hürden zu überwinden

Oldendorf (gök). Integration wird groß geschrieben in Oldendorf und Benstorf beim TSV. Landkreisweit ist der Verein der Einzige, der vom Deutschen Olympischen Sportbund in das Programm Integration durch Sport aufgenommen wurde. 52 Sportvereine sind niedersachsenweit ein anerkannter Stützpunktverein für Integration durch Sport. Bisher war die Boxsparte des Vereins das Aushängeschild bei der Integrationsarbeit. Etwa 15 Prozent der 380 Vereinsmitglieder haben Migranten- oder Spätaussiedlerhintergrund. Bisher haben sich gerade beim Boxen im Verein Menschen verschiedener Herkunft kennen- und schätzen gelernt. Zwischenzeitlich gab es aufgrund des großen Zulaufs sogar einen Aufnahmestopp für Mitglieder und die Gründung einer Boxgruppe in Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum in Gronau. Vor einiger Zeit hat der Vereinsvorstand überlegt, wie er das Thema Integration noch weiter fördern kann. Dabei kam man durch den Landessportbund auf die Sportart Gorodki. So besuchte man kurz entschlossen einen bereits mit Gorodki (ein Wurfspiel) vertrauten Verein und ließ sich von dem Spiel infizieren. Schnell war der Entschluss im Vorstand gefasst, dass das Spiel in Oldendorf auch genau das richtige wäre und dass es umgesetzt werden soll. Anfangs war die Motivation hoch, und so kamen etwa 800 Arbeitsstunden zusammen, in denen langsam das Gorodki-Spielfeld hinter dem Vereinsheim entstand. „Aber wie bei manchem privaten Hausbau gab es bei uns auch irgendwann mal einen Bau-Koller und die Zahl der Helfer reduzierte sich langsam“, so Hajra Unger. Beim Bau selber lief viel schief. „Das fing schon damit an, dass ein Helfer der Jugendwerkstatt einige Zeit krank war und wir auf seine Hilfe gebaut hatten. Dadurch verzögerte sich der Bau doch sehr. Nur durch tatkräftige Helfer des Bauhofes konnten wir die Arbeiten fortsetzen. Die halfen uns sogar nach ihrer eigentlichen Arbeit auf dem Bauhof und opferten ihre Freizeit“, so Unger. So zog sich der etwa 12 000 Euro teure Bau der Anlage etwa über ein Jahr hin, ehe nun die letzten Arbeiten erledigt wurden. Mit insgesamt 7900 Euro wird die Anlage durch den Landessportbund gefördert, und auch Jörg Riehl trug mit 2000 Euro Privatspende einen großen Teil zum Gelingen des Projektes bei. Bei der Einweihung am Freitag, 19. August, ab 16 Uhr hofft der Verein nun auf weitere Spenden, damit das strapazierte Vereinskonto nicht belastet wird.

veröffentlicht am 15.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 05:21 Uhr

Bereits vor der offiziellen Einweihung wurde das Spielfeld eingehend getestet. Foto: gök
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Bereits vor der offiziellen Eröffnung der Anlage haben schon Jung und Alt auf der Anlage gespielt und waren kaum zu stoppen. „Für Gorodki kann man sich in jedem Alter begeistern. Das hilft auch bei der Integration im Verein von Jung und Alt. Es haben sich bereits einige mit dem Gorodki-Virus infiziert“, berichtet Unger.

Im September soll Peter Peter zum Übungsleiter für Gorodki in Schwerin ausgebildet werden, damit sich der Virus weiter ausbreiten kann. Der Spätaussiedler hat das Spiel in seiner früheren Heimat auch gespielt und war sofort Feuer und Flamme.

Es ist geplant, dass er sein Wissen an mindestens zwei Vereinsangehörige weitergibt und dann auch eine eigene Sparte gegründet wird, damit die Integration in Oldendorf weiter vorangetrieben wird. Mit Jörg Riehl hat sich im Verein auch bereits ein Mitglied gefunden, das das Amt des Spartenleiters ausführen würde.



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