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Coppenbrügger Bahnhof wird saniert

Behelfsbahnsteig, Mauer und Absperrband

Coppenbrügge (ch). „Ach ja, die Bahn“, sagen Fahrgäste des Verkehrsunternehmens gerne mit einem wissenden Nicken, wenn sie sich am Bahnhof die Beine in den Bauch stehen, weil ihr Zug Verspätung hat. Da wirkt es wie ein Zugeständnis, dass „die Bahn“ das Warten am Coppenbrügger Bahnhof jetzt angenehmer gestalten will. Vor gut einer Woche haben die Bauarbeiten begonnen.

veröffentlicht am 28.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 02:41 Uhr

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Die Bahnhofsuhr hängt im Nirgendwo. Vor den Schienen direkt vor den Gleisen flattern rot-weiße Absperrbänder im Wind, der Boden neben den Schienen ist aufgerissen, hier türmt sich die Erde auf. Wo sich Wartende sonst die Zeit damit vertreiben, den Bahnsteig auf und ab zu schlendern, ist jetzt Baustelle und Betreten verboten. Die Bahnsteigkanten und -fundamente mit Bahnsteigbelag seien bereits zurückgebaut und ein Behelfsbahnsteig errichtet worden, sagt Bahn-Sprecherin Sabine Brunkhorst. Nur ein kleiner Platz mit Blick auf Mauer und Absperrung bleibt den Wartenden derzeit.

530 000 Euro aus Mitteln des Bundes sollten im Rahmen des Infrastrukturbeschleunigungsprogramms ursprünglich für die Sanierung des Bahnhofes zur Verfügung stehen. Zunächst einmal sollen jetzt jedoch nur 350 000 investiert werden, die anstehenden Arbeiten könnten damit abgedeckt werden. Bei der Ausschreibung der Bauarbeiten habe man gute Angebote erzielen können, heißt es dazu von der Bahn, darum seien die Arbeiten günstiger als ursprünglich gedacht.

Ziel der Sanierungsarbeiten ist es, den Bahnhof barrierefrei umzurüsten und das Warten für die Fahrgäste komfortabler zu gestalten. Dazu soll der Bahnsteig erneuert und behindertengerecht mit einem „taktilen Wegeleitsystem“ ausgestattet werden, sodass sich blinde Fahrgäste ihren Weg anhand der erhabenen Noppen mit dem Stock im Boden ertasten können. Der neue Bahnsteig wird im Vergleich zum alten deutlich höher liegen. 55 Zentimeter über der Schienenoberkante liegt der Bahnsteig, um ein einfacheres Ein- und Aussteigen in die Züge zu ermöglichen. Doch nicht nur in den Zug, sondern auch zum Auto sollen Fahrgäste mit Gehschwierigkeiten, mit Rollator, Rollstuhl oder Kinderwagen leichter gelangen. Anstatt mühsam über einen hohen Bordstein sollen sie über eine Rampe leichter vom Park-and-ride-Parkplatz zum Bahnsteig kommen.

Das blaue Wartehäuschen steht noch vor der Absperrung, der letzte Rückzugsraum für die Wartenden, die in den nächsten zwei Monaten erst einmal auf ihren Bahnsteiggang verzichten müssen. Im Zuge der Arbeiten soll es ebenfalls abgerissen und ein neues Wetterschutzhaus gebaut werden. Auch die Beleuchtung des Bahnhofs sowie die Kabel und die Beschilderung sollen erneuert werden. Sogar die Aushangvitrinen mit Fahrplänen, die zudem von längerfristigen Störungen oder Veränderungen künden, werden erneuert.

Während der Bauarbeiten ist der Komfort am Bahnsteig unweigerlich eingeschränkt, Auswirkungen auf den Zugverkehr sollen jedoch vermieden werden, nach Aussage der Deutschen Bahn werden die Bauarbeiten überwiegend nachts stattfinden. Bis sie ihre Wartezeiten auf dem neuen Bahnsteig ganz komfortabel verbringen können, müssen sich die Coppenbrügger Bahnfahrer noch bis zum Abschluss der Arbeiten im November gedulden. Für das kommende Jahr sind keine größeren Sanierungsmaßnahmen vorgesehen, „allenfalls kleinere Restarbeiten“.



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