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Rasti-Land vermeldet nach Sommerferien dennoch Ansteigen der Besucherzahlen in der bisherigen Saison

Bei Hitze klingelt die Kasse leiser

SALZHEMMENDORF. Für viele Hamelner gehört in den Sommerferien ein Besuch im Freizeitpark dazu – und einer befindet sich praktischerweise in unmittelbarer Nähe: das Rasti-Land in Salzhemmendorf. Doch wie viele Besucher kommen tatsächlich, wenn die Temperaturen wie in diesem Jahr weit über 30 Grad steigen?

veröffentlicht am 13.08.2018 um 13:05 Uhr

Bei den hohen Temperaturen sind die Wasser-Attraktionen wie das Wildwasser-Rafting besonders beliebt. Foto: Rasti-Land/PR

Autor:

Lea Drewnitzky und Marcel Gawel
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„Die Besucherzahlen in den Ferien sind im Vergleich zu vergangenen Jahr beinahe identisch“, teilt Geschäftsführer Steffen Ratzke mit. Zwar würden bei der Hitze in den vorigen Wochen weniger Besucher kommen, aber dies wäre durch die starken Regenphasen im vergangenen Jahr auch so gewesen. Durch die starke Vorsaison habe das Rasti-Land aber trotzdem insgesamt bisher sechs Prozent mehr Gäste empfangen als im Jahr davor.

Im Schnitt hat das Rasti-Land nach Angaben der Betreiber 300 000 Besucher jährlich. Die besuchsstärksten Tage dieses Jahr sind die Pfingsttage mit zirka 5000 Besuchern gewesen. Die angeschlossene Dino-World, die seit 2005 in Betrieb ist, hat im Durchschnitt zusätzlich 100 000 Besucher pro Jahr, rechnet die Geschäftsleitung vor. Diese wird, so die Erfahrungen des Geschäftsführers, aber eher bei schlechtem Wetter genutzt, nicht bei Hitze. Auf die Attraktionen im Rasti-Land selbst hat die anhaltende Hitze aber keine Auswirkungen; diese sind auf hohe Temperaturen ausgelegt. Es werden lediglich die Wasserattraktionen des Parks stärker genutzt. Von diesen hat das Rasti-Land in den vorangegangenen Jahren mehrere installiert. Erst in diesem Jahr ist ein Wasserspielplatz hinzugekommen.

Hilfreich sind im Rasti-Land denn auch die vielen Bäume auf dem Gelände, die für Schatten sorgen. Das sei nicht in allen Freizeitparks der Fall. In diesem Jahr mussten jedoch einige in der Hitze vertrocknete Bäume gefällt werden.

Abzuwarten bleibe, so Ratzke weiter, wie sich das Wetter im Herbst entwickelt. Ab nächstem Monat ist das Rasti-Land nur noch an den Wochenenden geöffnet. Im Vorjahr habe es in dem Zeitraum aber kein Wochenende gegeben, an dem an beiden Tagen gutes Wetter herrschte. Für gewöhnlich begrüße das Rasti-Land nach Ende der Sommerferien noch ein Drittel seiner Gesamtbesucherzahl.

Nach Beobachtungen Ratzkes habe sich über die Jahre die Altersstruktur der Besucher verändert: In den Anfängen des Parks kamen vorwiegend einzelne Mütter mit ihren Kindern; heute sei es jedoch meistens ein Kind mit ganzer Familie, inklusive „Großeltern und Nachbarn“ so der Geschäftsführer weiter. Für diese neue Besucherkonstellation passe besonders die Jahreskarte. Für Senioren koste diese nur so viel wie eine Tageskarte.

In diesem Jahr stand in dem Vergnügungspark ein besonderer Geburtstag an: Seit nunmehr 45 Jahren leitet die Familie Ratzke das Rasti-Land, in Benstorf mittlerweile in der zweiten Generation. Das Leitbild einer erlebnisreichen und abenteuerlichen Zeit für die Familie sei dabei gleich geblieben. Manche Familien besuchen den Freizeitpark sogar schon in der dritten Generation.

Einige der Attraktionen aus der Gründungszeit 1973 bestehen noch heute. Dazu gehören unter anderem die Gokart-Bahn und der Bootskanal. Seither sind aber noch viele Fahrgeschäfte dazugekommen: Inzwischen befinden sich mehr als 45 auf dem Gelände.

Dass das Rasti-Land über die Jahre konstant hohe Besucherzahlen anzieht, liegt laut Parkleitung an dem großen Einzugsgebiet.

In der Nähe liegen kaum Freizeitparks für die Altersgruppe von 0 bis 14 Jahren, sodass die Besucher aus einem Umkreis von 100 Kilometern ins Rastiland kommen. Der Heidepark in Soltau wendet sich eher an ältere Kinder und Erwachsene.

Die Tage mit dem meisten Andrang sind, so Ratzke, „bei etwa 25 Grad, heiter bis wolkig“. Der größte Betrieb herrscht vor allem sonntags.

Auch in Zukunft soll das Rasti-Land weitere Besucher anziehen. Deswegen sollen viele neue Attraktionen gebaut werden. Die kommenden zwei bis drei Jahre seien bereits in Planung, gibt Marketing Performance Managerin Isabelle Sckade bekannt. Welche das sein werden, ist allerdings noch nicht im Detail geplant.

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Die Wildwasserbahn gibt es seit 1981. Foto: Archiv
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Die Rafting-Bahn wurde 2002 eingeweiht. Foto: Archiv
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Wer mit der Rafting-Bahn fährt wird durch einen Strudel in die Tiefe gerissen und sollte keine Angst davor haben, nass zu werden. Foto: Archiv
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Die offenen Wasserrutschen gibt es seit 1992, in den beiden darauffolgenden Jahren kamen noch zwei Röhrenrutschen hinzu. Foto: Archiv
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Die Raubritterburg wurde 2010 eingeweiht, 2018 kamen zwei Türme, eine Brücke und eine Rutsche hinzu. Foto: Archiv
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Den Freifall-Turm gibt es seit 2011: Zwölf Meter geht es hier in die Tiefe. Foto: Archiv
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Der Hochseilgarten kam 2013 passend zum 40. Geburtstag dazu. Foto: Archiv
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Zum Drinnen-Spielen: Die Kids-Dinoworld. Foto: Archiv
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Im Reich des T-Rex kann man sich seit 2003 ein bisschen wie im Jurassic Park fühlen. Foto: Archiv
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Das Riesenrad steht auf dem 1995 eröffneten Historischen Jahrmarkt. Foto: Archiv
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Diese Achterbahn ist auch etwas für die ganz Kleinen: Ab zwei Jahren dürfen Kinder in Begleitung eines Erwachsenen mitfahren. Seit 1991 ist die Achterbahn in Betrieb. Foto: Archiv
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Die Comic-Bahn wurde im Jahr 2000 eröffnet. Foto: Archiv
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Die Western-Eisenbahn gibt es seit der Eröffnung im Jahr 1973. Foto: Archiv
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Auf Robinsons Insel kann man sein 2009 selbst mit dem Floß ablegen. Foto: Archiv
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Seit 1988 können auf der Jeepbahn Runden gefahren werden. Foto: Archiv
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