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Öffis starten Modellversuch in Coppenbrügge: Kleinere Fahrzeuge werden ab Februar eingesetzt

Bei Anruf Bus – auf dem Dorf bald die Lösung?

Coppenbrügge (hen). Da dürften sich Öffi-Chef Carsten Busse und die Fahrgäste im Raum Coppenbrügge einmal einig sein: „Sehr erfreulich“ nennt der Geschäftsführer, dass die Landbewohner die Anfang August vollzogene Änderung der Buslinie 50 durch eine entsprechende Nutzung belohnen. Und dafür gibt es jetzt gleich zwei Belohnungen für die Coppenbrügger: Einmal werden einige Haltestellen auf Vordermann gebracht, zum anderen testen die Betreiber des Öffentlichen Personennahverkehrs den Einsatz kleinerer Busse, die zusätzlich zum bisherigen Schulbusverkehr eingesetzt werden sollen. In Ortsteilen mit wenigen Busnutzern sollen die per Anruf die gewünschte Haltestelle anfahren. „Ein Versuchsballon für die gesamte Region“, sagte Busse in der Sitzung des Coppenbrügger Gemeinderates in Brünnighausen; der Probebetrieb soll vom neuen Schulhalbjahr ab Februar für ein halbes Jahr laufen. Dass sich auch kreisweit etwas im Angebot verändern soll, ist für Busse klar; bei dem Test geht es um das Wie.

veröffentlicht am 10.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 17:21 Uhr

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Erfreulich dürfte für die Bewohner der ländlichen Region, gerade die älteren und nicht mobilen, sein, dass die Öffi-Betreiber in Zusammenarbeit mit dem Flecken bemüht sind, sie nicht von den Busanbindungen abzuschneiden sondern nach Lösungen zu suchen und möglichst vielen ein gutes Angebot zu unterbreiten. Damit werde nicht zuletzt dem demografischen Wandel Rechnung getragen, so Busse.

So habe man bereits die Linie 50 umstrukturiert; sie fährt nun auch Diedersen, Bisperode, Behrensen und Bessingen an – eine höhere Fahrgastzahl bestätigt den Bedarf. Nun sollen an sechs Orten die Haltestellen aufgemöbelt werden; beispielsweise mit barrierefreien Einstiegsmöglichkeiten und einem Wetterschutz. Verbessert werden die Haltestellen in Diedersen am Sportplatz (beide Seiten), in Bisperode am Horstweg (Richtung Coppenbrügge), an der Küthe- und der Oststraße (jeweils Richtung Hameln) und in Bessingen (Richtung Hameln).

Die Landesfördermittel aus dem Konjunkturprogramm sind beantragt, mit einer Zusage wird Anfang des Jahres gerechnet.

Lang gehegter Wunsch des Seniorenbeirates war die Anbindung des Krankenhauses Lindenbrunn an den ÖPNV, von der natürlich nicht nur die Besucher, sondern auch die Mitarbeiter profitieren würden. Angebunden werden in dem Modellversuch die Ortsteile nördlich von Coppenbrügge – Dörpe, Bäntorf, Brünnighausen, Herkensen und Hohnsen.

Geplant ist, dass die kleineren Fahrzeuge planmäßig die Haltestellen in Coppenbrügge am Bahnhof und an der Schule anfahren. Wer aus den Ortsteilen abgeholt werden, also die umgekehrte Fahrt nutzen will, muss das per Anruf anmelden – so wie beim ehemaligen Anrufsammeltaxi. Bislang wurden die genannten Dörfer nur durch die Schulbusse bedient; in der Testphase sind zunächst Blöcke von jeweils vier zusätzlichen Fahrten mit dem Kleinbus am Vormittag und am Nachmittag vorgesehen. Wie das mit dem Anruf genau funktioniert, wollen die Öffis rechtzeitig vor dem Start des Projekts im Februar veröffentlichen.

Dass der ÖPNV darauf baut, dass sich die Gemeinde finanziell an dem neuen Angebot beteiligt, wenn es nach dem Probelauf eingeführt wird, darauf verwies Busse in der Ratssitzung. Und gab Verwaltung und Politik mit auf den Weg, dass er dann darauf hofft, dass sie die Mittel, die im Haushalt für den eingestellten AST-Verkehr eingeplant waren, dann für das neue Busangebot verwendet werden. Denn kostendeckend wird auch der Einsatz der kleineren Busse nicht sein.

Das Streckenangebot der Linie 50 wurde erweitert. Als nächstes werden im kommenden Jahr sechs Haltestellen auf Vordermann gebracht – darunter auch die am Horstweg in Bisperode (Richtung Coppenbrügge).

Foto: Wal



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