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SPD, UWG und Grüne wollen sie festlich willkommen heißen

Bald Charmoffensive für Neubürger in Coppenbrügge?

COPPENBRÜGGE.Blumen, Händedruck, warme Worte und eine Menge Informationen über den neuen Wohnort – das könnte künftig jene erwarten, die frisch nach Coppenbrügge gezogen sind. Neubürger sollen in einem jährlich stattfindenden festlichen Zusammentreffen vom Ortsrat begrüßt werden – so sieht es zumindest ein Vorschlag der SPD, UWG und Grünen vor, der in der kommenden Ortsratssitzung am Dienstag diskutiert werden soll.

veröffentlicht am 09.08.2017 um 18:49 Uhr

Coppenbrügge ist in seiner Größe überschaubar – eine jährliche, festliche Begrüßung der wenigen Zuzügler wäre daher nach Ansicht der Ortsrats-Gruppe aus SPD, UWG und Grünen gut möglich. Foto: Dana
Jens Spickermann

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„Die nach Coppenbrügge neu zugezogenen Bürger sollten das Gefühl bekommen, im Ort erwünscht zu sein und eingeladen werden, den Ort in ihrem und aller Bürger Sinne weiterzuentwickeln“, heißt es in dem Antrag der Gruppe. Man wolle auf die Neubürger aktiv zugehen, „weil wir in Coppenbrügge freundliche und sympatische Menschen sind“, betont SPD-Fraktionschef Rainer Olze.Weil auch Coppenbrügge mit Einwohnerschwund zu kämpfen hat, will man die Zugezogenen herzlich aufnehmen. Vertreter aus Verwaltung, Politik, Institutionen und Vereinen sollen Informationsmaterial übergeben und die Neuankömmlinge nach ihren Wünschen und Erwartungen befragen, argumentiert die Gruppe.

SPD, Grüne und UWG hoffen, dadurch längerfristig mehr Menschen nach Coppenbrügge ziehen zu können. Ortsratsmitglied Lidia Ludwig von den Grünen, die sich für so einen Neubürgerempfang einsetzt, hätte sich selbst, als sie vor zwölf Jahren ihren Wohnsitz in dem Ort nahm, mehr Aufgeschlossenheit seitens der Gemeinde gewünscht. Für sie ist vor allem wichtig, zu erfahren, warum Leute nach Coppenbrügge ziehen. „Vielleicht haben die Neubürger ja Gründe, die uns gar nicht präsent sind“, sagt sie. Wenn man erfahre, was die Zugezogenen an dem Ort reize, könne man ihn noch gezielter attraktiv machen. Auch ist es ihr wichtig, die Neuankömmlinge auf diese Weise in die Gestaltung des Dorflebens miteinzubeziehen.

Vielleicht haben die Neubürger ja Gründe, die uns gar nicht präsent sind.

Lidia Ludwig, Ortsrätin (Grüne)

„Derzeit findet so etwas in Coppenbrügge nicht statt“, sagt Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka, obwohl darüber immer mal wieder diskutiert und es in einigen anderen Gemeinden auch gemacht werde. Allerdings bekämen Bürger, die sich zum ersten Mal beim Coppenbrügger Bürgeramt anmelden, eine Mappe mit Informationsbroschüren und auch beispielsweise einer Wanderkarte überreicht, so Peschka.

In kleinen Gemeinden sei auch eine persönliche Begrüßung gut möglich. „Das ist ja der Vorteil, wenn man auf dem Land wohnt“, findet SPD-Fraktionschef Olze. Hier sei nicht alles so anonym, man kenne sich und diesen Vorteil wolle man nutzen. Gute Erfahrungen hat er damit in seinem Wohnort Bessingen gemacht. Jeder neue Bürger werde dort persönlich besucht, um ihm den Heimatverein zu zeigen, die Freiwillige Feuerwehr sowie die Gesangsvereine, und erhalte eine Einladung zum gemeinsamen Dämmerschoppen. Deswegen würden sich alle „pudelwohl“ fühlen, sagt Olze. Auf die Struktur des Ortes wirkt sich das seiner Meinung nach positiv aus: In dem 320-Seelen-Dorf gebe es kaum noch Leerstände, erzählt er. Ob und wie eine Begrüßung der neuen Bürger konkret erfolgen wird, hat der Ortsrat zu entscheiden. Bis dahin sollen auch Informationen zusammengetragen werden, wie viele Menschen jedes Jahr überhaupt nach Coppenbrügge ziehen und deren Gründe in Erfahrung gebracht werden.

Mein Standpunkt
Jens Spickermann
Von Jens Spickermann

Was lockt die Zuzügler nach Coppenbrügge? Sicherlich auch der Reiz, in einem kleinen Ort die Nachbarn zu kennen und leicht Anschluss zu finden. Damit diese Erwartung nicht enttäuscht wird, wäre eine formelle Begrüßung durch den Ortsrat und die Vereine eine gute Sache.



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