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Dr. Frank Hermann kündigt bei Bürgertreff Erstversorgung in Bisperodes alter Schule an

Bald wieder Arzt-Sprechstunden

BISPERODE. Der Coppenbrügger Arzt Dr. Frank Hermann hat beim dritten Bisperoder Bürgertreff angekündigt, mit sechs bis acht Sprechstunden pro Woche eine vollwertige medizinische Versorgung in Bisperodes alter Schule anbieten zu wollen.

veröffentlicht am 20.11.2018 um 12:37 Uhr
aktualisiert am 20.11.2018 um 16:07 Uhr

Die alte Backsteinschule in Bisperode Foto: Wal
Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
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Vorbei die Zeiten, in denen einstmals drei Ärzte in Bisperode praktizierten. Nachdem der letzte Allgemeinmediziner im Ort nur noch Privatpatienten behandelt, müssen Bisperoder nach Hameln, Coppenbrügge oder Lauenstein reisen, um in einem Wartezimmer eines praktischen Arztes Platz nehmen zu können. Jetzt hat der Coppenbrügger Arzt Dr. Frank Hermann beim dritten Bisperoder Bürgertreff angekündigt, mit sechs bis acht Wochenstunden eine vollwertige medizinische Versorgung in Bisperode anbieten zu wollen. Dazu will er Sprechstunden in einem noch einzurichtenden medizinischen Erstversorgungsbereich in Bisperodes ater Schule abhalten.

Bei der gut besuchten Bürgerversammlung in der Eppershalle stellte sich der Mediziner, der seit 2011 die Praxis von Dr. Hartmut Bosse an der Ithstraße übernommen hat, jetzt vor: Dr. Hermann studierte an der Medizinischen Hochschule in Hannover und war über sieben Jahre am Hamelner Krankenhaus Wilhelmstraße tätig. In Hessisch Oldendorf war er in der überörtlichen Gemeinschaftspraxis für Innere Medizin mit Dr. Michael Rosteck. Nach Gesprächen, die Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka bereits geführt hat, wird von der Kassenärztlichen Vereinigung eine eigene Arztpraxis für Bisperode abgelehnt. Überlegungen gehen deshalb auch dahin, zur Unterstützung eines Zweitpraxis-Arztes eine Gemeindeschwester zu installieren, so Bürgermeister Peschka.

Der medizinische Erstversorgungsbereich in Bisperodes alter Schule soll im Rahmen des Umbaus des denkmalgeschützten Backstein-Schulgebäudes entstehen, das in den Jahren 2020 bis 2021 für Fördergelder vorgesehen ist. In diesem Rahmen soll das gesamte ehemalige Schulgelände mit Feuerwehrhaus und Eppershalle ein neues Gesicht bekommen.

Dr. Frank Hermann Foto: Wal

So soll die Feuerwehr in ein größeres und modernes Gebäude im neu ausgewiesenen Gewerbegebiet Horstweg umziehen. Der Grundstückserwerb ist für das kommende Jahr vorgesehen. In das alte Feuerwehrhaus an der Voremberger Straße könnte nach derzeitigen Überlegungen der Bisperoder Verein für historische Landtechnik einziehen.

Für die Eppershalle ist eine energetische Sanierung, eine Brandschutz-Nachrüstung und eine Umgestaltung der Sanitär-Anlagen vorgesehen. Die Garagen – so ist derzeit angedacht – könnten den Vereinen als Lagerräume zur Verfügung gestellt werden.

Großprojekt auf dem alten Schulgelände ist jedoch die Umnutzung der alten Schule, wo im Erdgeschoss neben Räumen für Feuerwehr und Heimatstube auch die Praxisräume für den Mediziner entstehen sollen. Im Obergeschoss – hier wird eine Totalsanierung im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus notwendig – könnten nach ersten Entwürfen zwei 120-Quadratmeter-Wohnungen für kinderreiche Familien und zwei 60-Quadratmeter-Appartements entstehen.

Als Extras werden im rückwärtigen Bereich zwei Balkone angebaut. Die Gemeinde erhofft sich neben Leader-Förderung für das Denkmalschutzobjekt Mittel aus zusätzlichen Fördertöpfen. Nicht zuletzt deshalb, weil alte eichene Treppenhäuser und Türen laut Denkmalschutz erhalten werden müssen.

Damit Fördermittel für die Sanierung des Dorfzentrums alte Schule Bisperode fließen, verlangt das Land aber Engagement seitens der Bevölkerung. Geplant ist deshalb, einen Förderverein für den Gesamtkomplex zu gründen. Hierzu sollen alle Bisperoder Vereine Anfang kommenden Jahres mit ins Boot geholt werden. Sinn und Zweck dieses Fördervereins soll es sein, mit ehrenamtlichem Engagement das Dorfzentrum zusammen mit der Gemeinde zu betreiben.



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