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Komplettsanierung der Bessinger Ortsdurchfahrt auf der Zielgeraden / Im November soll alles fertig sein

Baggern für 1,2 Millionen Euro

Bessingen. „Es ist das wohl größte Straßenbauprojekt, das wir in Coppenbrügge auf Jahre durchführen werden“, sagt Jürgen Krückeberg. Seit Mai dieses Jahres ist die Ortschaft Bessingen durch die Vollsperrung der Durchgangsstraße L 588 praktisch vom Straßennetz abgeschnitten. Grund sind Kanalisations- und Straßenbauarbeiten, die sich durch den gesamten Ort zogen (wir berichteten). Doch eben diese Arbeiten seien nun zu 75 Prozent fertig, wie der Bauamtsleiter mitteilt. Es verbleibe „nur noch ein kleiner Rest“ auf der Straße zum Friedhof – und dieser werde relativ schnell fertiggestellt, da mit Schwierigkeiten bei der Schmutz- und Regenwasserkanalisation in diesem Bereich nicht zu rechnen sei. „Der Termin für die Fertigstellung, den wir von Anfang an im Auge hatten – Mitte November – werden wir einhalten können“, betont Krückeberg.

veröffentlicht am 19.09.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 04:41 Uhr

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Autor:

Ingrid Stenzel
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Der Bereich von der Einmündung „Am Anger“ bis Ortsausgang in Richtung Bisperode präsentiert sich nach fünf Monaten Bauzeit derzeit in neuem Glanz – so neu, wie sie wohl kein noch lebender Bessinger hier je erlebt hat. Was in diesem südlichen Bauabschnitt noch fehlt, sind laut Krückeberg Restarbeiten wie zum Beispiel das Hochziehen von Schächten. In den nächsten Tagen werde die Straße dann aber auch für den innerörtlichen Verkehr wieder freigegeben, der Schulbus fährt bereits wieder. Die Sperrung für den Rest der Durchgangsstraße allerdings wird erst nach Abschluss aller Arbeiten im November aufgehoben.

Im nun fertiggestellten südlichen Bereich habe es erhebliche Schwierigkeiten mit den Altbeständen im Untergrund gegeben, berichtet Krückeberg. Nicht nur, dass teilweise Regenwasserrohre an Schmutzwasserrohre angeschlossen waren – oder umgekehrt. Der Bauamtsleiter berichtet auch vom Fund alter, betonierter Fundamente dort, wo die Dorfstraße früher wohl sehr viel schmaler gewesen ist – von jeder Menge Überraschungen, die erst bei Öffnung der Straße sichtbar wurden und die Arbeiten nicht eben leichter und zügiger gemacht hätten. „Ein Archäologe war vor Ort, weil wir sogar einen alten Römerweg gefunden haben, der eingemessen werden musste.“

Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme, die sich durch ganz Bessingen zog, beziffert Krückeberg laut aktuellem Stand mit 1,2 Millionen Euro – 650 000 Euro davon für den Bau und weitere 90 000 Euro für die Planung. Die diversen, nicht immer positiven Überraschungen hätten für Mehrkosten in Höhe von rund 80 000 Euro gesorgt. Eine davon, im Vorfeld nicht feststellbar, war die hohe Teerbelastung der alten Straßendecke. Der hohe Anteil von Teer als Bindemittel in der Asphaltschicht, erklärt Krückeberg, habe weit über den heute zulässigen Grenzwerten gelegen. Die Wiederverwendung als Tragschichtmaterial sei damit ausgeschlossen gewesen, stattdessen musste der gesamte Abtrag entsorgt werden – mit entsprechenden Mehrkosten. „Eines von vielen Problemen, das erst im Laufe der Bauarbeiten erkannt wurde – und gelöst werden musste“, so Krückeberg. Durch Flexibilität in den Arbeitsabläufen konnten zeitliche Verzögerungen dennoch vermieden werden. „Wir mussten, anders als mit den Anwohnern abgesprochen, ein bisschen hin- und herspringen“, so der Bauamtsleiter, „sind aber trotz allem voll im Zeitplan geblieben.“



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