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Neuer Radwanderweg zwischen Duingen und Salzhemmendorf

Bau mit Hindernissen

Weenzen/Thüste. „Wir wissen, dass der Weg noch zu weich ist“, stellte der Duinger Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Schulz bei der Eröffnung des neuen Radwanderweges zwischen Thüste und Weenzen gleich in seinem ersten Satz fest. Schon vor der Einweihung waren viele Radfahrer mit dem Untergrund noch nicht zufrieden. „Das fährt sich, als ob man einen Plattfuß hat“, berichtete einer der Radfahrer. Rund 80 Ratsmitglieder, Anwohner und Radler hatten sich in Weenzen eingefunden, als dort das knapp zwei Kilometer lange Radwegstück eingeweiht wurde.

veröffentlicht am 13.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 04:21 Uhr

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Autor:

Christian Göke
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Dass der Radwanderweg überhaupt fertiggestellt wurde, war nur dem Einlenken beim Artenschutz zu verdanken. Ursprünglich war eine Fertigstellung und Abrechnung zum 30. Juni vorgesehen. Doch die Waldeidechse sorgte dafür, dass das Projekt fast gestorben wäre. Letztendlich blieb es aber nur bei einer Verzögerung. Auf der ehemaligen Bahntrasse zwischen Thüste und Weenzen sollte ein Radwanderweg entstehen. Die Idee dazu war schon länger vorhanden. Doch umgesetzt werden konnte das Projekt erst, als aus der Landeshauptstadt ein Anruf mit der frohen Kunde kam, dass es mit Geldern aus Tourismustöpfen gefördert werden könne. Das Amt für regionale Landesentwicklung förderte die Maßnahme mit 35 000 Euro, wodurch das Projekt schließlich in den Bereich der Machbarkeit gelangte. Vom Anruf über die Entscheidung bis zur Konzepterstellung waren nur fünf Tage Zeit, was aber trotzdem geschafft wurde. Insgesamt lagen die Baukosten bei 108 000 Euro, wovon 17 000 Euro später allerdings für den Artenschutz veranschlagt wurden. Für dieses Geld wurde den zahlreichen Waldeidechsen ein neues Zuhause in Form von Steinhügeln entlang des Weges gebaut. Neben der Förderung von 35 000 Euro erzielten die beiden Gemeinden noch 20 000 Euro durch den Verkauf der Gleise sowie eine Förderung in Höhe von 10 000 Euro durch den Landkreis Hildesheim und 2000 Euro durch den Landkreis Hameln-Pyrmont. Die übrigen 41 000 Euro teilten sich die beiden Gemeinden.

Durch den Umstand mit den Waldeidechsen wurde die Fertigstellungsfrist schließlich um einige Monate nach hinten verschoben. Für einen vollkommen ausgehärteten Weg war allerdings die Witterung der letzten Wochen nicht trocken genug. Schulz rechnet aber in Rücksprache mit dem Wegebauer damit, dass der Weg noch wesentlich fester wird und dann auch besser befahren werden kann. Nicht besonders förderlich für den Weg war aber in den letzten Wochen, dass Reiter und einige Fahrradfahrer den Radwanderweg auch schon nutzten. Die Gemeinden reagierten und stellten Verbotsschilder für die Pferdefreunde auf.

Die Landräte Tjark Bartels (Hameln-Pyrmont) und Rainer Wegner (Hildesheim) wünschten den zukünftigen Nutzern schließlich allzeit eine unfallfreie Fahrt. Der Wallenser Bürgermeister Karl-Heinz Grießner wies darauf hin, dass die Region jetzt noch besser zusammenwächst. „Schließlich gehörte die Gemeinde Weenzen früher ja schon mal zum Landkreis Hameln-Pyrmont. Im Hamelner Kreishaus hängt sogar noch das Wappen der kleinen Gemeinde“, sagte er.

Kleine Steinhaufen entlang des Radwanderweges bieten der Waldeidechse ein neues Zuhause. 17 000 Euro wurden für den Artenschutz investiert. gök



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