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Drinnen und draußen: Nach Renovierung Gästezahlen in Coppenbrügge verdoppelt

Bäder im Auftrieb

Coppenbrügge. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, sagt der Volksmund – ein mieser Mai, aber auch keine schlechte Badesaison, wenn der Sommer danach zu Hochtouren aufläuft, stellen bundesweit Freibadbetreiber fest und schrammen nicht etwa nur an Rekordwerten: Bundesweit lag die Zahl der Besucher in dieser Saison mit rund 150 Millionen Gästen um ein Drittel über der des Vorjahres, teilt die Gesellschaft für das Badewesen in Essen mit.

veröffentlicht am 10.10.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 03:41 Uhr

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Außerordentlich zufriedenstellend fällt auch die jetzt im Rathaus präsentierte Bilanz des Freibades Coppenbrügge beim Übergang vom Outdoor-Badevergnügen unter Palmen zum Indoor-Schwimmen im Hallenbad aus. Schon in der vergangenen Saison, nachdem die Kommune im Vorjahr 550 000 Euro (plus 850 000 Euro Fördergelder seitens EU, Land und Landkreis) in die innovativ energetische und optische Rundumsanierung investiert hatte und das Freibad in die Klasse beispielhafter Vorzeigeprojekte aufgestiegen war, konnte eine Verdoppelung der Besucherzahlen verzeichnet werden (12 900 Gäste 2012 gegenüber 6400 im Jahr 2010), berichten Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka und Rainer Greve. Eine weitere Zunahme um 21 Prozent verzeichnet die Freibadbilanz am Ende der Saison 2013 (16 500 Gäste). „Mit einem ‚Wonnemonat Mai‘ hätten wir die 20 000er Marke knacken können“, meint Peschka. „Unser kuschelwarmes Strandbadwasser mit 23 beziehungsweise 28 Grad) unter Palmen am Ith ist super angenommen. Eine tolle Bestätigung unserer Badegäste, deren Einzugsgebiet sich bis über Hameln hinaus vergrößert hat.“ Trotzdem werde über noch weitere Highlights im Angebot vom kommenden Jahr an nachgedacht. Eine Rutsche werde auf jeden Fall wieder installiert werden, ein auf wenige Nachfragen gewünschtes Planschbecken für Kleinkinder nach intensiven Überlegungen eher nicht.

Denn die geltenden Hygieneauflagen erforderten die Anlage eines separaten Wasserkreislaufes des Reinigungssytems mit Kosten von 80 000 bis 100 000 Euro – für die wenigen Kleinkinder nicht zu leisten von der Haushaltskasse und nicht zu vertreten gegenüber dem Bürger.

Über Candlelight-Schwimmen dagegen wird nachgedacht, vermehrte Sommernachtspartys unter Palmen, das zunehmend beliebte Frühschwimmen zwischen Aufwachen und Bürogang soll auf jeden Fall beibehalten, möglicherweise noch ausgeweitet werden.

Die Freibadbilanz 2009 bis 2013 (Flecken Coppenbrügge).

Warmes Frühschwimmen von Herbst bis Frühjahr wird seit optisch wenig wahrnehmbarer Renovierung und energetischer Sanierung auch im Hallenbad angeboten. Dort ist der Vormittag nicht mehr allein für das Schulschwimmen reserviert; es gibt Aquagymnastik für Senioren, Mutter-Kind-Schwimmen, Ladysschwimmen und diverse Schwimmkurse.

„Demografischer Wandel, wir werden weniger, etliche Bäder stehen im Sanierungsstau Schlange oder werden geschlossen“, so Peschka. „Wir haben bewusst daran festgehalten, weil wir unsere Bäder als Bausteine unserer touristischen Entwicklung mit Wanderwegen und Freizeitangeboten betrachten – und die funktioniert, wie die Zahlen zeigen. Den Menschen alles wegnehmen, bringt nicht voran!“

Allein 30 000 Euro weniger Energiekosten für das Hallenbad im vergangenen Jahr, eine komplette energetische Neuaufstellung der Bäder mit einer Kostenbilanz, die sich nach außen mehr als nur sehen lassen könne. Das Thema erneuerbare Energien sei aufgenommen, mit Biogas, Blockheizkraftwerk – die PV-Anlage auf dem Umkleidetrakt des Freibades ist mittlerweile von der Kommune übernommen worden. Und ganz nebenbei wird ein derzeit besetzter Ausbildungsplatz zur/m „Fachangestellten für Bäderbetriebe“ angeboten. „Da kann keiner sagen, das brauchen wir alles nicht oder nicht mehr“, betont Peschka. „Wenn der Bund immer wieder fordert, dass wir unsere Kinder das Schwimmen lehren und durch Schwimmgelegenheiten Gesundheit erhalten helfen, dann sind diese infrastrukturellen Maßnahmen für alle Generationen unser Beitrag dazu.“ Die Coppenbrügger könnten sich darauf verlassen, dass ihre Bäder erhalten werden.ist



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