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Therapiebereich wird ausgebaut

Baden auf Krankenschein: Kassen-Zulassung für Ith-Sole-Therme

SALZHEMMENDORF. Seit Montag hat die Ith-Sole-Therme wieder eine Zulassung bei den Krankenkassen, werden Behandlungen auf Krankenschein durchgeführt. In der Therme ist dafür die Therapie-Abteilung bereits ausgebaut worden. Weitere Sanierungen in diesem Bereich sollen im Laufe des Jahres folgen.

veröffentlicht am 28.01.2019 um 14:57 Uhr
aktualisiert am 28.01.2019 um 20:00 Uhr

Joachim Zieseniß

Autor

Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite

Vor einem Jahr war die Therme von sieben neuen Eigentümern aus der Insolvenz übernommen worden.

Wie sich Stefan Schlichte, geschäftsführender Gesellschafter, erinnert, hat es in den Anfangsjahren des Solebades, in denen er schon einmal für das Unternehmen verantwortlich zeichnete, bereits einen Therapiebereich im Bad gegeben und der, so Schlichte, habe „immer Gewinne gemacht“. Der damalige Eigentümer hatte diese Unternehmenssparte dann aber ab 2010 einschlafen lassen, um sich geschäftlich mehr auf den Wellnessbereich und Privatzahler zu verlegen. Hier will die neue Thermenleitung Therapieangebote zu neuem Leben erwecken.

Um Ärzte auf die neuen Dienstleistungen von Einzel- und Gruppengymnastik im Solebecken bis hin zu medizinischen Massagen in drei neu eingerichteten Behandlungsräumen aufmerksam zu machen, hat die Therme bereits Mediziner aus den Bereichen Hameln, Hildesheim und den südlichen Regionen Hannovers zu einer Info-Veranstaltung nach Salzhemmendorf eingeladen. Schlichte: „Wir hatten früher einen guten Ruf mit unserem Therapiezentrum hier in Salzhemmendorf. Der Theapiebereich war – wenn auch sehr verwaltungsaufwendig – ein wichtiger Bestandteil der Ith-Sole-Therme. Und das soll er auch wieder werden.“

Mit Therapiebereich in der Ith-Sole-Therme in der Vergangenheit Gewinne gemacht.

Stefan Schlichte, Thermen-Geschäftsführer

Für das Salzhemmendorfer Bad bedeutet das, dass, parallel zur Patienten-Entwicklung, auch wieder verstärkt Personal für den medizinischen Bereich eingestellt werden soll. Waren in den Spitzenzeiten der verschreibungspflichtigen Therapie bis zu zehn Fachleute bei der Ith-Sole-Therme angestellt und ausgelastet, so sind derzeit nur noch drei Mitarbeiter in der medizinischen Abteilung des Bades beschäftigt. Man wolle den Bereich jetzt wieder langsam aufstocken, sei derzeit auf der Suche nach Physiotherapeuten, erklärt der Geschäftsführer.

Er weist in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass sich im abgelaufenen Jahr das Betriebsklima in der Therme maßgeblich verbessert habe: Hatten in den acht Jahren zuvor rund 300 Mitarbeiter immer wieder ihren Job verlassen, „haben wir jetzt gar keine Fluktuation mehr“, vermeldet Schlichte nicht ohne Stolz. Anders als zu früheren Zeiten sei jetzt ständig ein Geschäftsführer vor Ort. Schlichte teilt sich den Posten mit Julian Meser. Mit dem Ziel, angesichts des Fachkräftemangels auch im Bäderbereich sich den eigenen Nachwuch selbst heranzuziehen, sei die Ith-Sole-Therme wieder Ausbildungsbetrieb geworden. Derzeit lernen hier vier Azubis ihr Handwerk.

Die Wiedereinführung von Therapien auf Krankenschein in der warmen Sole Salzhemmendorfs sehen die neuen Gesellschafter nach Schlichtes Worten auch als eine Verpflichtung für die Gesundheitsregion Weserbergland: Kranke – beispielsweise mit Rückenleiden oder Neurodermitis – können jetzt von ihren Hausärzten nach Salzhemmendorf geschickt werden und müssen keine langen Fahrten in Kauf nehmen.

Guten Zuspruch findet die Ith-Sole-Therme derzeit bereits wieder von Patienten der Rheuma-Liga, die die Therme zur Wassergymnastik aufsuchen. Vor Übernahme der Therme hatte es mit der vorhergehenden Leitung einige Differenzen mit der Selbsthilfeorganisation von Rheumakranken gegeben (wir berichteten). Nachdem die Zahl der Rheuma-Ligisten infolge des lang andauernden Zwistes daraufhin schon bald um die Hälfte zurückgegangen war, ist derzeit der alte Stand von wöchentlich 800 in der Therme Linderung suchenden Rheumatikern bald wieder erreicht.

Geschäftsführer Schlichte sieht im Patientenbereich der Therme aber nicht nur Einnahmen von Krankenkassen, sondern auch einen Werbeeffekt: Mancher Patient, dem hier in der warmen Sole geholfen werden konnte, komme später auch als selbstzahlender Gast wieder ins Bad, so Stefan Schlichte.



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